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2. Bundesliga

23.07.2013 - 16:52 Uhr


Köln gegen Düsseldorf: Brisanz und Tradition

Der neue Köln-Manager Jörg Schmadtke hat eine Vergangenheit als Fortuna-Profi

Der neue Köln-Manager Jörg Schmadtke hat eine Vergangenheit als Fortuna-Profi

Dresden/Köln - Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Mit Abpfiff des aus Kölner Sicht etwas unglücklichen 1:1 in Dresden begann der Countdown für das große Derby gegen die Düsseldorfer Fortuna.
1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf - das klingt nach viel Brisanz und reichlich Tradition. Hier der dreifache Deutsche Meister und viermalige DFB-Pokalsieger, da die Gäste, die ein Mal Meister und zwei Mal Pokalsieger wurden.

Letzter Vergleich 1998/99



Aus Sicht der FC-Fans hat die Partie als Derby aber nicht wirklich riesige Bedeutung. Letztmals trafen sich "Geißböcke" und "Flingeraner" in der Spielzeit 1998/99 zu Pflichtspielen. Zugleich waren es die einzigen Begegnungen der beiden Teams in der 2. Bundesliga. Düsseldorf stieg nach der Saison ab und tauchte erst ein Jahrzehnt später wieder in der 2. Bundesliga auf.

Der "Effzeh" hingegen stieg im Jahr 2000 wieder ins Oberhaus auf. Dort waren es seit den 60er Jahren vor allem die Duelle mit Borussia Mönchengladbach, die Fans und Medien in Ekstase versetzten. Das geographisch viel nähere Bayer Leverkusen war in den achtziger und neunziger Jahren auf sportlicher Ebene oft der größte Rivale in der Region.

Köln historisch klar vorne



Insgesamt spricht die Pflichtspielbilanz beider Clubs klar für Köln: Der FC gewann mit 27 Partien genau die Hälfte der 54 Begegnungen, die Fortuna nur 13. In der letzten gemeinsamen Saison vor 15 Jahren gewannen beide Teams jeweils ihr Heimspiel. Davor blieben die "Geißböcke" allerdings fast ein Jahrzehnt ungeschlagen gegen F95.

Aus Fansicht rührt die Rivalität aktuell denn auch eher aus der traditionellen Konkurrenz der beiden Städte - hier die größte Metropole Nordrhein-Westfalens, da die schicke Landeshauptstadt. Am meisten verheißt diese Begegnung derzeit aus rein sportlicher Sicht.

Beide gelten als Aufstiegskandidaten



Der Absteiger aus Düsseldorf und der FC, der nur knapp die Relegationsspiele verpasste, gelten nach dem 1. FC Kaiserslautern als Topfavoriten für den Aufstieg. Wenig überraschend bezeichneten vor dem Saisonstart sowohl FC-Coach Peter Stöger als auch Fortuna-Trainer Mike Büskens das jeweils andere Team als Aufstiegskandidaten.

Die aktuelle Form beider Teams spricht stark dafür, dass beide diesen Erwartungen gerecht werden. In Köln ist die Stimmung trotz des Punktverlustes in Dresden sehr gut. Dem neuen Cheftrainer aus Österreich wird exzellente Arbeit bescheinigt, und Sportdirektor Jörg Schmadtke hat einen ausgewogenen Kader mit hoher individueller Qualität zusammengestellt. Die Fortuna schlug im Montagsspiel den FC Energie Cottbus mit 1:0, auch Stöger und Schmadtke wurden vor Ort Zeugen eines hochverdienten Düsseldorfer Sieges.

Schmadtke kennt sich aus in Düsseldorf



Nach dem Spiel in Dresden lobte Schmadtke sein Team: "Die Struktur hat mir gut gefallen, man konnte eine Idee wiederfinden." Auf den kommenden Gegner wollte der sportliche Leiter allerdings noch nicht eingehen. Dabei kennen sich in Düsseldorf nur wenige besser aus als der frühere F95-Torwart. Von 1985 bis 1993 bestritt er 244 Erst- und Zweitligaspiele für die Fortuna.

Dennoch sieht Schmadtke in dieser Konstellation nicht unbedingt etwas Besonderes: "Wir werden ein ausverkauftes Haus und danach wieder neue Erkenntnisse über unsere Mannschaft haben - das ist doch schön." Emotionaleres war dem 49-Jährigen noch nicht zu entlocken. Ein heißes Derby wird es sicher trotzdem werden.

Andre Anchuelo
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