offizielle Webseite

Liveticker

2. Bundesliga

18.07.2013 - 18:18 Uhr


Heiße Tipps fürs Rampenlicht - Teil 2: Amedick bis Zimmermann

München - Nachfolger für Ronny, Ginczek und Co. gesucht: bundesliga.de stellt 18 Spieler vor, die sich in der kommenden Zweitligasaison ins Rampenlicht spielen könnten. Wer wird zum Star in der neuen Spielzeit, die am Freitagabend beginnt (ab 18:15 Uhr im Live-Ticker)? Die Kandidaten im Kurzporträt:
teaser-image

FC St. Pauli: Michael Gregoritsch (19)

Nach dem Weggang von Daniel Ginczek soll mit Michael Gregoritsch erneut ein Leihspieler für Tore am Millerntor sorgen. Der Österreicher traf vergangene Saison in der Regionalliga für die zweite Mannschaft Hoffenheims in 28 Einsätzen elf Mal. Gregoritsch ist ein kopfballstarker Strafraumstürmer - in Österreich wird er mit Marc Janko verglichen. Er weiß sich durchzusetzen und gewann in der österreichischen Bundesliga für einen Stürmer beachtliche 43 Prozent seiner Zweikämpfe. Im April 2010 sorgte Gregoritsch für Schlagzeilen, als er vier Tage vor seinem 16. Geburtstag für den Kapfenberger SV traf und damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der österreichischen Bundesliga avancierte.

teaser-image

SC Paderborn: Martin Amedick (30)

Martin Amedick spielte bereits in der Jugend von 1995 bis 1998 beim SCP, kennt also Verein und Umfeld. In seiner Zweitligakarriere (95 Einsätze für Bielefeld, Braunschweig, Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt) gewann Amedick ordentliche 62 Prozent seiner Zweikämpfe, vor allem in der Luft ist er stark. Amedick ist bei Standards enorm torgefährlich: Sechs seiner neun Zweitligatore und drei seiner vier Bundesliga-Tore gelangen ihm per Kopf. In dieser Hinsicht war der SCP 12/13 schwach: Nur sechs Kopfballtore waren gleichauf mit Aalen Ligaminus. Umgekehrt kassierte Paderborn in der Vorsaison überdurchschnittliche 13 Kopfballgegentore - auch hier könnte Amedick helfen.

teaser-image

FC Ingolstadt: Philipp Hofmann (20)

Der Leihspieler vom FC Schalke soll in Ingolstadt den nächsten Schritt machen, weil in Gelsenkirchen die Back-Up-Position für Klaas-Jan Huntelaar mit Adam Szalai besetzt ist. Hofmann war in der Vorsaison ebenfalls als Leihspieler mit sieben Treffern bester Torschütze des SC Paderborn. Fünf dieser sieben Treffer erzielte er allerdings an den ersten zwölf Spieltagen - in der Folge traf er nur noch zwei Mal, ihm mangelt es noch an Konstanz. Er hatte eine gute Trefferquote, traf im Schnitt mit jedem fünften Torschuss. Hofmann ist ein klassischer Zentrumsspieler, der auf Zuspiele angewiesen und selten auf die Flügel ausweicht. Trainer Marco Kurz sagt: "Wir sind überzeugt davon, dass er uns mit seiner Qualität weiterhelfen wird."

teaser-image

VfL Bochum: Christian Tiffert (31)

Goodbye Seattle: Nach knapp acht Monaten hat Tiffert genug vom Abenteuer USA. Nachdem das Youngster-Duo Goretzka (18, zu Schalke) und Kramer (22, zu Gladbach) auf der Doppelsechs Geschichte ist, soll der Routinier für Ordnung und Stabilität beim VfL sorgen. Tifferts Stärken liegen in der Offensive. In seinen letzten beiden Bundesliga-Spielzeiten in Kaiserslautern gehörte er zu den fleißigsten Vorbereitern der Liga. Tiffert schlägt gute Standards - und auf ruhende Bälle legt Trainer Peter Neururer bekanntlich großen Wert. Der 31-Jährige absolvierte bislang 225 Bundesliga- und 58 Zweitligaspiele. Tiffert bringe alles mit, um "der Kopf unseres Mittelfeldes zu werden", sagt Neururer. "Er kann ein Spiel lesen und lenken."

teaser-image

FC Erzgebirge Aue: Solomon Okoronkwo (26)

Der Nigerianer soll die Sturmmisere bei Aue beenden - in der Vorsaison gelangen den Sachsen nur 13 Angreifertore. Lediglich die Angreifer von Aalen und Duisburg trafen noch seltener. Okoronkwo hat seine Knipser-Qualitäten bereits bewiesen: In seiner bisher letzten Saison in Deutschland 07/08 traf er für Hertha BSC vier Mal, obwohl er seinerzeit nur in drei seiner 22 Bundesliga-Spiele in der Startelf stand. Er traf in jener Spielzeit drei Mal als Joker, benötigte keine lange Anlaufzeit, um ins Spiel zu kommen. Okoronkwo gilt als einsatzfreudiger Spieler, der keinem Duell aus dem Weg geht und viele Zweikämpfe bestreitet. Trainer Falko Götz sagt: "Für unseren Angriff ist er sicher eine Bereicherung und eine echte Verstärkung." Der Coach kennt Okoronkwo noch aus gemeinsamen Hertha-Tagen.

teaser-image

Dynamo Dresden: Soufian Benyamina (23)

Dynamo Dresden stellte vergangene Saison mit nur 36 Treffern die schwächste Offensive der Liga - Soufian Benyamina soll mithelfen, dies zu ändern. Der 23-Jährige war in der 3. Liga ein veritabler Torjäger, steigerte seine Trefferzahl in den vergangenen vier Drittliga-Spielzeiten stetig: von drei 09/10 für Jena, über sieben und neun auf zwölf in der vergangenen Saison jeweils für den VfB Stuttgart II. Trotzdem hatte er kaum Perspektive auf das Bundesliga-Team, im Vorjahr kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen. "Ich hoffe, dass mir bei Dynamo der nächste Entwicklungsschritt gelingt", sagt der Vollblutstürmer. Die Eingewöhnung dürfte leicht fallen: Seine Mutter kommt aus Dresden, die Stadt kennt er bereits.

teaser-image

SV Sandhausen: Matthias Zimmermann (21)

Der Leihspieler von Borussia Mönchengladbach bestritt das Gros einer Profispiele als Rechtsverteidiger. Auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld kam er nur selten zum Einsatz. In Fürth bestritt er im Vorjahr 15 Spiele - das sollen nun deutlich mehr werden. Zimmermann ist sehr einsatzfreudig, bissig, ein kleiner "Terrier", rennt die Linie rauf und runter. Trotz seiner Jugend hat er schon Erfahrung vorzuweisen: Beim KSC war er bereits mit 17 Jahren Stammspieler, bestritt 50 Zweitligapartien. Für Mönchengladbach und Fürth kamen insgesamt 16 Bundesliga-Spiele hinzu. Auch wenn er bei Gladbach den Durchbruch nicht schaffte und in Fürth selten überzeugte, hat Zimmermann zweifelsohne Potential. Vor wenigen Jahren gehörte er zu den hoffnungsvollsten Nachwuchskräften Deutschlands und wurde zweimal mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet: Bronze 2010 bei den U 18 - Gold ging an Götze; Silber 2011 bei den U 19 - Gold ging an ter Stegen.

teaser-image

Karlsruher SC: Reinhold Yabo (21)

Yabo ist ein Mann für das defensive Mittelfeld, der deutlich spielstärker ist als das Duo, das beim KSC vergangene Saison auf der Doppelsechs gesetzt war (Peitz/Varnhagen). Er hat auch Offensivqualitäten: Vergangene Saison traf er für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln in der Regionalliga West sechs Mal. Yabo war 2009 beim Gewinn der U-17-Europameisterschaft Kapitän des deutschen Teams, in dem seinerzeit auch Marc-Andre ter Stegen und Mario Götze standen. Zweimal wurde er mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet. Beim 1. FC Köln kam Yabo zuletzt nur in der zweiten Mannschaft zum Zuge. Das ist vielleicht sogar ein gutes Omen: Mit Giovanni Federico, der den KSC 2007 in die Bundesliga schoss, landeten die Badner mit einem Neuzugang aus Kölns zweiter Mannschaft schon einmal einen Glücksgriff.

teaser-image

Arminia Bielefeld: Fabian Klos (25)

Fabian Klos wurde vergangene Saison mit 20 Treffern Torschützenkönig der 3. Liga. Er traf damit mehr als doppelt so oft wie jeder andere Bielefelder. Die Arminia war von ihm abhängig, auch in der 2. Bundesliga wird es auf die Treffer des 1,94-Hünen ankommen. Klos war 12/13 der Mann für die wichtigen Tore: Neun Mal brachte er die Arminia in Führung, sieben Mal sorgte er für den Ausgleich. Nur eines der 15 Spiele, in denen er traf, ging verloren. Trotz lukrativen Angeboten anderer Clubs verlängerte er kurz nach dem Aufstieg auf der Alm. "Natürlich gab es andere Anfragen und Angebote", sagte Klos im Mai: "Aber nach dieser tollen Saison und der Krönung am letzten Wochenende war mein erklärtes Ziel immer, auf jeden Fall bei Arminia zu bleiben."



Teil 1: Kenia, Ring und Co.

Verwandte Artikel
Stadion-Besuch?
2. Bundesliga

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH