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2. Bundesliga

22.04.2013 - 09:27 Uhr


FC unter Zugzwang - "Zebras" wollen mehr

Im Hinspiel trennten sich der 1. FC Köln und der MSV Duisburg 0:0-Unentschieden

FC Trainer Holger Stanislawski setzte am Freitagmorgen ein Straftraining an, da er mit der Disziplin einiger Spieler nicht einverstanden war

Daniel Brosinski hat in dieser Saison noch einiges vor: "Für uns ist noch ein einstelliger Tabellenplatz drin"

München - Der 1. FC Kaiserslautern hat am Samstag mit einem deutlichen 3:0-Sieg über den SC Paderborn im Fernduell um den Relegationsplatz vorgelegt. Jetzt ist es am 1. FC Köln, mit einem Erfolg im Montagabendspiel wieder punktetechnisch mit den "Roten Teufeln" gleichzuziehen. Eine leichte Angelegenheit wird das mit Sicherheit nicht, denn mit dem MSV Duisburg wartet auf die Domstädter ein Team, dessen Formkurve in den vergangenen Wochen steil nach oben zeigt (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).
Holger Stanislawski legt viel Wert auf Disziplin. Schon bei seinem Amtsantritt in Köln verkündete der Trainer, eine Mannschaft mit Disziplin und Charakter aufbauen zu wollen. Jetzt, im Saisonendspurt, ist sein Verlangen nach dieser Tugend umso größer. Erst am Freitag brummte der charismatische Coach seiner Mannschaft nach einer durchzechten Nacht in einer Nobeldisco eine zusätzliche Trainingseinheit auf. "Männer, ihr werdet heute keinen Ball mehr sehen. Ihr macht euch alles kaputt. So kurz vor einem wichtigen Spiel rausgehen, das geht nicht. Wir haben nur noch ein paar Wochen", begrüßte der 43-Jährige sein Team am Freitagmorgen.

"Einstelliger Tabellenplatz ist noch drin"



Die Mannschaft muss nun zeigen, dass sie genauso auf den Aufstieg brennt wie ihr Trainer und ihre Serie von vier Siegen aus den vergangenen fünf Partien ausbauen. Jeder verlorene Punkt könnte in dieser Phase der Saison zu viel sein und den Traum von der direkten Rückkehr in die Bundesliga platzen lassen.

Doch auch die Duisburger haben einen Lauf. Seit mittlerweile vier Spielen sind die "Zebras" ungeschlagen: Zunächst gab es drei Siege, dann zuletzt ein 1:1 beim FSV Frankfurt. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Mannschaft den Klassenerhalt mit 37 Punkten und Platz 12 noch nicht sicher hat. "So gut wie durch zu sein, reicht mir noch nicht", erklärte Trainer Kosta Runjaic. Daniel Brosinski will sogar noch mehr: "Für uns ist noch ein einstelliger Tabellenplatz drin."

Die Statistik spricht allerdings für die "Geißböcke": In den vergangenen vier Pflichtspielduellen zwischen dem MSV und dem FC siegte nämlich nie das Heimteam. Das letzte Gastspiel in Duisburg gewannen die Kölner am 7. Mai 2007 mit 3:1. Für die Rheinländer traf damals zwei Mal Milivoje Novakovic sowie Patrick Helmes. Für die Meidericher war der heutige Sportdirektor Ivica Grlic erfolgreich.

"Müssen bis zum Schluss voll da sein"



Personell gibt es beim MSV höchswahrscheinlich nur zwei Ausfälle zu beklagen. Definitiv nicht dabei sein wird Kevin Wolze, der in Frankfurt seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte. Goran Sukalo hat sich zwar am vergangenen Donnerstag im Training an der Hüfte verletzt, ein Einsatz ist aber dennoch möglich. Die endgültige Entscheidung fällt wohl erst kurz vor dem Spiel. Alle anderen Akteure - bis auf den langzeitverletzten Benjamin Kern - sind einsatzfähig und von Runjaic bestens auf das Spiel eingestellt: "Wir müssen bis zum Schluss voll da sein, denn Köln ist immer für ein spätes Tor gut."

Der FC muss in der Schauinsland-Reisen-Arena auf Top-TorjägerAnthony Ujah und Tobias Strobl verzichten. Ansonsten sind alle Spieler an Bord. Ob Stanislawski aufgrund der nächtlichen Aktivitäten seiner Mannschaft weitere disziplinarische Maßnahmen ergreift, ist noch nicht bekannt.

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