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2. Bundesliga

03.02.2014 - 11:02 Uhr


Die 2. Bundesliga im Check: Plätze 13 bis 18

München - Die Winterpause in der 2. Bundesliga neigt sich dem Ende zu. bundesliga.de nimmt die Clubs im großen Check unter die Lupe und beleuchtet die Problemzonen, Ziele und Hoffnungsträger. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 13 bis 18.

FSV Frankfurt

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Seit dem 16. Spieltag haben die Hessen nicht mehr gewonnen. Die Folge: Platz 13. Die Ansprüche des Vorjahresvierten liegen in anderen Tabellenregionen. Die Winterpause kam den Bornheimern gerade recht - und wurde intensiv genutzt. Fünf von sechs Testsspielen gewann der FSV. Lediglich gegen den 1. FSV Mainz 05 unterlagen die Frankfurter. Trainer Benno Möhlmann zeigte sich zufrieden mit der Vorbereitung: "Wir fühlen uns gut gerüstet."

Personal: Drei namhafte Neuzugänge verstärken den FSV. Marc Andre Kruska, Andrew Wooten (Foto ©imago) und Faton Toski sorgen für mehr Konkurrenzkampf. Bitter: Kapitän Björn Schlicke zog sich im letzten Testspiel eine Adduktorenverletzung zu. Marc Heitmeier und Joan Oumari werden wohl gemeinsam in der Innenverteidigung gegen Bochum beginnen, sollte Schlicke nicht rechtzeitig fit werden. Marcel Kandziora fällt aufgrund eines Teilrisses der Hüftadduktoren und der Hüftaußenrotatoren vier bis Wochen aus. Gegen Bochum muss zudem Chhunly Pagenburg wegen Rückenbeschwerden passen.

Problemzone: Konstanz und Konzentration waren in der Hinrunde große Mankos des FSV. Drei Mal ging Frankfurt als Verlierer vom Platz, obwohl es zwischenzeitlich in Führung gelegen hatte. Vielleicht glückt es mit Leihstürmer Wooten häufiger, den Sack zuzumachen. Der US-Amerikaner knipste in der Vorbereitung sechs Mal.

Ausblick: Der Auftakt gegen Bochum hat richtungweisenden Charakter. Zwei Punkte liegt der VfL vor dem FSV. Mit einem Erfolg könnte sich Frankfurt im Mittelfeld etablieren und einen direkten Konkurrenten in die Bredouille bringen. Der verstärkte Kader verspricht mehr Qualität - aber auch mehr unzufriedene Reservisten: "Wir haben 19, 20 gleichwertige Spieler, die um die Plätze kämpfen", sagte  Sportgeschäftsführer Uwe Stöver, "da wird es Härtefälle geben." 

Wussten Sie, dass ... einzig die Stürmer von Kaiserslautern mehr Tore erzielten (21) als die Angreifer des FSV (15)?

  

FC Ingolstadt

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Die Generalprobe vor dem Auftakt beim KSC ist dem dem Team von Ralph Hasenhüttl (Foto ©imago) gelungen. 1:0 besiegte der FCI den FC Erzgebirge Aue "Gerade im ersten Abschnitt war das sehr vernünftig. Uns ist es gelungen, viele Chancen zu erspielen", sagte Hasenhüttl: "Insgesamt ist das der Weg, den wir gehen wollen." Alle acht Vorbereitungsspiele überstand Ingolstadt ohne Niederlage - das gewonnene Selbstvertrauen können die Schanzer im Abstiegskampf gebrauchen.

Personal: Angreifer Stefan Lex, der aus Fürth kam, empfahl sich in der Vorbereitung ebenso wie Karl-Heinz Lappe und der zuvor eigentlich schon aussortierte Collin Quaner. Nicht mehr dabei ist Manuel Schäffler, der 24-Jährige verließ den Club in Richtung Kiel.

Problemzone: Nur Sandhausen (17) erzielte weniger Tore als Ingolstadt (18). In Sachen Chancenverwertung besteht also Steigerungsbedarf. Ingolstadt erzielte nur ein Mal mehr als zwei Tore in einem Spiel.

Ausblick: Hasenhüttl kündigte bereits an, dass er den Start bei Überraschungsteam Karlsruhe mit verändertem Personal angehen wird. “Es gibt ein paar Spieler, die mich in der Vorbereitung überzeugt haben." Gut möglich, dass Neuzugang Lex direkt in der Startelf steht: "Er agiert sehr frech, hat für den letzten Ball immer eine Lösung und ist auch torgefährlich", meint sein Trainer.

Wussten Sie, dass ... kein Team weniger Gegentore im Anschluss an Flanken hinnehmen musste als Ingolstadt (zwei)?

 

 Arminia Bielefeld

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Nur die mehr erzielten Tore trennen das Team von Trainer Stefan Krämer (Foto) vor dem Start in die Rest-Saison von den Abstiegsrängen. Viel Arbeit wartete also im türkischen Belek auf die Arminen. Krämer äußerte sich anschließend zufrieden, sprach von einem der besten Trainingslager, das er bisher erlebt habe. Die Testspielauftritte verliefen durchwachsen, die Generalprobe gegen Union Berlin (0:1) misslang. Kapitän Manuel Hornig setzte mit seiner Vertragsverlängerung kurz vor dem Auftakt gegen St. Pauli ein positives Signal.

Personal: Vujadin Savic kam kurz vor Ende der Transferphase und überzeugte im ersten Test mit dem neuen Kollegen prompt.  Der 23-jährige Serbe könnte gegen St. Pauli direkt in die Startelf rücken (alle Transfers), er kann in der Abwehr und im im defensiven Mittelfeld spielen. Von den Neuzgängen Kacper Przybylko und Ben Sahar erhofft sich Krämer im Offensivbereich mehr Gefahr: “Wir haben jetzt mehr Möglichkeiten und sind dadurch variabler”, sagt der Coach. Ärgerlich: Die Stammkräfte Thomas Hübener und Christian Müller verletzten sich im Trainingslager. Der angeschlagene Hübener dürfte gegen St. Pauli zumindest im Kader stehen. Jan Fießer laboriert noch immer an Rückenproblemen.

Problemzone: Kein Team blieb seltener ohne Gegentor als Bielefeld. Nur zwei Mal hielten die Ostwestfalen ihren Kasten dicht. Die Arminia kassierte mit 36 Gegentreffern auch insgesamt die meisten Tore. 

Ausblick: Gegen St. Pauli lief es bereits in der Hinrunde gut für die Arminia. Für einen ähnlichen Coup darf sich Krämers Team in  der Abwehr aber keine Fehler leisten. "Wir sollten schon schauen, dass wir unsere Gegentore minimieren", sagte Krämer dem "Westfalen-Blatt": "Dass heißt aber nicht, dass wir uns einbetonieren werden."

Wussten Sie, dass ... sich Bielefeld ligaweit die meisten Eckbälle erspielte (106)?

Erzgebirge Aue

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Der Härtetest gegen Ingolstadt (0:1) offenbarte, wo Aues Probleme liegen: Im Mittelfeld mangelt es an Struktur. "Geistige Frische" habe gefehlt, meinte Coach Falko Götz nach der Partie. Gut möglich, dass der Trainer beim Rückrundenauftakt in Aalen im Mittelfeld auf den genesenen Routinier Oliver Schröder setzt, der nach vier Monaten Verletzungspause am Samstag zurückgekehrt war. 

Personal: Angreifer Frank Löning (32) kam aus Sandhausen ins Erzgebirge. Götz testete in der Vorbereitung ein System mit zwei Spitzen, in dem Sylvestr und Löning gemeinsam stürmten. Aues System der Zukunft? Darauf wollte sich Götz nicht festlegen. Der Slowake Filip Luksik (28, Foto ©imago) soll die Defensive stabilsieren, im letzten Test kam er eine Halbzeit zum Einsatz (alle Transfers).

Problemzone: Aue erzielte in den letzten drei Spielen vor der Winterpause kein Tor. Noch nie blieben die Erzgebirgler vier Zweitligaspiele in Folge torlos. Mit Lönig kam ein erfahrener Angreifer, der allerdings in Sandhausen nur noch selten zum Zug kam. Im Mittelfeld, der Basis für ein gutes Offensivspiel, sucht Götz noch nach der Idealbesetzung.

Ausblick: Trainer Falko Götz macht eine einfache Rechnung auf: "Wir müssen gewinnen, um am VfR vorbeizuziehen." Er weiß: Ein Fehlstart gegen einen direkten Konkurrenten könnte die Sachsen im Abstiegsgetümmel empfindlich ins Hintertreffen bringen.

Wussten Sie, dass ... Aue am Ende sehr konzentriert spielt? Der FCE kassierte nur drei Gegentore in der Schlussviertelstunde.

  

Dynamo Dresden

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Mit einem mittelschweren Gewitter überraschte Dynamo Dresden am Dienstag die Öffentlichkeit. Der abstiegsbedrohte Zweitligist beurlaubte seinen Geschäftsführer Christian Müller mit sofortiger Wirkung und holte Ex-Profi Ralf Minge in die sportliche Leitung zurück. Sportlich geht es bei Dynamo seit der Übernahme von Olaf Janßen als Cheftrainer ohnehin schon besser. Und auch die Testspiele (Überblick) in der Winterpause lassen erahnen, dass es nach der Winterpause beim Aufwärtstrend der Sachsen bleiben könnte.

Personal: In der Winterpause holte Dynamo mit Vincenzo Grifo einen technisch beschlagener Spieler aus Hoffenheim. Bereits im ersten Testspiel gegen Erfurt deutete der Deutsch-Italiener sein Potenzial an, er soll auch in der Meisterschaft die Fäden ziehen. Im Gegenzug verließen Nico Pellatz (Viktoria Köln) und Soufian Benyamina (Preußen Münster) den Zweitligisten.  

Problemzone: 20 Tore in 19 Spielen - das ist nun wirklich nicht die Welt. So kam der letztjährige Torjäger vom Dienst, Mickael Pote, nur auf drei Saisontreffer. Immerhin sprang Mohamed Amine Aoudia in die Bresche und steuerte mit der Hälfte der Einsatzzeit seines Sturmkollegen sechs Tore bei. 

Ausblick: Die Chancen, dass Dynamo auch in der kommenden Spielzeit zweitklassig spielt, stehen nicht schlecht. Zwar überwinterten die Sachsen auf einem direkten Abstiegsplatz, doch auf Platz 11 sind es nur zwei Punkte Abstand. Außerdem sprcht der Trend für das Janßen-Team, das sich unter der Regie des neuen Cheftrainers stabilisiert hat. Schwer wird's allerdings gleich zum Start mit zwei Auswärtsspielen (Union Berlin, FSV Frankfurt) in Folge.

Wussten Sie, dass ... Dresden die gefährlichsten Einwechselspieler der Liga stellt? Sieben Mal stachen die Joker.

  

Energie Cottbus

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Acht Punkte beträgt der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz. Acht (!) Spiele am Stück verlor Cottbus vor der Winterpause. Die gute Nachricht: Angesichts dieser tristen Bilanz kann es nur aufwärts gehen. Selbstvetrauen für bessere Zeiten tankte das Team im türkischen Belek. Alle Vorbereitungsspiele entschied Cottbus für sich, allerdings waren keine Hochkaräter unter den Gegnern. Trainer Stephan Schmidt müht sich vor dem Start gegen Sandhausen, Zuversicht auszustrahlen: "Wir haben uns in der Vorbereitung mehr Tempo, eine bessere Physis, einen Zusammenhalt erarbeitet." 

Personal: Mathias Fetsch, Sven Michel, Fanol Perdedaj und Ahmed Madouni stießen im Winter zu den Lausitzern (alle Transfers). Perdedaj wird wohl gegen Sandhausen neben Steffen Bohl im Mittelfeld auflaufen. Routinier Ivica Banovic fällt aufgrund von Knieproblemen aus. 

Problemzone: Minus elf! So lautet die Tordifferenz, die schwächste der Liga. Die Defensive leistete sich vor dem Winter zu viele einfache Fehler. Und vorne waren die Cottbuser zu abhängig von Boubacar Sanogo. Dessen Torlos-Flaute dauert seit zwölf Spielen an.

Ausblick: Soll es mit dem "Wunder von der Lausitz" klappen, dann muss der FCE seine Aufholjagd gleich gegen Sandhausen starten. An der Einstellung soll es nicht scheitern. Sagt zumindest Schmidt: "Na klar wollen unsere Spieler am liebsten die Welt einreißen, weil sie sich gut fühlen und heiß sind", weiß der Coach: "Es ist aber nicht hilfreich, übermotiviert ins Spiel zu gehen."

Wussten Sie, dass ... nur Aufstiegsaspirant Fürth öfter in der Anfangsviertelstunde traf (acht Mal) als Cottbus (sechs Mal)?

 

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