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2. Bundesliga

27.07.2013 - 16:43 Uhr


Endlich Derby: FC und Fortuna laufen heiß

Wer jubelt am Sonntag? Fortuna-Stürmer Stefan Reisinger (l.) und Kölns Anthony Ujah trafen beide am 1. Spieltag

Das letzte Derby ist über 14 Jahre her. Das hat selbst Andreas Lambertz (l.), mittlerweile elf Jahre bei der Fortuna - nicht mehr miterlebt. "Für die Fans ist es natürlich das Highlight der Saison", sagt er

Beim Saisonauftakt schlug sich Düsseldorf (1:0 gegen Cottbus) besser als Köln, das wegen eines Patzers von Timo Horn (r.) gegen Dresden nur 1:1 spielte

Köln - Beide Fan-Lager laufen schon seit Wochen heiß, in Köln und Düsseldorf elektrisiert das erste rheinische Derby seit über 14 Jahren (Sonntag, ab 15:15 Uhr im Live-Ticker) einfach alle. "Die Vorfreude ist riesengroß, das wird etwas Außergewöhnliches werden", sagte der neue FC-Trainer Peter Stöger vor seinem ersten Heimspiel als Coach der Geißböcke, das gleich eines der wichtigsten der Saison werden wird.
"Schon als der Spielplan herauskam, war mir klar, was mich auf zukommt. Ich finde die Kombination erstes Heimspiel der Saison, mein erstes Heimspiel und das erste Derby seit zig Jahren super", sagt der Österreicher: "Sollten wir gewinnen, weiß ich nicht, was dann abgehen würde. Dann müssten wir wohl eher ein bisschen auf die Euphoriebremse treten, dann wird es hier ein Tollhaus."

"Derbys sind das Salz in der Suppe"



Beim letzten Pflichtspielduell 1999 (2:1 in Düsseldorf, ebenfalls in der 2. Bundesliga) war Doppeltorschütze Marek Lesniak der gefeierte Düsseldorfer Held. Der letzte Sieg der Fortuna in Köln liegt noch zehn Jahre länger zurück: 1989 stand Fortuna-Coach Mike Büskens noch selbst auf dem Platz. "Derbys sind das Salz in der Suppe. Man darf es aber nicht übersteuern", sagte der gebürtige Düsseldorfer: "Natürlich gibt es eine Rivalität, aber davon lebt der Sport bekanntlich. Und solange sich die Anhänger gegenseitig auf die Schippe nehmen, ist das doch wunderbar", sagt Büskens, der mit seinem Team am 1. Spieltag 1:0 bei Energie Cottbus gewann.

Sportlich steht Stöger also mehr unter Zugzwang als sein Düsseldorfer Amtskollege Büskens. "Es wäre schön, nach dem 1:1 in Dresden den ersten Saisonsieg zu landen", sagt Stöger. Ob dabei auch Innenverteidiger Bruno Nascimento mithelfen wird, ließ der Trainer derweil noch offen. Der Brasilianer hatte den Saisonauftakt wegen eines Trauerfalls in der Familie verpasst, ist aber seit Montag wieder im Mannschaftstraining dabei und könnte für Roman Golobart ins Team rücken. Mit Ausnahme der verletzten Kevin McKenna, Adil Chihi und Sascha Bigalke sowie dem rotgesperrten Kacper Przybylko stehen Stöger alle Spieler zur Verfügung.

"Applausminute" für Flohe



Sicher dabei sein aus Kölns "überdurchschnittlichem Kader" (Büskens) wird also auch Anthony Ujah, der schon am 1. Spieltag traf. Büskens ist gewarnt: "Er hat in der vergangenen Saison schon zweistellig getroffen. Die Kölner haben nicht ohne Grund um ihn gekämpft", sagt Büskens: "Dass der FC seine Stärken in der Offensive hat, heißt aber nicht, dass wir uns nur aufs Verteidigen konzentrieren. Wir fahren nach Köln, um dort etwas mitzunehmen." Fortuna fehlen Stelios Malezas (Knie-OP), Heinrich Schmidtgal (Trainingsrückstand) und Ilhas Bebou (Schädelfraktur). Änderungen in der erfolgreichen Fortuna-Startelf sind nicht zu erwarten, auch wenn Büskens seine Aufstellung noch nicht verriet.

Der FC nutzt indes den großen Rahmen, um eine seiner Clubidole zu gedenken: Köln wird vor der Partie des am 15. Juni verstorbenen Heinz Flohe mit einer sogenannten Applausminute würdigen. Zudem läuft das FC-Team zu Ehren des Weltmeisters von 1974 gegen Düsseldorf mit Trauerflor auf. "Eine Applausminute, wie man sie aus England und Italien kennt, ist eine schönere und angemessenere Form am Heinz Flohe zu erinnern, als 60 Sekunden zu schweigen", erklärte Kölns Pressesprecher Tobias Schmidt.

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