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2. Bundesliga

17.06.2014 - 17:30 Uhr


Senkrechtstarter für den FC

Simon Zoller wechselt vom 1. FC Kaiserslautern zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln

Für die Lauterer erzielte Zoller (r.) in seiner ersten Zweitliga-Saison 13 Tore (© Imago)

Und auch im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern traf der 22-Jährige (v.) und stiftete viel Unruhe in der Bayern-Abwehr (© Imago)

München - Die Aufstiegssaison des 1. FC Köln hatte nur einen Makel und dieser soll mit Simon Zoller behoben werden: Der FC hatte die schwächste Offensive der Top 4 - und das als Zweitliga-Meister. Zoller hat in seiner Bewerbungsmappe 13 Treffer in der vergangenen Saison stehen. So oft traf kein Kölner.

Und auch in der Bundesliga soll es klingeln. Die Voraussetzungen, sich bei Köln durchzusetzen, sind für den Durchstarter der letzten Saison gut. Er hat zwar mit Patrick Helmes, Anthony Ujah und Neuzugang Yuya Osako starke Konkurrenten, doch die hatte er bei Kaiserslautern mit Albert Bunjaku, Mohamadou Idrissou sowie Srdjan Lakic auch. Außerdem gilt FC-Trainer Peter Stöger als Konzepttrainer - und das sieht man auch bei der Transferpolitik. Ein Plan ist erkennbar, jede Neuverpflichtung soll einen speziellen Part übernehmen.

In der kommenden Saison soll Zoller also die stotternde FC-Offensive verstärken: Nur 53 Tore schossen die Kölner in der abgelaufenen Saison. Und in der kommenden Spielzeit warten Mats Hummels, Sokratis, Dante oder Emir Spahic. Mit Zoller kommt einer, der schon bewiesen hat, dass er auch gegen die Großen treffen kann. Im DFB-Pokal-Halbfinale markierte der Stürmer den einzigen Treffer bei der 1:5-Pleite des FCK gegen den FC Bayern und war über die gesamte Spieldauer ein Gefahrenherd.

Zweikampf- und laufstark

Besonders auswärts kann Zoller dank seiner Zweikampfstärke für den FC sehr wertvoll werden. 44 Prozent seiner Duelle entschied der 22-Jährige für sich. Dadurch kann er auch mal Bälle in der Spitze halten und warten, bis die Mittelfeldspieler nachrücken. Zum Vergleich: Der beste Angreifer der Geißböcke, Patrick Helmes, gewann nur 37 Prozent seiner Zweikämpfe.

Dank Zoller wird das Angriffsrepertoire der Kölner erweitert. Er lässt sich häufiger fallen und kann auch über die Flügel kommen. Diese Variabilität hat dem FC bei der Aufstiegssaison manchmal gefehlt. Außerdem kann Stöger nun ein, zwei oder sogar drei Spitzen einsetzen - je nach Gegner und Spielsituation. Eine weitere Stärke des Neuzugangs sind seine Tempoläufe. Zoller reißt Löcher in die gegnerische Abwehr, um so Räume für seine Mitspieler zu schaffen.

Von der 3. Liga in die Bundesliga

"Wir werden viel Freude an ihm haben. Er ist wahnsinnig schnell und abschlusssicher", sagte Stöger über den Neuzugang, der bei mehreren Vereinen auf der Wunschliste stand. Zoller hat sich kontinuierlich nach oben gearbeitet. "Ich habe viel dazu gelernt in den letzten zwei Jahren. Ich glaube, dass ich es auch in der Bundesliga schaffen kann", sagte er.

Vor zwei Jahren ging er noch beim VfL Osnabrück in der 3. Liga auf Torejagd. Damals hatte sich Zoller sogar überlegt, die Schuhe komplett an den Nagel zu hängen. "Mein Vertrag beim Karlsruher SC ist damals ausgelaufen und es war nicht klar, wie es bei mir weitergeht. Ich bin dann nach Osnabrück gewechselt, was sich als absoluter Glücksfall herausgestellt hat", erklärte er. In Köln soll der Höhenflug des Senkrechtstarters weitergehen.

Michael Sapper

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