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2. Bundesliga

19.06.2014 - 14:30 Uhr


"Ich wünsche mir einen Gegner auf Augenhöhe"

FC-Vizepräsident Harald Schumacher freut sich sehr auf die neue Bundesliga-Saison (© Imago)

Der 60-Jährige fiebert der Bekanntgabe des Spielplans am kommenden Dienstag entgegen (© Imago)

"Ehrlich gesagt bin ich schon ziemlich gespannt. Die Sommerpause ist ja ziemlich lang und mit dem Spielplan wächst natürlich die Vorfreude", sagt Schumacher (l.) (© Imago)

Köln - Nach zwei Jahren Abstinenz spielt der 1. FC Köln wieder in der Bundesliga. Als souveräner Meister der 2. Bundesliga schafften die Domstädter den Aufstieg. Nun fiebern die Rheinländer dem kommenden Dienstag entgegen. Dann wird die DFL auf einer Pressekonferenz in Frankfurt den Spielplan für die neue Bundesliga-Saison vorstellen (im Livestream auf bundesliga.de). FC-Legende Harald "Toni" Schumacher, der seit zwei Jahren als Vizepräsident dem Vorstand des 1. FC Köln angehört, freut sich sehr auf die neue Saison und spricht im bundesliga.de-Interview über die Bedeutung des Auftaktprogramms.

bundesliga.de: Herr Schumacher, Sie haben in einigen Interviews bereits gesagt, dass Sie sich in der kommenden Saison in der Bundesliga wieder vor allem auf die Samstagsspiele um 15:30 Uhr freuen, die klassische Anstoßzeit der Bundesliga. Am kommenden Dienstag wird nun der neue Bundesliga-Spielplan veröffentlicht. Kribbelt es bei Ihnen vor der Veröffentlichung des Spielplans oder sind Sie völlig gelassen?

Harald Schumacher: Ehrlich gesagt bin ich schon ziemlich gespannt. Die Sommerpause ist ja ziemlich lang und mit dem Spielplan wächst natürlich die Vorfreude.

bundesliga.de: Welchen Gegner würden Sie sich zum Auftakt wünschen?

Schumacher: In jedem Fall einen Gegner auf Augenhöhe.

bundesliga.de: Wie wichtig ist ein auf dem Papier "machbares Auftaktprogramm" gerade für einen Aufsteiger?

Schumacher: Wichtig ist, dass wir am Ende über dem Strich stehen. Selbstverständlich ist es nach einem Aufstieg gut, wenn man in den ersten Spielen punktet, dadurch das Selbstvertrauen stärkt und früh das Gefühl bekommt, dass man mithalten kann.

bundesliga.de: Oder sind die ersten Gegner völlig egal, weil auch die Topteams noch nicht richtig ihren Rhythmus gefunden haben?

Schumacher: Es kann für einen Aufsteiger ein Vorteil sein, anfangs auf die Topteams zu treffen, weil man die Aufstiegseuphorie noch nutzen kann und die Gegner vielleicht noch nicht richtig in ihrem Rhythmus sind, gerade nach einer WM. Aber verlassen darf man sich darauf nicht.

bundesliga.de: Inwieweit hat der 1. FC Köln Wünsche an die DFL hinsichtlich des Spielplans kommuniziert? Wie waren Ihre Erfahrungen in den letzten Jahren?

Schumacher: Solche Dinge regelt unsere Geschäftsführung, da sind wir als Präsidium außen vor. Wir teilen der DFL mit, wenn es organisatorische Besonderheiten gibt, so wie das jeder Club macht. Ich kann mich nicht erinnern, dass es da mal Probleme gegeben hätte.

bundesliga.de: Der FC hat seit Jahren kein Auftaktspiel mehr gewonnen. Warum tat sich der Verein so schwer?

Schumacher: Man muss jedes Jahr einzeln betrachten. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist der FC seit 2008 immer mit einem neuen Trainer in die Saison gestartet, war gerade auf- oder abgestiegen oder hatte einen Umbruch im Team. Und so richtig leichte Spiele waren auch nicht dabei. Dadurch entstehen dann schnell solche Statistiken, obwohl das eigentlich gar keinen Sinn ergibt.

bundesliga.de: Sie selbst sind einmal mit dem FC zum Saisonauftakt in Düsseldorf 1:5 untergegangen und anschließend trotzdem Deutscher Meister geworden. An welche Saisonpremieren und Besonderheiten erinnern Sie sich noch?

Schumacher: Ich erinnere mich besonders an ein paar Auftaktspiele nach den großen Turnieren, weil das immer spezielle Jahre waren. Zum Beispiel 1980, kurz nach dem Gewinn der Europameisterschaft. Da mussten wir mit dem FC zum Auftakt in Bielefeld spielen und haben 5:2 gewonnen.

bundesliga.de: Wie gut aufgestellt geht der 1. FC Köln in die neue Saison, nachdem bereits viele Transfers unter Dach und Fach gebracht wurden?

Schumacher: Das Trainerteam ist in diesem Jahr nicht neu, sondern voll etabliert. Die gesamte Führungsmannschaft steht, und dass wir schon Mitte Juni alle Neuzugänge komplett haben, ist vermutlich Rekord. Alle haben Hand in Hand gearbeitet und einen guten Job gemacht. Insofern kann ich sagen: Wir sind super aufgestellt. Jetzt geht’s darum, sich gut vorzubereiten und das Ganze auf dem Platz umzusetzen.

bundesliga.de: Wie lautet das Saisonziel?

Schumacher: Klassenerhalt.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski

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