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2. Bundesliga

22.07.2013 - 09:40 Uhr


Anders als erwartet: KSC obenauf, FSV enttäuscht

Karlsruhe und Philipp Klingmann (l., gegen Marcel Kandziora) schafften die perfekte Rückkehr: Ein Sieg in Frankfurt

Dominic Peitz (Nr. 13) erzielt in der 84. Spielminute das 1:0- die Entscheidung

KSC-Trainer Kauczinski gab sich trotz des Sieges bescheiden: "Das sind auch nur drei Punkte. Am nächsten Wochenende wollen wir nachlegen"

Frankfurt - Der Ball flog nach dem Eckstoß von Selcuk Alibaz in hohem Bogen in den Strafraum, Dominic Peitz freute sich über ungewohnte Freiheiten in des Gegners Zone und köpfte die Kugel aus acht Metern zum 1:0-Siegtreffer ins Tor. Die Szene aus der 84. Minute machten den Saisonauftakt in Liga zwei für Aufsteiger Karlsruher SC zu einem besonders gelungenen. Der Erfolg beim FSV Frankfurt ist gut für Selbstvertrauen und Stimmung, die rund 3.000 mitgereisten KSC-Fans riefen nach dem Schlusspfiff: "Der KSC ist wieder da".
Trainer Markus Kauczinski bezeichnete den Sieg als "wichtig": "Wir sind glücklich zu sehen, dass wir mitspielen können." Nicht, dass der kleine, selbstbewusste Mann daran vorher Zweifel gehabt hätte. Der Sieg war auch deshalb nahezu ungefährdet gegen ganz schwache Frankfurter, weil der KSC sich auf seine stabile Defensive aus dem Aufstiegsjahr verlassen konnte. Die beiden Innenverteidiger Jan Mauersberger und Daniel Gordon gestatteten dem Gegner im Verbund mit den beiden defensiven Mittelfeldspielern Reinhold Yabo und Dominic Peitz kaum eine klare Torchance.

Todt: "Wären wir mit einem Unentschieden nicht zufrieden gewesen"



Der KSC hingegen hätte durch seine Angreifer Koen van der Biezen (36.) und Rouwen Hennings (56.) schon eher in Führung gehen können. "Nach dem Spielverlauf wären wir mit einem Unentschieden heute nicht zufrieden gewesen", erklärte Manager Jens Todt. Der KSC ging selbstbewusst ins Spiel und geht mit mehr Vertrauen in die eigene Stärke heraus. Die gewachsene Mannschaft wirkte in Frankfurt stabil und kompakt. Mit Homogenität ersetzt dieses Team den Verlust ihres Ausnahmespielers aus dem Vorjahr, Hakan Calhanoglu, der zum Hamburger SV gewechselt ist.

Von den drei Neuen in der Startelf überzeugte der fleißige Reinhold Yabo, der zudem wenig Abspielfehler machte. Dennis Mast muss sich am linken Flügel steigern und Linksverteidiger Michael Vitzthum spielte solide. "Wir haben Alternativen auf der Bank", freut sich Kauczinski, der mit der Einwechslung von Krebs für Mast (75.) und Micanski für Hennings (63.) das KSC-Spiel noch einmal belebte.

Ernüchterung beim FSV



Trotz aller Freude, darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass das Spiel insgesamt unter der enormen Hitze litt und die beiden Trinkpausen, die Schiedsrichter Florian Meyer den Akteuren gönnte, fast die spektakulärsten Aktionen waren. "Das sind auch nur drei Punkte", betonte Kauczinski und legte gleich den Blick auf das Heimdebüt am kommenden Wochenende gegen St.
Pauli: "Da wollen wir nachlegen." Der KSC ist sich nun endgültig gewiss, in der Liga mithalten zu können.

Beim Viertplatzierten aus dem letzten Jahr, dem FSV Frankfurt hingegen, war die Ernüchterung groß. Die überraschend gute Platzierung aus dem letzten Jahr zu bestätigen, könnte eine zu große Herausforderung für die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann sein. "Wir sind mitten angekommen im Fußballerleben der 2. Bundesliga", sagte Möhlmann nach der Heimpleite enttäuscht. Wenn seine Mannschaft nicht in jedem Spiel eine Topleistung bringe, werde es schwer, Spiele zu gewinnen. Zu viele Fehlpässe und einfach individuelle Fehler produzierten Möhlmanns Profis gegen den KSC. Ein gutes hat die bittere Niederlage im ersten Spiel ja vielleicht aber doch, Michael Görlitz konstatierte: "Jetzt wissen wir, wo wir stehen." Schon nächste Woche bei 1860 München gelte es nun "die Ärmel hochzukrempeln", meinte der Mittelfeldspieler.

Tobias Schächter
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