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2. Bundesliga

14.12.2012 - 09:44 Uhr


FCK will Wiedergutmachung - Energie bangt um Sanogo

Versteinerte Miene bei FCK-Coach Franco Foda: Es setzte die ersten Pleiten. Gegen Aalen soll wieder ein Dreier her

Lauterns ärgster Verfolger heißt Energie Cottbus. Vor dem Derby in Aue bangt der FCE aber um Torjäger Boubacar Sanogo

Köln (hier Anthony Ujah, r.) knöpfte Spitzenreiter Braunschweig einen Punkt ab, hätte sogar einen Sieg verdient gehabt. Jetzt soll es in Sandhausen klappen

München - "Wenn wir am Freitag so auftreten wie gegen Union Berlin, haben wir keine Chance", sagte FCK-Abwehrspieler Florian Dick vor dem letzten Spiel des 1. FC Kaiserslautern im Jahr 2012 gegen Außenseiter VfR Aalen. Lautern kassierte jüngst die ersten beiden Saison-Niederlagen und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf das Spitzenduo - der Bundesliga-Absteiger braucht gegen den Drittliga-Aufsteiger unbedingt wieder einen Dreier.
In den weiteren Freitagsspielen messen sich Aue und Lautern-Verfolger Cottbus im ewig jungen Ost-Derby, während sich 1. FC Köln mit einem Erfolg Sandhausen wieder näher an das obere Tabellendrittel heranpirschen will (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Die Favoritenstellung auf dem Betzenberg ist klar: Der Tabellendritte Kaiserslautern will mit einem Heim-Dreier in den Winterurlaub und sich gegenüber den Verfolgern ein Polster verschaffen. Der Stärken der auswärtsstarken Aalener (vier Siege auf fremdem Platz) ist sich FCK-Coach Franco Foda bewusst: "Obwohl die Aalener zumeist sehr wenig Ballbesitz haben, schalten sie nach einem Ballverlust des Gegners blitzschnell um. Diese Ballverluste dürfen wir nicht zulassen, um mögliche Konter sofort zu unterbinden." Lautern tritt fast in Bestbesetzung an. Steven Zellner wird aufgrund einer Erkältung fehlen. Dafür ist der zuletzt angeschlagene Kostas Fortounis wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

"Das wird noch einmal ein richtiges Highlight", freut sich Aalens Sportdirektor Markus Schupp auf die Partie beim Tabellendritten. Allerdings konnte sich der Tabellenachte, der zuletzt ebenfalls drei sieglose Spiele bestritt, nicht richtig vorbereiten, denn auf der Ostalb liegt bereits zu viel Schnee. Das Team musste deswegen in die Halle ausweichen. "Es tut weh, dass wir uns nicht richtig vorbereiten können. Wir müssen versuchen, die Mannschaft auf 45 mal 29 Metern bei Laune zu halten", erklärte Trainer Ralph Hasenhüttl: "Wer in der Halle stark ist, weiß ich nun." Immerhin steht dem Coach der gesamte Kader zur Verfügung.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
Aues Coach Karsten Baumann, der mit seiner Truppe jüngst mit einem 3:0 beim FC St. Pauli überraschte, brennt auf das Derby gegen Energie. "Es wird hoffentlich schneefrei sein, wir wollen unbedingt spielen und unseren guten Lauf ausnutzen. Außerdem haben wir gegen Cottbus noch etwas gutzumachen." Das Hinspiel endete klar mit 3:0 für die Lausitzer. Fraglich ist allerdings der Einsatz von Thomas Paulus (Erkältung) und Oliver Schröder (Adduktorenverletzung). "Ansonsten sind die Sieger von St. Pauli einsatzbereit", sagte Baumann.

Cottbus, das mit einem Sieg und einem weiteren Patzer des FCK mit dem Tabellendritten aus der Pfalz gleichziehen kann, ist auf ein Schnee-Spiel in Aue vorbereitet: Das Team spielte eine Schnee-Halbzeit gegen Ingolstadt, hatte Training im Tiefschnee am Dienstag und eine Einheit auf fast geräumtem Rasenheizuungsplatz am Mittwoch. "Wir dürfen noch nicht an die freien Tage danach denken", beschwört Rudi Bommer seine Mannschaft vor dem Derby. Thorsten Kirschbaum (Muskelfaserriss in der Hüfte) fällt sicher aus, fraglich ist zudem der Einsatz von Boubacar Sanogo Sprunggelenksprobleme und Hämatom an der Hüfte), und Stiven Rivic (Adduktorenbeschwerden). Dafür hat sich Kapitän Uwe Möhrle nach seiner Sprunggelenksverletzung gerade noch rechtzeitig wieder fit gemeldet.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
"Der erste deutsche Bundesligameister gastiert im Hardtwald", kündigt die Homepage des SV Sandhausen das letzte Match des Jahres gegen Absteiger Köln an. Zwischen dem FC und Sandhausen lägen in eigentlich jeder Beziehung "Welten", sagte SVS-Trainer Hans-Jürgen Boysen: "Sportlich wollen wir aber mithalten, die Punkte müssen hier bleiben." Doch diese Aufgabe wird "schwer, denn die Kölner Elf ist mit der Mannschaft Anfang der Saison nicht mehr vergleichbar", weiß der Coach. Fraglich ist der Einsatz des erkrankten Andrew Wooten, sowie von Kim Falkenberg (Leistenbeschwerden). Immerhin kehrt Marco Pischorn nach seiner Sperre zurück, Nico Klotz steht nach einer Nebenhöhlenentzündung wieder im Kader.

"Es ist einfach schade, dass wir das Spiel nicht nach Hause bekommen haben", sagte Kölns Trainer Holger Stanislawski nach dem 2:2 gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Der FC kann mit den Spitzenteams mithalten und bläst zur Aufholjagd. "Wir werden noch einmal richtig Gas geben und versuchen, noch einen der ersten Plätze zu erreichen", sagte der Coach bereits auf der Mitgliederversammlung. Sechs Spiele ist der Absteiger ungeschlagen, mit einem Sieg wäre die Spitzengruppe fast in Schlagdistanz. Verzichten muss Stanislawski dabei weiterhin einzig auf den langzeitverletzten Adil Chihi (Muskelbündelrisses).

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