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2. Bundesliga

03.06.2013 - 20:14 Uhr


Das fiel auf: Die Trends der Zweitliga-Saison 2012/13 - Teil 1

Aufsteiger gegen Absteiger: Zwischen dem Meister Hertha BSC um Roman Hubnik (l., hier gegen Francky Sembolo) und dem Schlusslicht Jahn Regensburg lagen am Saisonende 57 Punkte

Zuhause hui, auswärts pfui: Der 1. FC Union Berlin um Michael Parensen (l.) holte an der Alten Försterei mehr als doppelt so viele Punkte (34) wie in der Fremde (15)

Ronny (r.) war der Standardkönig der abgelaufenen Saison: Der Brasilianer in Diensten von Hertha BSC war an 20 Treffern seines Teams mit ruhenden Bällen beteiligt

München - Neuer Punkterekord, weniger Heimsiege und viele späte Treffer: Die 2. Bundesliga hatte auch in der abgelaufenen Saison wieder einige Highlights auf Lager.
Mit dem ein oder anderen Fakt hätten wohl auch viele Fußball-Insider nicht gerechnet. bundesliga.de blickt auf die Ereignisse der 34 Spieltage der Spielzeit 2012/2013 zurück und präsentiert die Trends der abgelaufenen Saison.
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Die Schere ging auseinander

57 Punkte trennten den Meister Hertha BSC vom Schlusslicht Jahn Regensburg - größer war dieser Abstand im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel noch nie. Die Hauptstädter stellten mit 76 Punkten einen neuen Rekord auf, am anderen Ende der Tabelle holte der SSV nur 19 Zähler und hatte damit sage und schreibe 18 Punkte Rückstand auf den Relegationsrang 16. Anders formuliert: Die Oberpfälzer hätten mit diesem Schnitt noch eine komplette Saison spielen müssen, um auf die Punktzahl Dynamo Dresdens zu kommen und eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.

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Chronische Heimschwäche

Mit nur 129 Heimsiegen wurde der Negativrekord aus dem Jahr 1994 eingestellt, einzig 1997/98 gewannen die Heimmannschaften ebenso selten. 87 Auswärtssiege waren die drittmeisten seit 1994. Nur 2005/06 und 2009/10 entführten die Gästeteams häufiger die Punkte. Die einst klassische Kombination von Heimstärke und Auswärtsschwäche verkörperten nur noch wenige Teams, wie zum Beispiel der 1. FC Union Berlin, der an der Alten Försterei 34 Punkte holte, auswärts aber nur 15.

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So wenig Tore wie seit 15 Jahren nicht mehr

In den 306 Partien fielen nur 790 Tore (Schnitt: 2,58) - so wenige wie seit 15 Jahren nicht mehr (1997/98 waren es gar nur 774). Zum Vergleich: In der Bundesliga fielen 2012/13 über 100 Treffer mehr (898, ein Schnitt von 2,93). Dass das Gros der Tore in der Schlussviertelstunde fiel, ist keine Überraschung, wohl aber die Anzahl an sich: 204 Treffer wurden in der letzten Viertelstunde der Spiele erzielt - so viele wie seit elf Jahren nicht mehr. Und das trotz der niedrigen Gesamtzahl an Toren! Allein Hertha BSC traf 22 Mal in der Schlussviertelstunde - so oft wie seit der Jahrtausendwende kein anderer Zweitligist in einer Saison.

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Standardspezialisten

Obwohl in der 2. Bundesliga in der abgelaufenen Saison über 100 Tore weniger fielen als in der Bundesliga, gab es mehr Tore nach Standardsituationen (253) als in der Beletage (226). Im Unterhaus resultierten damit 32 Prozent aller Treffer aus ruhenden Bällen, im Oberhaus nur 25 Prozent. Hertha BSC war mit 27 Treffern Meister der Standardsituationen. Allein 20 ruhende Bälle des Brasilianers Ronny hatten einen Treffer zur Folge.

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Scharfschütze Ronny

Der Anteil an Weitschusstoren war so niedrig wie seit elf Jahren nicht mehr (13 Prozent), obwohl es in dieser Hinsicht einen echten Spezialisten gab: Die 13 Weitschusstreffer von Ronny für Hertha BSC sind einsamer Rekord seit der Jahrtausendwende - keinem anderen Spieler gelangen seitdem mehr als sechs Tore aus der Distanz in einer Saison. Exakt jedes achte Weitschusstor ging damit auf sein Konto. Berlins Brasilianer erzielte damit alleine mehr Weitschusstore als alle anderen 17 Zweitligisten. Keines der Teams mehr als elf).

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