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2. Bundesliga

16.03.2014 - 18:00 Uhr


Zoller: "Ein Sieg und drei Punkte - nur darum geht es"

FCK-Stürmer Simon Zoller freut sich auf das Duell gegen den 1. FC Köln: "Es ist ein Topspiel, vor rund 40.000 Zuschauern, da sahen wir bisher immer gut aus" (© Imago)

Mit einem 2:1-Erfolg gegen Sandhausen meldeten sich die Lauterer im Aufstiegsrennen zurück. Zoller (M.) traf bei seinem Comeback prompt zum zwischenzeitlichen 1:1 (© Imago)

Der 22-Jährige (l.) sieht gute Chancen gegen den FC: "Im Hinspiel haben wir Riesenchancen gehabt und wir wissen, dass wir gegen solche Mannschaften bestehen können" (© Imago)

Kaiserslautern - Die Durststrecke von drei Spielen ohne Sieg ist Vergangenheit. Der 1. FC Kaiserslautern hat sich letzte Woche mit einem 2:1-Heimerfolg gegen den SV Sandhausen im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga erfolgreich zurückgemeldet. Unter den Torschützen: Stürmerhoffnung Simon Zoller.

Nun steht der Montagskracher gegen den 1. FC Köln an (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Im  Interview spricht der 22-Jährige mit bundesliga.de über sein erfolgreiches Comeback gegen den SVS, eine Anfrage von der Insel und erklärt, warum die Roten Teufel nächste Saison auf jeden Fall in der Bundesliga spielen werden.

bundesliga.de: Herr Zoller, nach drei Niederlagen in Folge haben Sie mit Ihrem Club gegen den SV Sandhausen mal wieder einen Dreier gelandet. Wie wichtig war dieser Sieg für das Aufstiegsrennen?

Simon Zoller: Es war natürlich ein sehr wichtiger Sieg. Für das Aufstiegsrennen und auch für unseren Kopf. Wir haben dringend mal wieder ein Erfolgserlebnis gebraucht. Auch wenn es jetzt knapp und aufgrund der ersten Hälfte vielleicht sogar ein wenig glücklich war. Aber Hauptsache, wir konnten endlich wieder drei Punkte holen. Es war ein Zeichen, dass wir nach den drei Niederlagen in Folge wieder da sind.

bundesliga.de: Sie selbst haben das zwischenzeitliche 1:1 erzielt. Besser kann ein Comeback nicht laufen, oder?

Zoller: Ich bin einfach glücklich, dass ich der Mannschaft direkt mit einem Treffer helfen konnte. Als Stürmer ist das ja meine Aufgabe. Das 1:1 war wichtig für uns, damit haben wir auch die Fans wieder zurückgeholt, die dann in der zweiten Halbzeit wieder hinter uns gestanden sind. Nach neun Wochen Verletzungspause war in der ersten Halbzeit zu merken, dass ich noch nicht wieder bei 100 Prozent bin, aber das kommt jetzt über die nächsten Spiele.

bundesliga.de:
 Während Ihrer Verletzungspause mussten Ihre Teamkollegen eine längere Durststrecke hinnehmen. Woran lag es?

Zoller: Man sollte eine solche Negativphase, wie wir sie hatten, nicht nur an den Stürmern festmachen. Das wäre nicht gerecht. Natürlich ist ein Stürmer da, um Tore zu schießen, aber er ist auch abhängig vom Rest der Mannschaft, und es gibt immer mal gute und mal schlechte Phasen. Es ist schwer, wenn man als Stürmer zwei Monate nicht trifft und das schleicht sich, auch wenn man das nicht wahrhaben will, ins Unterbewusstsein ein. Man muss dann weiterhin an sich glauben und aus solchen Phasen gestärkt herauskommen.

bundesliga.de: Ihr Trainer gab Ihnen kürzlich eine Stammplatzgarantie, sagte, "wenn er fit ist, spielt er". Was bedeutet Ihnen solch eine Rückendeckung?

Zoller: Das freut einen natürlich, vor allem, wenn man nach neun Wochen Verletzung zurückkommt. Ich habe erst eine ganze Woche im Training durchgezogen und das Spiel gegen Sandhausen war der Härtetest. Aber so sehr mich das auch freut, darauf kann man sich nicht ausruhen, dafür haben wir zu viele gute Spieler, gerade in der Offensive.

bundesliga.de: Sie kamen vor der Saison vom Drittligisten VfL Osnabrück. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Entwicklung?

Zoller: Sehr zufrieden. Auch wenn ich mich natürlich weiterhin verbessern möchte. Es war ein großer Schritt von Osnabrück nach Kaiserslautern, den mir im Sommer nicht viele zugetraut haben. Trotzdem wollte ich ihn unbedingt machen und mittlerweile bin ich endgültig in der 2. Bundesliga angekommen. Das war mein Ziel und jetzt hoffe ich, dass es mit dem FCK noch eine Liga höher geht.

bundesliga.de: Im Winter kam eine Anfrage vom englischen Erstligisten FC Fulham. Haben Sie kurz überlegt, den Schritt auf die Insel zu wagen?

Zoller: Wenn ein Verein aus der Premier League anfragt, dann macht man sich natürlich seine Gedanken. Ich hätte mir den Schritt auch zugetraut, genauso wie ich mir den Schritt zum FCK zugetraut habe. Aber ich habe schon oft gesagt, dass ich mich hier beim FCK einfach sehr wohl fühle und im Moment hier besser aufgehoben bin, weil ich mit dem Verein den nächsten Schritt machen kann.

bundesliga.de: Am Montag steht das Topspiel gegen den 1. FC Köln an. Was ist gegen den Ligaprimus drin und worauf kommt es gegen die Rheinländer besonders an?

Zoller: Ein Sieg und drei Punkte - nur darum geht es. Es ist ein Topspiel, vor rund 40.000 Zuschauern, da sahen wir bisher immer gut aus. Solche Spiele sind manchmal einfacher zu bestreiten als gegen kleinere Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich, weil der Gegner mehr mitspielt. Im Hinspiel haben wir Riesenchancen gehabt und wir wissen, dass wir gegen solche Mannschaften bestehen können.

bundesliga.de: Sie spielen noch gegen direkte Konkurrenten wie Karlsruhe, St. Pauli, Union Berlin oder Fortuna Düsseldorf. Ein großer Vorteil?

Zoller: Klar, weil wir es selbst in der Hand haben. Das werden auch solche Spiele wie gegen Köln, mit einem Gegner, der mitspielen wird. Auf dem Papier sind es zwar Auswärtsspiele, aber Karlsruhe zum Beispiel wird ein Heimspiel, da freue ich mich schon drauf. In solchen Spielen ist alles möglich.

bundesliga.de: Warum spielt der FCK nächstes Jahr wieder in der Bundesliga?

Zoller: Weil wir es noch selbst in der Hand haben, genug Punkte zu holen. Und weil wir die nötige Qualität haben.

Die Fragen stellte Yannik Schmidt

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