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2. Bundesliga

06.09.2013 - 18:24 Uhr


"Es war ein Traum, das 1:0 zu machen"

Youngster Yannick Gerhardt brachte den 1. FC Köln gegen den FC Erzgebirge Aue in Führung

"Dieses Tor werde ich nicht mehr so schnell vergessen", sagt der 19-Jährige (M.)

Gerhardt ist am Wochenende für die deutsche U20-Nationalmannschaft im Einsatz

Köln - Yannick Gerhardt stammt aus der eigenen Jugend und spielt seit zehn Jahren für den 1. FC Köln. In dieser Saison hat der 19-Jährige den Sprung zu den Profis geschafft und am vergangenen Wochenende mit einem herrlichen Weitschuss die Domstädter im Topspiel gegen Erzgebirge Aue frühzeitig auf die Siegerstraße geschossen. Bevor er sich in dieser Woche zur deutschen U20-Nationalmannschaft verabschiedete, sprach der Youngster mit bundesliga.de.
bundesliga.de: Yannick Gerhardt, Sie spielen seit zehn Jahren für den 1. FC Köln und sind seit dieser Saison Profi. Am vergangenen Wochenende ist Ihnen beim Kölner 4:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue Ihr erstes Tor für die Profis gelungen. Was war das für ein Gefühl?

Yannick Gerhardt: Es war immer mein größter Traum, in diesem Stadion spielen zu dürfen. Dass ich so früh in in dem Spiel das 1:0 machen konnte, das war ein Traum. Es gibt gar kein anderes Wort dafür. Es ist einfach nur schön und macht mich überglücklich. Es war obendrein auch ein schönes Tor, das ich nicht mehr so schnell vergessen werde.

bundesliga.de: Es war Ihr fünfter Einsatz im sechsten Spiel dieser Spielzeit. Fühlen Sie sich schon als Stammspieler?

Gerhardt: Nein, ich fühle mich nicht als Stammspieler. Aber ich bin auf einem guten Weg, nachdem ich in fünf der ersten sechs Spiele zum Einsatz kam. Ich möchte jetzt weiter meine Leistung bestätigen. Dann wird man sehen, ob ich Stammspieler werde.

bundesliga.de: Wie schwer war die Umstellung vom Juniorenbereich zu den Profis?

Gerhardt: Ich hatte das Glück, dass ich schon im Winter mit ins Trainingslager fahren durfte. Da konnte ich schon die ersten Eindrücke sammeln. Am Anfang war ich sehr erstaunt, wie schnell das Tempo ist. Man hatte viel weniger Zeit am Ball und musste schon immer vorher wissen, was man mit dem Ball anfängt. Und körperlich musste ich auch zulegen. Das war am Anfang eine Umstellung, aber ich denke, dass mir die ganz gut geglückt ist. Neu war für mich auch, dass man sich konzentriert und immer alle Muskeln anspannt, wenn man in den Zweikampf kommt. In der A-Jugend konnte man auch noch etwas lockerer spielen, aber bei den Profis geht es direkt zur Sache.

bundesliga.de: Glauben Sie, dass der FC jetzt so langsam ins Rollen kommt?

Gerhardt: Es war wichtig, dass wir nun gegen Aue auch einmal über die kompletten 90 Minuten eine gute Leistung geboten haben. Der Sieg gibt uns hoffentlich Aufwind. Wir können jetzt alle mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Wir haben gute Gründe, um uns auf die Zukunft zu freuen.

bundesliga.de: Wie haben Sie das Debüt von Slawomir Peszko gesehen?

Gerhardt: Man hatte gar nicht das Gefühl, dass er überhaupt weg war. Ich hatte ihn, als ich noch selbst Jugendspieler war und oft als Zuschauer im Westbereich des Stadions gesessen habe, beobachten können. Er hat seine Sache richtig gut gemacht und seine Leistung mit einem Tor gekrönt. Ich freue mich, dass er so einen super Einstand hatte.

bundesliga.de: Und jetzt hat der FC auch noch Patrick Helmes verpflichtet. Macht er den FC noch stärker?

Gerhardt: Auf jeden Fall. Ich habe ihn selbst noch in der Aufstiegssaison von der Tribüne aus beobachtet, als er zusammen mit Milivoje Novakovic so viele Tore gemacht hat. Er bringt eine Qualität mit, die wir in der Mannschaft gut gebrauchen können.

bundesliga.de: Wie stabil schätzen Sie den FC bereits ein?

Gerhardt: Wir haben am Anfang der Saison zu oft unentschieden gespielt. Wenn wir immer unsere Leistung über 90 Minuten bringen, sieht man, wozu wir imstande sind. Wir müssen jetzt weiter dranbleiben und uns nur auf uns konzentrieren.

bundesliga.de: Und dann am Ende oben angreifen und den Aufstieg packen?

Gerhardt: Das ist unser großes Ziel. Aber wir tut gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken. Wir sind auch nicht darauf bedacht, jetzt schon großartig auf die Tabelle zu gucken. Wenn wir immer solche Leistungen abrufen können wie gegen Aue, bin ich sehr optimistisch, dass es klappen könnte.

bundesliga.de: Nach der Länderspielpause geht es gegen Energie Cottbus und den 1. FC Kaiserslautern. Das sind schon richtige Hausnummern in der 2. Bundesliga.

Gerhardt: Sicher. Aber wir haben auch schon in Fürth gezeigt, dass wir mit den besten Teams der Liga mithalten können. Das ist auch unser Anspruch. Wir wollen eine der besten Mannschaften der Liga sein. Daher ist das eine große Herausforderung. Ich denke, dass wir die gut meistern können.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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