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2. Bundesliga

12.07.2013 - 11:59 Uhr


Schweißgebadet aus dem Garten

Eine Stunde lang nahm sich Jörg Schmadtke via Twitter Zeit für die Fragen der Fans

Eine Stunde lang nahm sich Jörg Schmadtke via Twitter Zeit für die Fragen der Fans

Köln - Würde es nach der Beliebtheit des Twitter-Accounts gehen, stünde der Meister der 2. Bundesliga der Saison 2013/14 schon jetzt fest: Mit über 50.000 Followern erfreut sich das Gezwitscher des 1. FC Köln der mit Abstand größten Beliebtheit. Auch, wenn es dafür keine Punkte gibt, demonstriert es einmal mehr die große Verbundenheit der Kölner Fans mit ihrem Verein.
Anfang der Woche stellte sich Kölns neuer Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke den vielen Twitter-Freunden des FC und stand den Usern eine Stunde lang Rede und Antwort. Dabei verriet der ehemalige Torhüter auf humorvolle Weise einiges über seine Herangehensweise beim neuen Club, die Zusammenarbeit mit Trainer Peter Stöger und seine Ziele für die kommenden Jahre.

Aus dem Garten auf die Kölner Bank



"Der FC hat eine Seele", beantwortete Schmadtke die Frage eines Fans, was für ihn den besonderen Reiz des Clubs ausmache. Ob er nachhaltigen Erfolg in Köln überhaupt für möglich halte, wollte "mathieu_macduff" wissen. "Wenn ich das nicht denken würde, wäre ich in meinem Garten geblieben", antwortete der gebürtige Düsseldorfer schlagfertig.

Der Weg aus Schmadtkes Garten führt den Ex-Profi direkt auf die FC-Bank, denn er wird, wie er beim Gezwitscher mit den Fans verriet, in der nächsten Saison neben Peter Stöger am Spielfeldrand sitzen. Am österreichischen Trainer schätzt Schmadtke besonders die ruhige Arbeits- und Vorgehensweise sowie seinen Wiener "Schmäh".

"Wirtschaftlich gesundet und mit Eigenkapital ausgestattet"



Der ehemalige Sportdirektor von Hannover 96 sieht im Rennen um den Aufstieg Kaiserslautern, Düsseldorf, Ingolstadt, Union Berlin sowie eine Überraschungsmannschaft als die größten Konkurrenten. "Wo sehen Sie den FC in drei Jahren", bat "Basti_L_aus_K" Schmadtke um einen kleinen Blick in die Kristallkugel. "Wirtschaftlich gesundet und mit Eigenkapital ausgestattet. Sportlich hoffentlich in der 1. Bundesliga", wagte dieser einen positiven Ausblick.

Mit Schmadtkes Vergangenheit als Sportdirektor befasste sich "Ballfluesterer", der wissen wollte, auf welchen Spielereinkauf er im Rückblick besonders stolz sei. Aus einigen sehr guten Transfers seiner Karriere hob er die Verpflichtung von Vedad Ibisevic für Alemannia Aachen heraus. Den heutigen Top-Stürmer kannte damals praktisch niemand.

Schmadtke wacht jede Nacht schweißgebadet auf



Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Fragerunde mit Kölner Fans nicht ganz ohne den Begriff Europapokal auskommen kann. So wollte "Bucksen" zum Abschluss wissen, ob Schmadtke schon Druck von außen spüre, weil er Aachen und Hannover jeweils ins internationale Geschäft führen konnte. "Ich wache jede Nacht schweißgebadet auf", nahm der neue Ober-Geißbock die Frage mit Humor.

Wenig später verabschiedete sich Jörg Schmadtke von den Fans. "Es hat mir richtig Spaß gemacht! Sorry, aber jetzt muss ich etwas unterschreiben", twitterte er vielsagend. Tatsächlich wurde wenig später die Verpflichtung von Anthony Ujah aus Mainz bekanntgegeben. Die über 50.000 Twitter-Follower des FC waren fast live dabei.

Florian Reinecke
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