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2. Bundesliga

07.05.2013 - 09:01 Uhr


FCK setzt ein Zeichen und ist der Relegation ganz nah

Der 1. FC Kaiserslautern hat zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf den 4. Platz

Albert Bunjaku erzielt zwei Treffer beim überzeugenden 4:1-Sieg gegen den FSV Frankfurt

"Die Mannschaft hat nach der turbulenten Woche Taten folgen lassen, sie ist mit der Drucksituation sehr gut umgegangen", freute sich FCK-Trainer Franco Foda

Benno Möhlmann (r.) und sein FSV kommen nicht zur Entfaltung auf dem Betzenberg und sind enttäuscht

"Manchmal muss es wehtun, damit es gut wird." Diese Worte, die fast wie ein philosophisches Bonmot klingen, sprach der Mohamadou Idrissou am Sonntagnachmittag gegen 15:45 Uhr in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions zu Kaiserslautern.
Mit 4:1 hatte der FCK gerade den FSV Frankfurt nach Hause geschickt und war so seinem Zwischenziel Relegation sehr nahe gekommen.

"Reinigendes Gewitter" - Vorsprung ausgebaut



Der FSV hätte bei einem Sieg an den Pfälzern vorbeiziehen können, so aber beträgt der Abstand der Lauterer auf die Hessen nun fünf Punkte und auch auf den 1. FC Köln auf Rang 4 haben die "Roten Teufel" nun vier Zähler Vorsprung. Noch sind zwei Spiele zu absolvieren und der FCK könnte am kommenden Sonntag mit einem Sieg bei den bereits abgestiegenen Regensburgern Relegationsplatz 3 endgültig sichern. Idrissou sagt ohnehin: "Ich bin nur hier, weil der Verein aufsteigen will." Alles andere täte in der Pfalz tatsächlich sehr weh nach dem bitteren Abstieg aus der Bundesliga im vergangenen Jahr.

Weh getan haben die Aussagen des 33 Jahre alte Kameruners nach der 2:4-Niederlage in Cottbus vergangenen Montag. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob Idrissou wegen seiner umstrittenen Äußerungen nach dem Abpfiff gegenüber Schiedsrichter Stark noch vom DFB gesperrt wird.

Emotionen haben auch seine Aussagen gegenüber Mitspielern geweckt ("Wir sind die dümmste Mannschaft der Liga."). Für Rechtsverteidiger Florian Dick kam die turbulente Woche, in der außerdem Verteidiger Jan Simunek vorübergehend vereinsintern gesperrt wurde, einem "reinigen Gewitter" gleich. Nach einem 4:1 lässt sich das so leicht sagen.

FSV enttäuscht: "Müssen jetzt die Runde gut zu ende spielen"



Das Überraschungsteam von FSV-Trainer Benno Möhlmann musste unter der "Jetzt erst recht-Stimmung" der FCK-Spieler leiden. Möhlmann attestierte dem FCK einen verdienten Sieg und meinte: "Nicht nur die Sonne hat zum Wohlbefinden des FCK beigetragen, sondern auch wir."

Schon zur Halbzeit lag der FSV mit 0:4 zurück. Nach gutem Beginn habe seine Mannschaft in den 20 Minuten vor der Pause alles verspielt, ärgerte sich Möhlmann: "In der zweiten Halbzeit ging es dann nur noch um Schadensbegrenzung." Trotz der Enttäuschung über die klare Niederlage sagte FSV-Profi Manuel Konrad versöhnlich: "Wir haben bisher eine super Saison gespielt, darauf können wir stolz sein. Jetzt müssen wir die Runde gut zu ende spielen." Der FSV empfängt noch den VfL Bochum und muss zum Bundesliga-Aufsteiger aus Braunschweig.

"Mannschaft hat Taten folgen lassen"



Mo Idrissou glänzte beim FCK als umsichtiger Vorbereiter ("Ich habe schon viele Tore."). Uneigennützig bediente er zunächst Sturmpartner Albert Bunjaku bei der Führung (27.) und später Benjamin Köhler, mit dem er letzte Saison noch bei der Frankfurter Eintracht spielte, beim 3:0 (45.). Die beiden anderen Treffer von Marc Torrejon (40.) und Bunjaku (45.) bereitete Alexander Baumjohann vor. Idrissou vergab in der zweiten Halbzeit noch ein paar Chancen, der Gegentreffer von Edmund Kapllani (85.) fiel für die Pfälzer nicht ins Gewicht und FCK-Fans feierten wie lange nicht mehr.

"Die Mannschaft hat nach der turbulenten Woche Taten folgen lassen, sie ist mit der Drucksituation sehr gut umgegangen", sagte FCK-Trainer Franco Foda. Besonders freute er sich auch über die gute Leistung von Benjamin Köhler, der schon nach acht Minuten für den verletzten Mimoun Azaouagh (Verdacht auf Muskelfaserriss) eingewechselt wurde. Er hatte bisher nach seinem Wechsel im Winter enttäuscht, nun überzeugte er. Und Idrissou? Der sagt: "Heute waren wir eine Mannschaft." Ob am Ende tatsächlich alles gut wird, entscheiden nun wahrscheinlich die Relegationsspiele für den FCK.

Aus Kaiserslautern berichtet Tobias Schächter
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