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2. Bundesliga

29.03.2013 - 18:16 Uhr


Fernduelle um Platz 3

Kölns Anthony Ujah ist in Topform. In den zwei Spielen vor der Länderspielpause gelangen dem Nigerianer vier Treffer

Kaiserslautern ist nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen wieder in der Spur

Sandhausens Coach Hans-Jürgen Boysen hatte zuletzt nicht immer Grund zur Freude. Im Training hatte er mit Personalnot zu kämpfen

München - Im Mittelpunkt der drei Sonntagsspiele der 2. Bundesliga am 27. Spieltag steht das Rennen um den Relegationsplatz. Kaiserslautern hat als Dritter alle Trümpfe in der Hand, doch Köln, Union und auch der FSV lauern auf Patzer der Pfälzer (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Lautern und Köln haben es jeweils mit Mannschaften aus dem Tabellenkeller zu tun, während die Berliner in Frankfurt um den Anschluss nach oben kämpfen.
Es läuft derzeit rund beim FC. Stellvertretend für den Aufschwung steht Anthony Ujah. Zu Saisonbeginn tat sich der Nigerianer - wie auch der FC - sehr schwer. Doch zunehmend gewannen der Angreifer und der gesamte Club mehr Stabilität. Heute stehen die Rheinländer nur noch einen Punkt hinter Platz 3 und Ujah mit elf Treffern an der Spitze der internen Torschützenliste. Vier der letzten fünf FC-Treffer gingen auf das Konto der Mainzer Leihgabe. Gegen Regensburg soll es so weitergehen.

Doch Vorsicht ist angebracht - das meint zumindest Coach Holger Stanislawski - trotz der guten Serie von 14 ungeschlagenen Spielen. "Es ist Fakt, dass wir momentan eine gute Serie haben und Regensburg momentan Tabellenletzter ist. Aber Regensburg hatte auch viele enge Spiele und hat beispielsweise auf St. Pauli sehr stark gespielt. Der Strohhalm ist für sie noch da." Im Rennen um Platz 3 sind Patzer für den FC verboten. Stanislawski: "Wenn Kaiserslautern strauchelt, wollen wir natürlich auch vorbeiziehen." Mit Jonas Hector, Matthias Lehmann und Stefan Maierhofer sind drei Akteure in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen.

Jahn Regensburg liegt sechs Zähler hinter dem Relegationsplatz, acht sind es sogar schon aufs rettende Ufer. Die erhoffte Wende unter Neu-Trainer Franciszek Smuda blieb bislang aus. An der Offensive liegt es zumindest nicht, dass der Jahn so schlecht dasteht. Immerhin haben die Regensburger mit 30 Treffern nur drei weniger erzielt als Köln. Doch die Defensive ist die gesamte Saison über schon sehr anfällig, hat bislang nur vier Mal zu Null gespielt, unter Smuda, der in der Winterpause übernahm, bislang nur ein einziges Mal. Hier gilt es den Hebel anzusetzen, wenn es mit dem Klassenerhalt doch noch klappen soll.

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Sandhausen hat mit dem Kampf um Platz 3 nichts zu tun. Der Aufsteiger fokussiert sich im Endspurt der Saison nur auf ein Ziel: den Klassenerhalt. Hoffnung macht dabei die Heimbilanz. 15 der 22 Zähler holte die Elf von Coach Hans-Jürgen Boysen im eigenen Stadion. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen die "Roten Teufel" gestaltete sich jedoch schwierig. Zwischenzeitlich hatte Boysen aufgrund zahlreicher Verletzungen bzw. Blessuren nur zwölf Feldspieler zur Verfügung. "Das habe ich so in meiner ganzen Trainerlaufbahn noch nicht erlebt", sagte der 55 Jahre alte Coach.

Umso erfreulicher, dass mit Marco Pischorn und Daniel Ischdonat rechtzeitig zum Spiel gegen Lautern zwei Defensiv-Säulen zurückkehren. "Wir werden alles versuchen, dass die Mannschaft mit einer eigenen taktischen Linie über sich hinaus wächst, damit wir auf Augenhöhe dem Ex-Meister entgegen treten können", gibt Boysen die Marschroute gegen den Absteiger aus.

Die Gäste reisen nach vier Punkten aus zwei Spielen mit viel Selbstvertrauen an - und noch mehr Fans. 7.000-FCK-Anhänger werden das Hardtwaldstadion in Sandhausen wohl zu einem "Betzenberg light" machen und ihre Mannschaft im Rennen um Platz 3 unterstützen. Die Pfälzer stehen im Moment nur noch einen Zähler vor den aufstrebenden Kölnern, die nächstes Wochenende in Lautern zu Gast sein werden. Doch vor dem Showdown zählt nur Sandhausen. "Köln darf keine Rolle in den Köpfen spielen", sagt Defensiv-Routinier Florian Dick. Während der Länderspielpause holte sich die Elf von Franco Foda noch zusätzlich Selbstvertrauen. In einem Testspiel schlugen die Lauterer Ligakonkurrent 1860 München mit 4:1. Mit Alexander Baumjohann, der seine Rotsperre abgesessen hat, verfügt Foda wieder über eine zusätzliche Offensiv-Alternative. Steven Zellner und Dominique Heintz stiegen ebenfalls wieder ins Training ein.

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Am Bornheimer Hang kommt es am Sonntagmittag zum Aufeinandertreffer zweier Teams in Lauerstellung. Der FSV hat sieben Zähler Rückstand auf Rang 3, Union sechs. Es ist also noch einiges möglich. Voraussetzung dafür ist aber ein Sieg am Sonntag.

Besonders ärgerlich sind daher die Verletzungen der beiden Frankfurter Rasmus Jönsson und Tim Heubach, die für den Rest der Saison wegen einer Schambeinentzündung ausfallen. Dafür stieg Torjäger Edmond Kapllani wieder ins Training ein und könnte am Sonntag sein Comeback geben.

Bei den Köpenickern fällt Keeper Daniel Haas wegen einer Schulterentzündung aus. Damit kommt Ersatzmann Jan Glinker wohl zu seinem ersten Saisoneinsatz. Das Hinspiel an der Alten Försterei gewann die Elf von Uwe Neuhaus durch einen Mattuschka-Treffer mit 1:0. Doch in Frankfurt hat Union bislang noch nie gewinnen können. Nur logisch ist deshalb die Forderung von Verteidiger Fabian Schönheim. "Wir sollten dort unsere Ausbeute verbessern." Während Mainz-Leihgabe Schönheim noch warten muss, bis seine Zukunft geklärt ist, wurden seitens Union bei Christoph Menz und Patrick Zoundi bereits Fakten geschaffen. Dem Duo werden keine neuen Verträge angeboten. Beide kamen in der laufenden Saison bislang auf jeweils 17 Einsätze.

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