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2. Bundesliga

02.09.2013 - 15:45 Uhr


FC-Euphorie: 4:1-Gala - und Helmes!

Der verlorene Sohn kehrt heim: Patrick Helmes trägt künftig wieder das Trikot mit dem Geißbock (© Imago)

Zuletzt war Helmes, hier während seiner ersten Kölner Zeit, bei Wolfsburg aktiv. Er erzielte in 98 Bundesliga-Spielen 45 Tore

Diese Herren probten gegen Aue schonmal das Feiern mit ihrem neuen Offensivkollgen: Anthony Ujah (l.), Yannick Gerhardt (u.) und Slawomir Peszko

Köln - In Köln tut sich was. In allen Bereichen. Während die Mannschaft immer noch ungeschlagen nach dem 4:1-Erfolg gegen Erzgebirge Aue so langsam aber sicher ins Rollen zu kommen scheint, wurde auch der Kader weiter prominent verstärkt. Am Montag gab der 1. FC Köln die Verpflichtung von Patrick Helmes aus Wolfsburg bekannt.
Der frühere Nationalspieler (13 Länderspiele) stürmte schon von 2005 bis 2008 stürmte für den 1. FC Köln und gehörte zu den Aufstiegshelden vor fünf Jahren. Die Torquote des gebürtigen Kölners ist überragend. In 98 Bundesliga-Spielen traf er 45 Mal, in 52 Zweitliga-Spielen netzte er 31 Mal ein.

"Bin topfit - und möchte mit dem FC in die Bundesliga"



Nun unterschrieb der 29-Jährige einen Dreijahres-Vertrag beim FC. "Ich bin sehr glücklich, wieder beim 1. FC Köln spielen zu können", sagte Helmes. "Ich bin topfit und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein wieder da hinkommt, wo er mit diesem Umfeld und den tollen Fans einfach hingehört - in die Bundesliga."

Die Teamkollegen empfangen den Torjäger mit offenen Armen. "Er bringt eine Qualität mit, die wir in der Mannschaft gut gebrauchen können", sagte der Yannick Gerhardt, dem gegen Aue sein sehenswertes Premierentor als FC-Profi zur frühen 1:0-Führung gelang, und der sich gerne an Helmes' Auftritte im FC-Trikot erinnert. "Ich habe ihn selbst noch in der Aufstiegssaison von der Tribüne aus beobachtet, als er zusammen mit Milivoje Novakovic so viele Tore gemacht hat."

Auch Teamkollege Marcel Risse sieht die Helmes-Verpflichtung sehr positiv. "Er ist eine Superverstärkung", freut sich der gegen Aue wieder als zweifache Torschütze erfolgreiche Mittelfeldakteur. "Einen Spieler wie Helmes kann man immer gebrauchen. Er ist ein Stürmer, der viele Tore schießt und ein guter Charakter zudem."

Transfers top, Leistung top: FC endgültig Aufstiegsfavorit



Mit einem fitten Helmes gehört Köln dann endgültig zum Kreis der Topfavoriten auf den Bundesliga-Aufstieg. Denn nicht nur der Kader wird qualitativ immer besser, auch die Leistungskurve auf dem Spielfeld zeigte zuletzt steil nach oben. Gegen den FC Erzgebirge Aue, immerhin als Tabellen-Zweiter nach Köln gereist, lieferten die Rheinländer endlich einmal über 90 Minuten eine starke Leistung ab. Beflügelt vom sehenswerten Blitztor von Gerhardt schon nach 65 Sekunden spielte der FC die überforderten Sachsen mit 4:1 an die Wand.

Damit verbesserten sich die immer noch unbesiegten Kölner zumindest vorübergehend auf Platz 3 der Tabelle. "Wir sind fast zufrieden. Es hat vieles ganz gut funktioniert", spielte FC-Trainer Peter Stöger die beste Saisonleistung dennoch etwas herunter. "Diese drei Punkte tun uns gut. Wir haben einen Sprung in der Tabelle gemacht. Wir wissen aber, dass sich nichts verändert hat, weil alles sehr eng ist."

Peszko trifft trotz Erkältung



Die Fans sahen das etwas anders und feierten ihren FC, als stünde der Aufstieg unmittelbar bevor. Standing Ovations gab es bei den Auswechslungen für Youngster Gerhardt und auch für Heimkehrer Slawomir Peszko. Der polnische Nationalspieler, der mit einer Erkältung ins Spiel ging, lieferte in seinem ersten Spiel im Geißbock-Trikot seit seiner Rückkehr vor zehn Tagen eine starke Vorstellung ab, die er mit einem Tor und einem Assist krönte. "Es war sehr emotional für mich, die Stimmung war toll", strahlte der 28-Jährige.

Nach der Länderspielpause warten zwei dicke Brocken auf den FC. Zunächst reisen die Kölner zu Energie Cottbus. Anschließend gastiert der Angstgegner 1. FC Kaiserslautern im RheinEnergieStadion. Wenn die Domstädter auch in diesen Spielen weiter fleißig punkten, dürften die Aufstiegsambitionen immer konkreter werden. Nicht zuletzt wegen Helmes sieht dies auch Sportdirektor Jörg Schmadtke so: "Mit dem Transfer sind wir unseren Aufstiegsambitionen ein Stück näher gekommen."

Aus Köln berichtet Tobias Gonscherowski
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