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2. Bundesliga

10.03.2013 - 21:17 Uhr


"Wir wollen ein Ausrufezeichen setzen"

Tobias Sippel hat noch keine Minute dieser Zweitliga-Saison verpasst

Im Spiel bei Hertha BSC konnte der noch 24-jährige Keeper die 0:1-Niederlage nicht verhindern

Sippel hielt bislang 74 Prozent der auf seinen Kasten abgegebenen Schüsse und parierte einen Elfmeter - sieben Mal spielte er zu null

München - Eine gefühlte Ewigkeit schon steht der 1. FC Kaiserslautern auf Platz 3. Schlechter platziert waren die Pfälzer zuletzt am 8. Spieltag. Doch weil die ergebnisse zuletzt nicht stimmten, der FCK in den vergangenen drei Partien nur zwei Punkte holten, rücken die Konkurrenten aus Cottbus, Berlin und Köln immer näher. Die "Geißböcke" liegen nur noch drei Punkte zurück.
Zu allem Überfluss muss der 1. FC Kaiserslautern am kommenden Montag in Braunschweig antreten, das nach zwei Niederlagen in Folge unter Zugzwang steht. Im Interview mit bundesliga.de spricht FCK-Torhüter Tobias Sippel über das anstehende Duell beim Tabellenzweiten und erklärt, wie sich während der Winterpause die Spielweise der "Roten Teufel" verändert hat.

bundesliga.de: Herr Sippel, der 1. FC Kaiserslautern ist seit drei Spieltagen sieglos. Mit der Niederlage bei der Hertha musste man eventuell rechnen, doch was ist mit den beiden torlosen Unentschieden gegen Duisburg und Bochum? Die waren so sicherlich nicht eingeplant.

Tobias Sippel: Wieso musste man mit der Niederlage in Berlin rechnen? Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das ist uns in den letzten Spielen nicht gelungen. Uns haben einfach die Tore gefehlt. Wir wollen aufsteigen, daran müssen wir uns am Saisonende messen lassen.

bundesliga.de: Woran liegt es, dass die Ergebnisse derzeit nicht stimmen?

Sippel: Es gibt immer mal Phasen in der Saison, in der es nicht so läuft, wie man sich das vorstellt. Da kommt man nur durch Erfolgserlebnisse wieder raus. Damit wollen wir am Montag in Braunschweig anfangen.

bundesliga.de: Die Defensive allerdings steht sehr sicher. In den Spielen nach der Winterpause gab es nur ein Gegentor. Vier Mal stand die Null. Wieso ist das die große Stärke des FCK?

Sippel: Wir haben in der Vorrunde einige unnötige Gegentore bekommen. Das haben wir in der Winterpause angesprochen und in den letzten Spielen gut umgesetzt. Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen, sondern die Stabilität in der Defensive auch in den restlichen Spielen der Saison unter Beweis stellen und natürlich offensiv mehr bewegen.

bundesliga.de: Auffällig ist, dass in dieser Saison erst fünf Heimsiege auf dem Konto stehen. Was ist aus der Festung Betzenberg geworden?

Sippel: Vielleicht tun wir uns auswärts leichter. Wir machen uns zu viele Gedanken und sind in einigen Situationen unnötig hektisch geworden. Daraus müssen wir lernen und es in den nächsten Heimspielen besser machen.

bundesliga.de: Kommenden Montag geht es zum Top-Spiel nach Braunschweig. Welche Chancen rechnen Sie sich aus, um bei den "Löwen" zu bestehen?

Sippel: Einen Sieg! Wir wollen gewinnen und ein Ausrufezeichen setzen. Braunschweig ist eine Mannschaft, die offensiv nach vorne spielt, da bekommen wir Räume, die wir nutzen wollen.

bundesliga.de: Nur noch drei Punkte liegen aktuell zwischen Ihrem Club und dem 1. FC Köln auf Rang 4. Weitere zwei Zähler dahinter rangieren Union Berlin und Energie Cottbus. Spüren Sie den Atem der Verfolger?

Sippel: Nein. Wir gucken nicht auf die Tabelle. Die ändert sich Woche für Woche. Wichtig ist, dass wir nach dem 34. Spieltag mindestens Dritter sind.

bundesliga.de: Gegen Köln und Cottbus müssen Sie noch spielen. Wird der Kampf um den 3. Platz in diesen beiden Duellen entschieden werden?

Sippel: Die direkten Duelle sind wichtige Spiele, aber entscheidend werden sie zu dem Zeitpunkt nicht sein. Wir haben alles selbst in der Hand und werden alles daran setzen, in der kommenden Saison in der Bundesliga zu spielen.

bundesliga.de: Braunschweig und Hertha dürften die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen, weshalb der mögliche Aufstieg für Ihr Team wohl nur über die Relegation ginge. Haben Sie einen Wunschgegner aus der Bundesliga?

Sippel: Nein. Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Es sind noch zehn Spieltage in beiden Ligen zu spielen, da kann noch viel passieren. Vielleicht steht am Ende eine Mannschaft auf dem Relegationsplatz, die jetzt noch nicht damit rechnet.

Die Fragen stellte Gregor Nentwig
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