offizielle Webseite

Liveticker

2. Bundesliga

24.02.2013 - 19:05 Uhr


"Wir werden alles dafür tun, den Abstand zu vergrößern"

Er war Herthas Matchwinner in Aalen: Marcel Ndjeng erzielte den 1:0-Endstand für die Berliner

Ndjeng ist einer von Herthas Leistungsträgern, spielte 21 Mal von Beginn an und steht bei vier Toren und drei Assists

Für Arminia Bielefeld, Borussia Mönchengladbach, den Hamburger SV und zuletzt den FC Augsburg (Bild) lief der Kameruner 40 Mal in der Bundesliga auf

Fast immer dabei ist Jos Luhukay (l.), mit dem Ndjeng erstmals 2007 in Gladbach zusammenarbeitet

München - Marcel Ndjeng kennt seinen Trainer Jos Luhukay wie seine Westentasche. Hertha BSC ist schon die vierte gemeinsame Station der beiden. Davor kreuzten sich sich die Wege Luhukays und Ndjengs schon beim SC Paderborn, Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg.
Bei der "Alten Dame" geht das Duo nun ins siebte gemeinsame Jahr. Eines, das im Aufstieg gipfeln könnte. Am Montag steht der Hertha ein richtungsweisendes Spiel gegen den Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern ins Haus. Im Interview mit bundesliga.de spricht Ndjeng über den kommenden Gegner, seine Lieblingsposition und seinen Trainer.

bundesliga.de: Herr Ndjeng, wie bewerten Sie den Vereinsrekord von 20 Spielen ohne Niederlage?

Marcel Ndjeng: Uns freut natürlich, dass wir die Spiele positiv bestritten haben. Aber wir werden diese Serie nicht überbewerten, weil wir immer noch nicht da angekommen sind, wo wir hinwollen.

bundesliga.de: Auch nach dem 0:2-Rückstand im Berliner Derby gegen Union und beim zähen Kampfspiel in Aalen raffte sich Ihr Team noch auf und schaffte spät entscheidende Treffer. Hertha hat 17 der 44 Tore in den letzten 15 Spielminuten erzielt und einige Spiele noch gedreht. Wie erklären Sie sich das?

Ndjeng: Wir haben wegen der defensiven Ausrichtung unserer Gegner gerade in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten, in Führung zu gehen. Deshalb müssen wir unsere Offensivkraft bis zum Ende aufrecht erhalten und schlagen dann häufiger in den letzten 15 Minuten zu. Wir sind sehr darauf bedacht, geduldig zu bleiben und haben auch die Sicherheit, Spiele noch in der Schlussphase gewinnen zu können.

bundesliga.de: Gegen Union konnten Sie und Ihre Kollegen froh sein, dass am Ende das Remis stand, in Aalen tat sich die Offensive sehr schwer. Warum lief es in den letzten beiden Spielen nicht mehr so reibungslos?

Ndjeng: Wir tun uns teilweise schwer gegen läuferisch und kämpferisch starke Mannschaften. Aber auch diese Teams können das Bollwerk gegen uns nicht 90 Minuten aufrecht erhalten.

bundesliga.de: Sie wechseln schon den gesamten Saisonverlauf zwischen zwei Positionen hin und her. Zu Saisonbeginn spielten Sie Rechtsverteidiger, bis November dann wieder im rechten Mittelfeld, dann bis zum Regensburg-Spiel wieder Rechtsverteidiger und seit dem Union-Match wieder offensiver. Welche Position spielen Sie lieber und weshalb?

Ndjeng: Ich spiele lieber im rechten Mittelfeld. Da habe ich mehr Freiheiten und kann viel mit Flanken operieren. Wir hatten aber Personalnot auf der Rechtsverteidigerposition, deshalb habe ich dort ausgeholfen.

bundesliga.de: Hertha hat bereits zehn Punkte Vorsprung auf Kaiserslautern. Am Montag kommt es zum direkten Duell. Welche Bedeutung hätte ein Hertha-Sieg für das Aufstiegsrennen?

Ndjeng: Wenn es danach 13 Punkte Vorsprung sind statt wie bisher zehn, dann wäre das auf jeden Fall ein Gewinn für uns. Wir werden alles dafür tun, den Vorsprung zu vergrößern. Die erste Halbzeit wird sehr umkämpft sein, erst mit zunehmender Spieldauer wird sich herausstellen, wer die Oberhand gewinnt. Und der wird dann auch das Spiel für sich entscheiden.

bundesliga.de: "Wir werden auf jede Mannschaft perfekt eingestellt", sagten Sie zuletzt über Ihren Coach Jos Luhukay, mit dem Sie schon in der vierten Station zusammenarbeiten. Wie darf man sich das vorstellen? Wie bereitet er das Team auf die Gegner vor, jetzt zum Beispiel Lautern?

Ndjeng: Wir machen Videoanalysen, um deren Stärken und Schwächen hervorzuheben. Im Spiel versuchen wir dann, die Stärken auszumerzen und an den Schwachstellen anzusetzen. Das haben wir bis jetzt immer gut hinbekommen. Wenn nicht zu Beginn, dann im Laufe des Spiels. Außerdem macht der Trainer es auch mental gut, er findet immer die richtigen Worte. In einem Derby wie gegen Union muss er nicht so viel pushen, aber auch vor einem Spiel wie gegen Aalen schafft er es immer, die Spieler richtig einzustellen.

bundesliga.de: Auch Lautern ist im neuen Jahr noch ungeschlagen. Was für ein Spiel erwarten Sie gegen den FCK?

Ndjeng: Kaiserslautern hat spielerisch sehr gute Leute in seinen Reihen. Sie können Ausfälle von wichtigen Spielern kompensieren. Es wird ein sehr attraktives Spiel mit vielen Torraumszenen werden.

Das Gespräch führte David Schmidt
Verwandte Artikel
Stadion-Besuch?
2. Bundesliga

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH