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2. Bundesliga

17.03.2013 - 17:29 Uhr


"Wir sind noch lange nicht am Optimum"

Thomas Bröker (r.) hat mit dem 1. FC Köln den Aufstieg fest im Blick

Durch den 3:0-Sieg am 25. Spieltag gegen den SC Paderborn beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt

Bisher durfte Thomas Bröker zwei eigene Saisontreffer bejubeln

München - Bis Mitte der Hinserie steckte der 1. FC Köln im Mittelfeld der 2. Bundesliga fest. Dabei hatten die "Geißböcke" als Bundesliga-Absteiger traditionell zum Kreis der Aufstiegsfavoriten gezählt. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Die Mannschaft von Holger Stanislawski hat sich gefunden und eine beeindruckende Serie gestartet. Mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz ist der Aufstieg zum Greifen nah.
Im Interview mit bundesliga.de spricht Thomas Bröker über den Lauf der Kölner, das Duell mit Kaiserslautern um Platz 3 sowie die anstehende Partie bei Dynamo Dresden.

bundesliga.de: Herr Bröker, am kommenden Montag geht es für Sie und den 1. FC Köln zu Dynamo Dresden. Was erwarten Sie denn von der Partie in Dresden?

Thomas Bröker: Es wird ein sehr hitziges, umkämpftes Spiel werden. Die Zuschauer werden ihre Mannschaft nach vorne peitschen. Für Dresden geht es um den Abstiegskampf, ums Überleben - für uns geht es um den Aufstieg. Es wird eine sehr spannende Partie werden.

bundesliga.de: Hat Ihr Trainer, Holger Stanislawski, schon eine Marschroute ausgegeben, wie das Spiel angegangen werden soll?

Bröker: Wir sind noch mitten in der Trainingswoche. Aber die Marschroute ist natürlich klar: Von der ersten Minute an werden wir voll dagegen halten müssen. Wenn wir die Zweikämpfe nicht annehmen, dann werden wir es da ganz schwer haben.

bundesliga.de: Zuletzt hat Dresden Hertha BSC im eigenen Stadion 1:0 bezwungen. Ist das eine Warnung für Ihre Mannschaft, dass man wirklich alles abrufen muss?

Bröker: Ja, natürlich. Die haben Hertha niedergerungen und daher müssen wir alles investieren. Mit den tollen Fans, die sie da im Rücken haben, die peitschen die Spieler nach vorne. Zuhause waren sie letzte Saison wirklich eine Macht. Diese Saison läuft es noch nicht so, deswegen stehen sie auch da unten. Aber dennoch muss man da alles abrufen.

bundesliga.de: Dresden war vergangene Saison zuhause eine Macht, der FC ist aktuell eine Macht. Die Mannschaft hat zuletzt am 12. Spieltag verloren und im laufenden Kalenderjahr 14 von 18 möglichen Punkten geholt. Wie erklären Sie sich den Aufschwung? Zu Beginn der Saison lief es ja nicht unbedingt rund.

Bröker: Wir hatten viele Spieler dabei, die die Liga noch nicht kannten. Wir mussten uns akklimatisieren. So ein Umbruch funktioniert nicht sofort. Da läuft nicht alles einfach so. Dass es nicht von Anfang an läuft, hatten wir aber auch eingeplant. Wir haben uns super gefangen und stehen jetzt auch zu recht da, wo wir stehen.

bundesliga.de: Mittlerweile beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz und den 1. FC Kaiserslautern nur noch einen Punkt. Wie beurteilen Sie die Chance, den Aufstieg über die Relegation auch tatsächlich zu schaffen?

Bröker: Die Chance ist da, und dann sollten wir sie ergreifen. Jetzt müssen wir genauso konzentriert weiterspielen, wie wir es bisher gemacht haben. Wir haben einen Punkt Rückstand auf Lautern, wir spielen noch in Lautern. Ich denke, die Konstanz wird am Ende der Saison entscheiden, wer den 3. Platz bekommt und wer nicht. Und in den Relegationsspielen, da ist es dann etwas ganz Besonderes. Aber darüber können wir reden, wenn es soweit ist. Erst müssen wir den 3. Platz bekommen.

bundesliga.de: Wie ist denn angesichts der Situation die Stimmung in der Stadt?

Bröker: Es herrscht eine riesen Aufbruchsstimmung. Auch wieder beim letzten Spiel. Die Fans haben Blut geleckt, sozusagen (lacht kurz). Es ist eine große Euphorie entstanden, mit der keiner mehr gerechnet hatte. Die Stimmung ist wirklich überragend und ich hoffe, dass wir das mitnehmen können in den nächsten Spielen.

bundesliga.de: Der FC zeichnet sich vor allem durch eine starke Defensive aus, offensiv läuft es aber noch nicht so rund. Auf der Habenseite stehen erst 31 Tore. Woran liegt es, dass sich Köln offensiv noch schwer tut?

Bröker: Wenn wir das wüssten (lacht). Es ist immer schwierig, die richtige Balance zu finden. Wir arbeiten gut gegen den Ball, aber gerade zu Beginn der Saison haben wir die Vielzahl an Chancen nicht rein gemacht. Aber so ist es einfach im Fußball: Manchmal geht er rein, dann mal wieder nicht. Da gibt es kein Allheilmittel, da hilft nur Training, Training, Training. Viele Gegner stehen gegen uns sehr tief, und dann ist es manchmal einfach schwierig. Aber trotzdem müssen wir uns das ankreiden lassen.

bundesliga.de: Am vergangenen Spieltag beim 3:0-Sieg gegen Paderborn hat es ja eigentlich schon ganz gut geklappt.

Bröker: Genau, da hat es sehr gut geklappt.

bundesliga.de: Also sehen Sie die Mannschaft zwar noch mit Verbesserungspotenzial, aber auf einem guten Weg, dieses auch abzurufen?

Bröker: Wir sind noch lange nicht am Optimum, aber auf einem guten Weg. Wir haben uns gut gemacht, jeder Einzelne hat sich weiterentwickelt. Ich denke, wir können bisher schon zufrieden sein.

Das Gespräch führte Gregor Nentwig
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