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2. Bundesliga

30.11.2012 - 10:04 Uhr


"Wir dürfen kein bisschen nachlassen"

Routinier: Mit Alexander Bugera (l.) auf dem Feld gewann der FCK in dieser Saison vier Mal und holte zwei Remis

Die Lauterer sind als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball nach 16 Spieltagen noch ungeschlagen

Mit Franco Foda übernahm ein Trainer mit Lauterer Spielervergangenheit das Kommando und hält den FCK bislang auf Aufstiegskurs

Alexander Bugera spielt seine sechste Saison für den 1. FC Kaiserslautern und gehört damit zu den dienstältesten Profis bei den Pfälzern. Nachdem er zwischenzeitlich seinen Stammplatz verloren hatte, stand der 34-Jähirge zuletzt wieder regelmäßig in der Startelf des ungeschlagenen Tabellen-Dritten. Vor dem Spiel beim FC St. Pauli sprach Alexander Bugera mit bundesliga.de.
bundesliga.de: Wie sehr schmerzt das Remis gegen Jahn Regensburg noch? Warum war nicht mehr drin?

Alexander Bugera: Wir hatten genügend hundertprozentige Chancen, um die Partie für uns zu entscheiden, aber insgesamt ist es leider so, dass wir für die schlechte Leistung auch keinen Sieg verdient gehabt hätten. Mitgenommen hätten wir ihn trotzdem, aber wenn man objektiv auf das Spiel schaut, ist das Ergebnis leider okay.

bundesliga.de: Der FCK spielt insgesamt eine tolle Hinrunde und ist immer noch ungeschlagen. Aber mit acht Unentschieden ist der FCK auch unangefochten der Remiskönig der 2. Bundesliga. Müsste die Mannschaft nicht vielleicht manchmal mehr Risiko gehen?

Bugera: Das hat mit mehr Risiko gehen nichts zu tun. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und genauso stellt uns Franco Foda auch ein. Aber manchmal gibt der Spielverlauf nicht mehr her und man darf auch nicht vergessen, dass wir teilweise mit einer sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft aufgelaufen sind. Da kommt es dann auf uns erfahrene Spieler an, den Jungen Stabilität zu geben. Das haben wir gegen Regensburg zum Beispiel vermissen lassen.

bundesliga.de: Sie spielen Ihre sechste Saison beim FCK und haben schon einige Höhen und Tiefen miterlebt. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf? Läuft alles nach Plan?

Bugera: Wir sind Tabellendritter, ungeschlagen und zeigen mannschaftliche Geschlossenheit. Nach der letzten Saison, als wir sang- und klanglos abgestiegen sind, mussten wir uns auch die Unterstützung unserer Fans wieder verdienen. Das ist gelungen, das zeigen die vielen Auswärtsfans und die gute Stimmung bei unseren Heimspielen auf dem "Betze" und im Umfeld. Aber wir müssen weiter dran bleiben, wir dürfen kein bisschen nachlassen, sonst werden wir sofort bestraft. Auch das hat das Spiel gegen Regensburg gezeigt, auch wenn wir nicht verloren haben…

bundesliga.de: Was zeichnet die Mannschaft aus, wo gibt es noch Steigerungspotenzial?

Bugera: Darüber will ich gar nicht zu viele Worte verlieren. Wir haben eine gute Mischung aus Qualität und Mentalität, jung und alt. Außerdem sind wir eine echte Mannschaft, ein Team, das auf und neben dem Platz für einander einsteht.

bundesliga.de: Sie selbst standen in den letzten drei Begegnungen wieder immer in der Startelf. Wie zufrieden sind Sie bislang mit Ihrer eigenen Saisonbilanz?

Bugera: Jeder will spielen. Das gilt für Leon genauso wie für mich. Aber wir sind gesunde Konkurrenten und gehen damit sehr gut um. Es gehört einfach zum Fußball dazu. Ich bin jetzt 34 Jahre alt und habe im Fußball schon einiges erlebt. Diese Erfahrung will ich an meine Mitspieler und besonders an die jungen weitergeben, will mehr Verantwortung auch abseits des Platzes übernehmen.

bundesliga.de: Wie sehen Sie Ihre Perspektiven beim FCK über die Saison hinaus?

Bugera: Ich kann mir vorstellen, auch nach meiner aktiven Laufbahn hier zu bleiben. Es gibt noch nichts Konkretes, aber wir, meine Familie und ich, fühlen uns in Kaiserslautern sehr wohl.

bundesliga.de: Am kommenden Samstag gastiert der FCK am Millerntor beim FC St. Pauli. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein?

Bugera: St. Pauli ist nicht gut gestartet und hat sich die Saison bisher sicher anders vorgestellt. Aber zu Hause können sie sicher jedes Team schlagen und von der besonderen Stimmung am Millerntor profitieren. Wir werden es wie immer halten: Auf uns schauen, unser Spiel durchbringen und versuchen, die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

bundesliga.de: Worauf wird es bei dem Spiel ankommen, was ist drin für den FCK?

Bugera: Wir wollen und können jedes Spiel gewinnen. Aber dafür müssen wir konzentriert und engagiert auftreten. Wir müssen unnötige Gegentore vermeiden und vorne wieder effektiv sein, dann nehmen wir auch etwas beim FC St. Pauli mit.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski
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