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2. Bundesliga

18.03.2013 - 14:04 Uhr


Reine Kopfsache

"Jetzt entscheidet sich vieles im Kopf. Es geht darum, ein Stück mehr zu wollen als der Gegner", so FC-Trainer Holger Stanislawski

Mickael Pote erzielte beim 1:1 im Hinspiel den Treffer zum 1:0. Mittlerweile hat der Dynamo-Kapitän jedoch seit 1227 Minuten nicht mehr getroffen

Thomas Bröcker (l.) stand drei Jahre bei Dresden unter Vertrag. Jetzt peilt er mit dem 1. FC Köln den Aufstieg in die Bundesliga an

München - Im Zweitliga-Topspiel am Montagabend empfängt die SG Dynamo Dresden den 1. FC Köln (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Die Ausgangsposition der beiden Traditionsmannschaften ist vor dem Anpfiff jedoch sehr unterschiedlich: Köln hat sich nach schwacher Hinrunde mit einer Siegesserie in der Tabelle wieder nach oben gepirscht und die Rückkehr in die Bundesliga wieder fest im Blick. Bei den Sachsen hingegen treibt weiter das Abstiegsgespenst sein Unwesen.
In Köln ist man sich bewusst, dass der Aufstieg in die Bundesliga wieder ein realistisches Ziel geworden ist. "Die Jungs sind gierig, heiß. Man merkt immer die Anspannung. Jetzt entscheidet sich vieles im Kopf. Es geht darum, ein Stück mehr zu wollen als der Gegner. Wir haben es selber in der Hand. Wir brauchen auf keinen anderen mehr gucken. Das muss unser Antrieb sein", so FC-Trainer Holger Stanislawski.

Doch auch die Dresdener brauchen unbedingt einen "Dreier". Mit einem Sieg würde die Mannschaft am VfL Bochum vorbeiziehen und so erstmals seit dem 18. Spieltag die Abstiegsplätze verlassen. Dass die Sachsen auch gegen die Topmannschaften der Liga bestehen können, bewiesen sie vor gut zwei Wochen beim 1:0-Sieg gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin.

"Wir haben mehr Qualität"



"Wir sind rein rechnerisch in der Lage, diesen dritten Platz zu holen. Wir müssen schauen, dass wir uns die Leichtigkeit erhalten ", erklärt Stanislawski, warnt seine Mannschaft aber in Hinblick auf die Tabellensituation des Gegner aber: "Dresden muss was tun, die stehen mit dem Arsch an der Wand."

Die Kölner wissen um die Möglichkeiten der Sachsen, wollen sich davon jedoch nicht beirren lassen und versuchen den Dresdnern ihr Spiel aufzuzwingen. "Wir müssen dagegenhalten und wenn wir das schaffen, werden wir unter dem Strich individuell mehr Qualität auf dem Platz haben", erklärt Abwehrspieler Christian Eichner. An Selbstvertrauen mangelt es den Kölnern derzeit auf jeden Fall nicht: Von den letzten 19 Pflichtspielen verlor der FC nur ein einziges (0:2 beim VfL Aalen am 12. Spieltag).

"Wenn wir keine Tore schießen, können wir die Klasse nicht halten"



Das größte Manko bei Dynamo Dresden ist in dieser Saison das Offensivspiel. Erst 24 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Peter Pacult in den bisher absolvierten 25 Partien - Ligatiefstwert. Zudem blieb das Team schon elf Mal ohne eigenen Treffer. Daher fordert der Österreicher seit seinem Amtsantritt im Dezember 2012: "Wir müssen giftiger nach vorne spielen"

Leicht wird es mit einem Treffer gegen Köln jedoch mit Sicherheit nicht, denn die Kölner Defensive steht derzeit so stabil wie schon lange nicht mehr: Erst 23 Gegentreffer kassierten die Domstädter in der laufenden Spielzeit und spielten schon neun Mal zu Null. In den letzten sieben Partien mussten die Domstädter sogar nur zwei Gegentreffer hinnehmen.

Spricht man über die Sturmflaute der Dresdener, kommt man an Stürmer und Spielführer Mickael Pote nicht vorbei. Im letzten Jahr gehörte der 28-Jährige mit zwölf Saisontoren noch zu den besten Schützen der Liga, doch in dieser Spielzeit kommt der gebürtige Franzose nicht richtig in die Gänge. Zwar ist Pote mit sechs Treffern auch in dieser Saison Toptorjäger seines Teams, seit 1227 Minuten war er jedoch mittlerweile nicht mehr erfolgreich. An die Kölner hat er jedoch gute Erinnerungen: Beim 1:1 im Hinspiel erzielte er den Treffer zur 1:0-Führung.

Zwei Gesichter



Schaut man auf die letzten Ergebnisse von Dynamo Dresden, wird klar, dass es dem Team an der nötigen Konstanz fehlt. Im Jahr 2013 gewann Dresden zwei Partien, spielte zwei Mal unentschieden und verließ zwei Mal den Platz als Verlierer. Die Mannschaft zeigt in den letzten Wochen zwei verschiedene Gesichter: Nach dem sensationellen 1:0 Erfolg gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin folgte die 0:1-Niederlage am letzten Wochenende im Sachsenderby gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue.

Auf dem Papier ist der 1. FC Köln Favorit, doch es ist kein Geheimnis, dass der Abstiegskampf bei vielen Teams ungeahnte Kräfte frei setzen kann. Die Zweitliga-Fans dürfen sich mit Sicherheit auf eine spannende und intensive Begegnung freuen, die am Ende wohl durch Kleinigkeiten entschieden werden wird. Alles Kopfsache also.


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