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2. Bundesliga

25.05.2013 - 15:48 Uhr


"Müssen es jetzt richten"

Unter Zugzwang: Vor dem Relegations-Rückspiel gegen den VfL Osnabrück am Dienstag läuft Benjamin Kirsten mit Dynamo Dresden einem 0:1-Rückstand hinterher

Zwar wehrte der Keeper der Sachsen im Hinspiel am Freitagabend einen Strafstoß von Timo Staffeldt (r.) ab, aber...

...dem Tabellendritten der 3. Liga genügte dennoch ein einziger Geniestreich von Gaetano Manno zum Heimsieg

Osnabrück - In der Neuauflage des Relegationsduells von 2011 musste sich Dynamo Dresden im Hinspiel beim VfL Osnabrück zwar mit 0:1 geschlagen geben, Torhüter Benjamin Kirsten bewahrte seinem Team mit einem gehaltenen Strafstoß jedoch eine passable Ausgangsposition. Um den Klassenerhalt noch perfekt zu machen, wollen die Sachsen nun ihre Heimstärke ausspielen, erklärte der "Elfmeterkiller" nach der Partie im Gespräch mit den Journalisten.
Frage: Herr Kirsten, warum hat es Ihre Mannschaft heute versäumt, sich eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am Dienstag zu verschaffen?

Benjamin Kirsten: Wir haben uns insgesamt gut präsentiert und in der ersten Halbzeit zwei super Chancen gehabt, die wir leider nicht über die Linie drücken können. Wenn wir in Führung gehen, läuft das Spiel ganz anders. So macht Osnabrück durch ein Kabinettstückchen das 1:0. In der zweiten Halbzeit haben wir weiter voll auf das gegnerische Tor gespielt und uns wieder einige Chancen erarbeitet. Leider hat es dann am Ende nicht zu einem wichtigen Auswärtstor gereicht.

Frage: Sie haben das kuriose Gegentor angesprochen. Wie haben Sie die Situation gesehen?

Kirsten: Osnabrück spielt die Ecke kurz, Manno zieht ein Stück rein und schießt direkt. Ich hatte in dem Moment leider drei Mann genau in der Schusslinie und sehe den Ball nicht. Ich musste mir erst einmal Sicht verschaffen. Da war es aber auch schon zu spät. Auf der Linie klebenbleiben kann ich natürlich auch nicht, das ist klar. Man muss auch mal anerkennen, wenn jemand ein schönes Tor schießt. Ich wüsste nicht, was ich hätte besser machen können.

Frage: Besser haben Sie es beim Elfmeter gemacht. Das könnte in der Endabrechnung noch sehr wichtig werden. Wie sehr freuen Sie sich über Ihre Rettungstat?

Kirsten: Ich würde mich freuen, wenn mein gehaltener Elfmeter am Dienstag zum Klassenerhalt beigetragen hat. Vorher freue ich mich erst einmal nicht.

Frage: Immerhin haben Sie Ihr Team vor dem 0:2 bewahrt. Dennoch, wie ärgerlich ist die erneute Auswärtsniederlage?

Kirsten: Jeder weiß, dass wir hier etwas mitnehmen wollten. Dann ist es natürlich schade, wenn man so nach Hause fährt, zumal wir auch die zweite Halbzeit klar auf unserer Seite hatten. Aber es ist nun mal so. Wir haben in diesem Jahr das Glück auswärts einfach nicht gehabt. Jetzt müssen wir es uns zu Hause hart und schwer erarbeiten.

Frage: Was nehmen Sie Positives mit?

Kirsten: Das ist jetzt sowieso alles egal. Klar haben wir uns Möglichkeiten herausgespielt und hätten unser Tor machen müssen, aber das ist jetzt alles uninteressant. Wir haben am Dienstag die Möglichkeit, alles gerade zu biegen. Darauf sollten wir hinarbeiten.

Frage: Dresden hat die letzten Heimspiele alle gewonnen. Wie viel Sicherheit kann das geben?

Kirsten: Klar gehen wir jetzt optimistisch ins Rückspiel. Warum sollten wir auch die Köpfe hängen lassen. Wir haben jetzt die Chance, zuhause alles klar zu machen. Wir haben alles noch selbst in der Hand und müssen konzentriert weiterarbeiten. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich regenerieren und unseren Körper wieder aufladen. Ich denke, dass wir es schaffen werden. Wir werden am Dienstag vor vollem Haus voll dagegenhalten.

Frage: Wie sieht die Vorbereitung auf das Rückspiel aus?

Kirsten: Wir werden wohl ganz normal trainieren. Samstag auslaufen, Sonntag und Montag Training, Dienstagvormittag eine leichte Einheit und dann müssen wir es am Abend einfach richten.

Aus Osnabrück berichtet Markus Hoffmann
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