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2. Bundesliga

12.05.2014 - 14:05 Uhr


Die Highlights der Saison

Unverzichtbar: Robert Lechleiter (v., sechs Treffer) war bester Torschütze der Aalener

Wichtigster Spieler: Robert Lechleiter

Der Offensivmann ist das Gesicht der Mannschaft. Seit Januar 2009 ist Torgarant Robert Lechleiter nun schon beim VfR beschäftigt, auch in der vergangenen Spielzeit war er Leistungsträger und mit sechs Treffern bester Torschütze der Elf. Umso tragischer, dass sich der Mann mit der Nummer im Saisonfinish schwer verletzte und mit einem Kreuzbandriss bis in die kommende Hinrunde hinein ausfallen dürfte.

Aufsteiger der Saison: Stefan Ruthenbeck

Als der Aalener Trainer das Amt von Ralph Hasenhüttl übernahm, schlug ihm auch Skepsis entgegen. Ein junger Coach, mit besten Referenzen ausgestattet, aber eben auch mit dem vermeintlichen Makel, aus dem Nachwuchsbereich zu kommen. Stefan Ruthenbeck hat alle Skeptiker überzeugt: Wer Aalen spielen sieht, erkennt die Handschrift eines Mannes, der nichts dem Zufall überlässt und längst auch bei manchem Konkurrenten vorgemerkt sein dürfte.

Tor der Saison: Buballa gegen Union

Ein sehenswerter Treffer in einem bemerkenswerten Spiel. 3:0 fertigte der VfR im vorletzten Heimspiel Union Berlin ab. Der dritte Treffer war dann auch ein ästhetischer Genuss. Daniel Buballa nutzte seine Freiheiten auf der linken Flügel zu einem reichlich ungestörten Spurt auf, der erst im Berliner Strafraum endete. Irgendwann tauchte der Verteidiger vor Keeper Daniel Haas auf und spitzelte das Leder im Fallen am Torwart vorbei ins lange Eck.

Das bleibt hängen: Trotzige Provinz

Sie mussten es auch im zweiten Jahr der Zweitligazugehörigkeit noch manchmal lesen. Immer wieder wird in Texten über den VfR der Städtename mit "Ah" statt mit "Aa" geschrieben. Dabei ist Aalen in Württemberg im Vergleich zur Stadt in Westfalen sogar deutlich größer (66.700/53.400 Einwohner). Und immer wieder muss der Verein über sich lesen, er spiele in der tiefsten Provinz - als sei es eine Leistung, in Hamburg oder Berlin zu leben. Beim VfR haben sie sich einen gewissen Trotz angewöhnt. Und sich sehr gefreut, als Paderborns Pressesprecher Matthias Hack nach dem Aufstieg der Ostwestfalen und einem umkämpften Spiel gegen den VfR einen sarkastischen Spruch parat hatte: "Na, das war gar nicht so schlecht für zwei Abstiegskandidaten."

Tops:

  • Aalen wurde zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, der elfte Platz war eine tolle Leistung. Zwischendurch sah es sogar nach mehr aus. 

  • Aalen kassierte die wenigsten Gegentore nach Konterangriffen (nur eins). 

  • Kein Zufall: Aalen wurde am seltensten vor einem Torschuss ausgekontert - nur 24 Mal. 

  • Nur Ingolstadt ließ weniger Kopfball-Gegentore zu (drei) als Aalen (vier). 

  • Nur Kaiserslautern ließ weniger Freistoß-Gegentore zu (ein) als Aalen (vier). 

Flops:

  • Einzig Aue kassierte mehr Gegentore in der ersten halben Stunde (21) als Aalen (17). 

  • Einzig die Mittelfeldspieler von Sandhausen trafen seltener (sieben Mal) als die Mittelfeldspieler von Aalen (acht Mal). 

  • Nur bei zwei Mannschaften bereiteten die Mittelfeldspieler weniger Tore vor als bei Aalen (17). 

  • Aalen wartete vergeblich auf ein Saisontor aus einem direkt verwandelten Freistoß.

  • Kein Team ließ die Gegner häufiger Flanken als Aalen (524 Mal). 

Christoph Ruf

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