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2. Bundesliga

19.07.2013 - 14:17 Uhr


Ebbers: "St. Pauli ist eine Wundertüte"

Mode statt Fußball: Marius Ebbers betreibt inzwischen einen Modeladen in Hamburg

Ebbers gehört dem 100er-Club der 2. Bundesliga an. Er trat in 273 Spielen 102 Mal ins Tor

Am 12. Mai dieses Jahres bestritt Ebbers sein letztes Zweitligaspiel am Millerntor

Hamburg - Nach 15 Jahren Profifußball hat Marius Ebbers im Mai seine Karriere beendet. In seiner letzten Saison knackte der Stürmer des FC St. Pauli noch die 100-Tore-Marke in der 2. Bundesliga. Insgesamt bestritt der 35-Jährige 77 Bundesliga-Spiele (6 Tore) und 273 Partien in der 2. Bundesliga (102 Tore) für den MSV Duisburg, Wattenscheid 09, den 1. FC Köln, Alemannia Aachen und zuletzt für den FC St. Pauli. Für bundesliga.de nahm der Torjäger zum Saisonstart (ab 18:15 im Live-Ticker) die Favoriten der 2. Bundesliga unter die Lupe.
bundesliga.de: Herr Ebbers, im Mai haben Sie Ihre Karriere beendet. Sie haben jetzt einen Modeladen in Hamburg. Wie war ein Sommer ohne Saisonvorbereitung und Trainingslager für Sie?

Marius Ebbers: Es war für mich ungewohnt, in diesem Jahr keine Sommervorbereitung zu machen. Es war das erste Mal seit 17 oder 18 Jahren, dass ich nicht im Trainingslager war und zwei- bis dreimal am Tag trainieren musste. Ich habe es aber auch nicht wirklich vermisst.

bundesliga.de: Am Freitag startet die 2. Bundesliga in die neue Saison. Wie intensiv verfolgen Sie das Geschehen?

Ebbers: Ich werde am Freitag im Stadion sein und werde mir das Spiel St. Pauli gegen 1860 München angucken. Ich verfolge das Geschehen nicht mehr so ganz intensiv, bin aber noch auf dem Laufenden und informiere mich.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie die 2. Bundesliga in dieser Saison ein?

Ebbers: Grundsätzlich ist die 2. Bundesliga als sehr stark einzuschätzen. Wir haben in Deutschland sowieso ein sehr hohes Niveau. Ich denke, dass die Liga in dieser Saison sehr ausgeglichen sein wird und es nicht so viele Mannschaften gibt, die so eine Rolle spielen werden, wie Hertha BSC im letzten Jahr. Der 1. FC Kaiserslautern könnte eventuell die Rolle übernehmen. Ansonsten sehe ich eigentlich keine Mannschaft, die so herausragend sein wird.

bundesliga.de: Was trauen Sie Ihren beiden Ex-Vereinen, dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln, zu?

Ebbers: Der 1. FC Köln wird wieder den Anspruch haben, oben mitzuspielen und aufzusteigen. In den letzten Wochen ist dort viel passiert. Es gab einen Trainerwechsel. Man muss gucken, wie die Jungs in die Saison kommen. Der FC St. Pauli ist für mich im Moment noch eine Wundertüte. Da ist im Kader einiges geschehen, es gab viele Neuzugänge und Abgänge. Jetzt ist es eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielern, die das erste Mal so richtig Profiluft schnuppern. Man muss abwarten, wie die Jungs damit zurecht kommen.

bundesliga.de: Welcher Verein könnte überraschen?

Ebbers: Union Berlin hat viel gemacht und einige Spieler geholt. Dem Team traue ich eine gute Rolle zu. Ich rechne auch damit, dass 1860 oben dabei sein wird.

bundesliga.de: Wie stark schätzen Sie die beiden Absteiger Düsseldorf und Fürth ein?

Ebbers: Ich glaube nicht, dass Fürth eine große Rolle spielen und oben angreifen wird. Düsseldorf schon eher. Die haben mit Mike Büskens einen guten Trainer geholt und einige gute Transfers getätigt.

bundesliga.de: Sie selbst haben in der 2. Bundesliga die 100-Tore-Marke geknackt. Wer kann in dieser Saison Torschützenkönig der 2. Bundesliga werden?

Ebbers: Da wage ich keinen Tipp. St. Pauli hat Christopher Nöthe verpflichtet, der vor zwei Jahren um die 15 Buden gemacht hat. Bei Kaiserslautern gibt es mit Mo Idrissou oder Albert Bunjaku mehrere Kandidaten. Oder der Kölner Anthony Ujah. Es gibt einige Spieler in die 2. Bundesliga, die knipsen können. Dann wird sicher wieder einer von den Jungen kommen, wie im letzten Jahr Daniel Ginczek mit seinen 18 Toren bei uns. Ich bin gespannt.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski


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