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02.03.2014 - 16:04 Uhr


Thy: "Wir haben zuhause etwas gutzumachen"

St. Paulis Lennart Thy ist mit seiner Torausbeute von zwei Treffern nicht zufrieden (© Imago)

"Ich habe nie an diesem Schritt gezweifelt", sagt Thy (l.), der im Sommer aus Bremen nach Hamburg wechselte

Insgesamt bestritt Thy fünf Bundesliga- und 36 Zweitligapartien. In Liga 2 markierte er dabei drei Treffer

München - Fußball paradox beim FC St. Pauli. Während die Kiezkicker auswärts eine Macht sind, schwächeln die Hamburger am heimischen Millerntor. Das soll sich im Topspiel gegen Union Berlin am Montagabend (ab 20 Uhr im Live-Ticker) ändern. Vor dem Verfolgerduell um die Aufstiegsplätze spricht St.-Pauli-Stürmer Lennart Thy mit bundesliga.de über den Heim-Fluch, das Aufstiegsrennen - und kritisiert seine Torausbeute.

bundesliga.de: Herr Thy, der FC St. Pauli ist wie die meisten Konkurrenten auch durchwachsen ins neue Jahr gestartet, liegt aber dennoch aussichtsreich im Rennen um die Aufstiegsplätze. Wie bewerten Sie die Leistungen im Jahr 2014? Wie zufrieden sind Sie?

Lennart Thy: Mit den ersten Spielen kann man sicher nicht so zufrieden sein, was die Punkteausbeute angeht. Gerade wenn man aus der Wintervorbereitung kommt, möchte man natürlich mit einem Sieg starten. Wir haben nach den zwei Spielen konzentriert weitergearbeitet und dann gegen Dresden auch verdient gewonnen. An diese Leistung müssen wir jetzt anknüpfen.

bundesliga.de: Was macht die Mannschaft gut, wo muss sie sich noch verbessern?

Thy: Die ersten Spiele haben, denke ich, gezeigt, dass wir noch kompakter stehen müssen, besonders in den letzten Minuten. Wenn wir in Führung sind, müssen wir cleverer damit umgehen. Wenn wir Chancen haben, müssen wir die besser ausnutzen und dann vielleicht auch mal den Deckel draufmachen. So etwas wie in Bielefeld darf uns nicht passieren. Das ist aktuell das Wichtigste.

bundesliga.de: St. Pauli hat sechs der letzten acht Auswärtsspiele gewonnen, aber auch nur eins der letzten sieben Heimspiele. Warum tut sich die Mannschaft auswärts so viel leichter als im eigenen Stadion? Wo liegen die Probleme vor heimischer Kulisse, wo die letzten drei Heimspiele ohne eigenem Tor alle verloren wurden?

Thy: Das ist schon eine harte Statistik. Das war in den letzten Jahren nicht so. Eigentlich steht St. Pauli ja dafür, zuhause eine Macht zu sein. Gerade mit den Zuschauern im Rücken kann man viele Gegner schon einschüchtern. Wir können uns momentan selbst nicht erklären, warum es auswärts besser läuft als daheim. Aber das muss sich natürlich ändern. Wir dürfen nicht so früh ins offene Messer laufen und müssen Zuhause wieder kompakter und geduldiger spielen. Mit unseren Fans im Rücken können wir auch hinten raus noch das entscheidende Tor machen.

bundesliga.de: Sie wechselten im Sommer 2012 vom Werder Bremen zum FC St. Pauli, obwohl Sie auch einige Einsätze in der Bundesliga hatten. Hat sich dieser Schritt für Sie ausgezahlt? Inwieweit haben sich Erwartungen erfüllt?

Thy: Ich stehe voll und ganz hinter dem Schritt und habe auch nie daran gezweifelt. Es fing dann auch gut an, bis auf meine Verletzung im letzten Jahr. Ich habe bisher schon viele Spiele absolviert und ich möchte daran anknüpfen, dass das bis zum Saisonende und darüber hinaus dann so weitergeht.

bundesliga.de: In Ihrer Jugend haben Sie sich als Torjäger einen Namen gemacht und waren u.a. Torschützenkönig der U17-Europameisterschaft. Im Profibereich tun Sie sich deutlich schwerer. In dieser Saison haben Sie bislang zwei Tore erzielt. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Ausbeute?

Thy: Damit kann ich natürlich noch nicht zufrieden sein. Ich versuche jetzt trotzdem, weiter Gas zu geben und mich davon nicht beirren zu lassen. Ich habe mir selbst aber mehr vorgenommen. Jetzt hoffe ich, dass der Knoten dann auch platzt.

bundesliga.de: Wenn Sie sich nun die spannende Tabellenkonstellation in der 2. Bundesliga anschauen. Mit welcher Zielsetzung geht der FC St. Pauli in die letzten 12 Spiele? Welche Chancen rechnen Sie sich auf den Aufstieg aus?

Thy: Es wurde ja schon oft gesagt: "Wenn wir dieses Spiel gewinnen, sind wir noch näher dran." Und immer wieder gab es auch Rückschläge. Von daher denken von Spiel zu Spiel. Jetzt bereiten wir uns konzentriert auf das Spiel gegen Berlin vor, um die Punkte am Millerntor zu behalten. Danach können wir gerne auf die Tabelle schauen.

bundesliga.de: Am Montag kommt es zum Verfolgerduell gegen Union Berlin. Wie stark schätzen Sie die Berliner ein, gegen die sie im Hinspiel nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren? Wie wird St. Pauli das Spiel angehen?

Thy: Die letzten Spiele zwischen uns waren eigentlich immer recht torreich. Wir spielen zuhause und haben da ein bisschen was gutzumachen vor unseren Fans. Von daher ist es erst mal wichtig, kompakt zu stehen und nicht gleich ins offene Messer zu laufen. Dann wollen wir unser Spiel aufziehen und wieder zu Toren kommen.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski

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