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2. Bundesliga

28.05.2013 - 11:13 Uhr


Dörner: "Tippe auf ein 3:0 - Dresden ist einfach besser besetzt"

Eine Dresdner Ikone glaubt an den Klassenerhalt: Hans-Jürgen "Dixie" Dörner (© Imago)

In 392 Spielen in der DDR-Oberliga gelangen Dörner im SGD-Dress 65 Tore für Dynamo. Damit ist er der Oberliga-Rekdordspieler der SGD

Fünfmal wurde er mit Dresden Meister, viermal Pokalsieger. Hier posiert er im DDR-Dress - mit der Nationalelf holte er 1976 Olympiagold in Kanada

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Dörner - hier in der Dresdner Traditionself - als Trainer, unter anderem als DFB-Nachwuchscoach, bei Werder Bremen, dem FSV Zwickau, Al-Ahly Kairo und dem VfB Leipzig

Dresden - Nach der 0:1-Niederlage im Relegationshinspiel beim VfL Osnabrück steht Dynamo Dresden mit dem Rücken zur Wand. Dennoch stehen Fans und Region wie eine Eins hinter der Mannschaft. Davon ist Hans-Jürgen "Dixie" Dörner im Interview mit bundesliga.de felsenfest überzeugt.
Die Dynamo-Legende feierte fünf Meistertitel und fünf Pokalsiege in der DDR-Oberliga mit den Sachsen und bestritt 65 Europapokalspiele für die SGD. 100 Mal spielte der 62-Jährige für die Nationalmannschaft der DDR. Als sportlicher Berater von Dynamo hatte auch er seinen Anteil an der Rückkehr in die 2. Bundesliga 2011. Und genau da soll "sein" Verein auch bleiben.

bundesliga.de: Herr Dörner, Sie sind eine lebende Legende bei Dynamo Dresden. Was ist das Besondere an dem Verein?

Hans-Jürgen "Dixie" Dörner: Durch die Erfolge, die der Verein in der Vergangenheit erringen konnte und durch die vielen Nationalspieler, die aus diesen Zeiten aus dem Club hervorgegangen sind, hat Dynamo ein sehr gutes Image erhalten. Natürlich trugen auch die fünf Jahre in der Bundesliga ihren Anteil daran. In den vergangenen Jahren sind es durch die Erfolge der Mannschaft sogar noch mehr Fans geworden. Dynamo ist in der Stadt einfach das absolute Aushängeschild.

bundesliga.de: Sie haben eine Menge großartige Erfahrungen mit Dynamo gemacht. Jetzt droht der Fall in die 3. Liga. Haben Sie das Gefühl, dass die Mannschaft, die Fans und die Stadt in dieser schwierigen Zeit näher zusammenrücken?

Dörner: Wenn man die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate verfolgt hat - auch und insbesondere nach dem ersten Relegationsspiel - dann wird deutlich, dass die Fangemeinde des Vereins, aber auch die ganze Stadt und die Region, mit der Mannschaft mitfiebern. Alle hoffen, dass im Rückspiel der Rückstand aus dem ersten Spiel noch aufgeholt wird. Man spürt, dass der Verein und die Region enger zusammengerückt sind. Niemand will, dass Dynamo zurück in die 3. Liga gehen muss.

bundesliga.de: Wie sieht Ihre Gefühlslage nach dem dramatischen Relegationshinspiel aus?

Dörner: Ich habe die Partie im Fernsehen verfolgt. Natürlich war ich ein bisschen über das Ergebnis enttäuscht. Vor allem die Leistung der ersten Halbzeit war nicht zufriedenstellend. Aber selbstverständlich habe ich mitgezittert und gehofft, dass in Halbzeit zwei noch der Ausgleich fallen würde. Das wird ein sehr schwieriges Rückspiel.

bundesliga.de: Trotz der Niederlage kann man der Mannschaft keinen mangelnden Kampfeswillen vorwerfen. Ist das für Sie ein Zeichen, dass Dresden die richtige Einstellung hat, um im Rückspiel zu bestehen?

Dörner: Über Kampf und Einstellung brauchen wir vor solch einem wichtigen Spiel vor ausverkauftem Haus nicht zu reden. Das ist eine Grundvoraussetzung, um die Klasse zu halten. Das hat die Mannschaft auch zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen Regensburg und auch in Osnabrück gezeigt: Der Wille, die Klasse zu halten, ist da.

bundesliga.de: Dresden hat sechs der vergangenen sieben Heimspiele und vier Heimspiele in Serie gewonnen. Ist das Heimrecht im Rückspiel ein großer Vorteil?

Dörner: Das kann zum großen Vorteil werden. Vor solch einer großen Kulisse hat Osnabrück in dieser Saison noch nicht gespielt. Zuhause haben sie vor 15.000 Fans gespielt. In Dresden werden es doppelt so viele Zuschauer sein.

bundesliga.de: Wie lautet Ihr Tipp für das Rückspiel?

Dörner: Ich tippe auf einen 3:0-Sieg für Dynamo. Ich denke ganz einfach, dass Dresden besser besetzt ist.

Das Gespräch führte Sebastian Stolz
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