2. Bundesliga
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10.11.2012 20:58:37
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1860 erhofft die Wende, Traditonsduelle in Cottbus und Ingolstadt

  • 1860-Trainer Reiner Maurer hat nach schlechten Ergebnissen neue Maßnahmen im Training getroffen
  • Stürmer Boubacar Sanogo wechselte vor der Saison zu Energie Cottbus
  • Kapitän Stefan Leitl wechselte 2007 von Darmstadt 98 zum FC Ingolstadt
München - Das Überraschungsteam des FSV Frankfurt empfängt zum Abschluss des 13. Spieltags der 2. Bundesliga im Volksbank Stadion das formschwache 1860 München, während es in Cottbus zwischen Energie und Dynamo Dresden zum Ost-Duell kommt.


Zeitgleich treffen im "Donau-Duell" der FC Ingolstadt und Jahn Regensburg aufeinander (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

21 Punkte hat der FSV Frankfurt bereits gesammelt, liegt vier vor den "Löwen", gegen die die Hessen die letzten drei Heimspiele gewonnen haben. Trainer Benno Möhlmann stapelt trotzdem tief: "1860 München wird motiviert sein, 1860 hat das Aufstiegsziel noch nicht aus den Augen verloren und will auch kurzfristig den Anschluss zu den vorderen Plätzen wiederfinden." Eine offensive Ausrichtung soll gegen die von Reiner Maurer trainierte Mannschaft zum Erfolg führen, Möhlmann fordert "von Anfang an dagegenzuhalten, von Anfang an unsere Qualitäten und Möglichkeiten auf den Platz zu bringen und über 90 Minuten durchzuziehen. Dann haben wir eine gute Chance, erfolgreich zu bleiben." Der FSV muss auf seinen Kapitän Björn Schlicke (Rot-Sperre), Zafer Yelen (Sprunggelenkbeschwerden), Gledson (Meniskusoperation), Marcel Gaus (Schambeinentzündung) und Tufan Tosunoglu (Reha nach Muskelriss) verzichten, Manuel Konrads Einsatz ist fraglich.

Nur einen Zähler hat Maurers Team in den vergangenen Vier Begegnungen gesammelt, zuletzt im eigenen Stadion 0:2 gegen St. Pauli verloren und steht im Mittelfeld der Tabelle. Den Negativtrend versucht der 52-jährige Trainer mit neuen Ansätzen im Training zu stoppen: "Nach den schlechten und enttäuschenden Auftritten, die im Spiel gegen St. Pauli gipfelten, haben wir an den richtigen Stellen den Hebel angesetzt", sagt Maurer, der auch für den Fall, dass die Maßnahmen nicht greifen sollten, einen Plan hat: "Notfalls müssen wir über den Kampf zu unserem Spiel finden." Der gesamte Kader steht Maurer zur Verfügung, und alle seien hochmotiviert: "Wir müssen gemeinsam kräftig rudern, damit wir vorwärts kommen."


Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

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Bei Cottbus' Trainer Rudi Bommer dürfte das Duell mit Dynamo Erinnerungen an eine ganz besondere Europapokal-Nacht vor über 26 Jahren wecken: Als Spieler drehte er mit seinem damaligen Verein Bayer Uerdingen gegen Dresden einen 1:3-Halbzeitstand in ein 7:3, nachdem Uerdingen das Hinspiel 0:2 verloren hatte. Am vergangenen Spieltag beim VfL Bochum hingegen verspielte seine Cottbusser Mannschaft eine Führung nach Boubacar Sanogos Doppelpack, der die Saisontreffer sieben und acht des Ivorers bedeutete - mit der Reaktion des Teams ist Bommer aber zufrieden: "Die Truppe ist stabil, das hat sie trotz des ärgerlichen Ausgleichs auch in Bochum gezeigt." Die Mittelfeldspieler Markus Brzenska und Daniel Brinkmann sind für die Begegnung nicht einsatzbereit.

Während Energie in Richtung Aufstieg schielt, steht Dresden nach einem Punkt aus den letzten vier Partien im unteren Tabellenbereich. "Die Fronten sind geklärt", meint Dynamo-Trainer Ralf Loose daher, der sich darüber ärgert, dass sich seine Schützlinge durch leichte Abwehrfehler zuletzt mehrfach um den Lohn der eigenen Arbeit brachten. In Cottbus setzt Loose auf eine Kontertaktik: "Es muss uns gelingen, vor dem eigenen Tor sicher zu stehen und dann schnell nach vorn zu spielen." In vielen Einzelgesprächen hat der 49-Jährige die letzten Auftritte ausgewertet. "Die Jungs haben selbstkritisch ihre Leistungen eingeordnet. Man spürt, dass sich alle der Ernsthaftigkeit unserer Lage bewusst sind", sagt Loose, der insbesondere vor Sanogo warnt: "Bei ihm muss man jede Sekunde hellwach sein, denn er ist immer bereit, auch mal einen Abpraller zu versenken." Filip Trojan ist nach einer Verletzung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und wird zur Verfügung stehen, dagegen fehlen Petar Sliskovic und Torwart Markus Scholz.


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Erstmals seit 2010 kreuzen sich die Wege der Donaustädter des FC Ingolstadt 04 und des SSV Jahn Regensburg. FCI-Trainer Tomas Oral erwartet aus dem Derby zumindest einen Zähler: "Wir wollen punkten." Ingolstadt liegt im oberen Tabellendrittel, deutlich vor Regensburg, das derzeit einen Abstiegsrang belegt - nichtsdestotrotz glaubt Oral, seine Elf müsse "100 Prozent abrufen und 90 Minuten lang hochkonzentriert spielen, um als Sieger vom Platz zu gehen". Die Leistungen der vergangenen Wochen haben dem früheren Spieler des FSV Frankfurt gefallen: "Ich muss den Jungs ein riesen Kompliment machen. Die Mannschaft zieht super mit und was sie in der letzten Zeit gezeigt hat, stimmt mich positiv." Seit dem 8. Spieltag sind die "Schanzer" ungeschlagen und kassierten in den letzten drei Partien kein Gegentor. Wie zuletzt stehen Oral mit Ausnahme der Langzeitverletzten alle Akteure zur Verfügung. Oral erwägt derweil, Moritz Hartmann, der in den beiden Drittliga-Derbys 2009/10 gegen Jahn drei Tore schoss, starten zu lassen.

Drei der acht "Donau-Duelle" hat Regensburg für sich entschieden und auch der Trend spricht gegen den SSV: Mit Niederlagen in den letzten vier Zweitliga-Spielen stellte das nach Oscar Corrochanos Entlassung Ende vergangener Woche vorerst vom Sportlichen Leiter Franz Gerber trainierte Team einen Vereins-Negativrekord auf. "Unsere volle Konzentration gilt momentan der Mannschaft und der schwierigen Aufgabe am Sonntag in Ingolstadt", sagt Gerber, und fügt an, dass derzeit "keinerlei Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten" geführt würden. Mit Mario Neunaber, Romain Dedola und Sebastian Hofmann kehren drei ehemalige FCI-Spieler nach Ingolstadt zurück, allerdings sind ihre Einsätze in der Startelf unwahrscheinlich. Andre Laurito, Jim-Patrick Müller, Marco Djuricin und Benedikt Schmid fallen für die Partie aus.


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