2. Bundesliga
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01.09.2012 10:21:59
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Kräftemessen der Top-Teams in Aalen

  • Torsten Lieberknecht will mit Eintracht Braunschweig die weiße Weste waren und den vierten Saisonsieg einfahren
  • Selbstbewusst: VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl will gegen die Eintracht "was mitnehmen"
  • Der FC St. Pauli wartet noch auf den ersten Sieg in dieser Saison
München - In den beiden Samstagsspielen der 2. Bundesliga (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) stehen sich mit dem VfR Aalen und Eintracht Braunschweig zwei Überraschungsmannschaften der bisherirgen Zweitligasaison gegenüber. In der anderen Begegnung empfängt der bisher sieglose FC St. Pauli den SV Sandhausen.


Für Eintracht Braunschweig steht am 4. Spieltag ein echter Härtetest auf dem Programm. Das Gastspiel beim Aufsteiger aus Aalen wird mit Sicherheit kein Selbstläufer. Der VfR holte aus den ersten drei Saisonspielen sechs Punkte und rangiert aktuell auf dem 6. Tabellenplatz. Daheim mussten die Aalener jedoch die bisher einzige Pflichtspielniederlage in dieser Spielzeit hinnehmen. In Hamburg sehnt St. Paulis Trainer Andre Schubert den ersten Sieg der Saison herbei. Doch auch hier ist mit dem SV Sandhausen ein unangenehmer Gegner zu Gast.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht hat höchsten Respekt vor dem nächsten Gegner und weiß auch, warum die Aalener bisher so erfolgreich sind. "Der VfR ist mit der Aufstiegseuphorie im Rücken sehr gut in die Saison gestartet. Die Verantwortlichen in Aalen haben die 2. Bundesliga im Vorfeld präzise studiert und das Team so auf diese Spielklasse vorbereitet", glaubt der 39-Jährige nicht an einen Selbstläufer am Samstag gegen den Liga-Neuling. Defensiv stehe die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl sehr kompakt und agiere taktisch äußerst diszipliniert. "Darüber hinaus haben sie einige Akteure in ihren Reihen, die für ein schnelles Umschaltspiel prädestiniert sind und eine Begegnung jederzeit entscheiden können." Einer der dabei nicht mehr wird helfen können, ist Kevin Kampl, der den VfR Richtung Salzburg verließ. Als Ersatz wurde Selim Aydemir vom Drittligisten Chemnitzer FC verpflichtet.

Für das Duell mit den bislang ungeschlagenen Niedersachsen erwartet Trainer Hasenhüttl ein "Geduldsspiel". Der erfolgreiche Saisonverlauf hat dem Aufsteiger großes Selbstvertrauen verliehen. "Gegen diese absolute Topmannschaft, die die Räume sehr eng macht und enorm laufstark ist, wollen wir zu Hause etwas mitnehmen", Hasenhüttl, der wohl wieder auf Marco Haller als Ersatz von Martin Dausch (Oberschenkelverhärtung) vertraut. Außerdem könnte es eine Veränderung in der Innenverteidigung geben: Benjamin Hübner konnte wegen Adduktorenproblemen nicht trainieren und auch der Ex-Braunschweiger Nico Zimmermann ist weiterhin fraglich. Einzig Neuzugang Chengdong Zhang wird hingegen beim Duell auf der Ostalb definitiv noch nicht zum Kader gehören.

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

Schiedsrichteransetzungen
In Hamburg hat man die Woche nach dem ernüchternden 0:2 in Cottbus genutzt, um grundlegende Probleme abzustellen. "Wir haben daran gearbeitet, wieder eine bessere Grundordnung zu bekommen und aggressiver in die Zweikämpfe zu gehen", sagt Schubert vor der Partie und gibt direkt die Marschrichtung für das Heimspiel vor: "Wir werden gegen Sandhausen versuchen, nicht mehr nach hinten orientiert zu spielen, sondern nach vorne. Wir werden alles dafür tun, um uns Chancen zu erspielen, die ausreichen, um das Spiel zu gewinnen." Schubert erwartet einen "sehr unangenehmen Gegner, der ein gutes Zweikampfverhalten hat, aus einer sehr tiefen Grundordnung spielt und versucht, schnell über die Flügel nach vorne zu kommen." Die Neuzugänge Christopher Buchtmann und Joseph-Claude Gyau erhöhen zwar den Handlungsspiel im Kader, sind aber noch keine Startelfkandidaten. Fehlen werden dem Coach der "Braun-Weißen" weiterhin Kevin Schindler, der erneut am Kreuzband verletzte Sören Gonther sowie Lennart Thy und Akaki Gogia.

Gäste-Trainer Gerd Dais fährt "ohne Angst" ans Millerntor und will sehen, dass sich seine Mannschaft erneut beweist. "Von der tollen Kulisse am Millerntor werden wir zwar angetan sein, aber verrückt lassen wir uns dadurch nicht machen. Einen Vorgeschmack hatten wir schon in Köln", sagt Dais vor dem Auswärtsspiel und stellte fest, dass "wir konkurrenzfähig sind und wir dies auch bei St. Pauli unter Beweis stellen wollen." Die Muskelverhärtung von Nicky Adler verlängerte die Verletztenliste unter Woche. Dazu fallen Tim Danneberg, Regis Dorn und Alexander Riemann definitiv aus. Einsatzbereit ist dafür aber Michael Langer, dessen Fersenverletzung bis Samstag abgeklungen sein sollte. Mit Fabio Morena haben die Sandhäuser aber einen echten St. Pauli-Experten im Kader. "St. Pauli ist qualitativ sehr gut aufgestellt und über die tolle Atmosphäre muss ich sicherlich überhaupt nichts sagen. Meine Vorfreude ist jedenfalls groß bei der Rückkehr", sagt Morena vor dem Spiel, dass er natürlich gewinnen will.

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