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2. Bundesliga

03.02.2013 - 19:03 Uhr


"Mit Herz und Kopf spielen"

Daniel Bierofka wird am Montag gegen Kaiserslautern wohl mit einer Spezialmaske auflaufen

In der laufenden Saison kommt Bierofka bisher auf 19 Einsätze (2 Tore)

Seit 2007 ist er für die "Löwen" am Ball - jetzt verlängerte er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr

München - Daniel Bierofka kann so schnell nichts umhauen. Immer wieder trotzte der Routinier von 1860 München allen Widrigkeiten und dem Verletzungspech. Jetzt verlängerte der 33-Jährige seinen Vertrag bei den "Löwen" um ein weiteres Jahr. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Bayer über die Ziele der Sechziger und das Topspiel gegen Kaiserslautern am kommenden Montag.
bundesliga.de: Herr Bierofka, Ihnen wurde kürzlich in einem Testspiel von einem Schiedsrichter versehentlich die Nase gebrochen. Wie geht es Ihnen?

Daniel Bierofka: Mir geht es wieder ganz gut, danke.

bundesliga.de: Sind Sie einsatzbereit?

Bierofka: Seit Dienstag habe ich eine Schutzmaske. Damit kann ich spielen. Ich denke, ein Einsatz ist kein Problem.

bundesliga.de: Sie haben in der Zwischenzeit auch Ihren Vertrag bei den Löwen verlängert. Wie schnell wurden Sie sich einig? Was sprach für 1860?

Bierofka: Der Verein hat mir die Möglichkeit gegeben, noch ein Jahr dranzuhängen. Ich spiele gerne bei den Löwen, deshalb war das eigentlich eine Sache von fünf Minuten.

bundesliga.de: Wie gut tut Ihnen die öffentliche Wertschätzung des Trainers, der Sie als "Schlüsselspieler" bezeichnet hat?

Bierofka: Ich freue mich natürlich, dass der Trainer so etwas sagt. Und es ist gut, dass ich das Vertrauen spüre. Aber ich muss natürlich auch etwas zurückgeben. Der Trainer muss sehen, dass ich immer versuche, seine Vorgaben möglichst gut umzusetzen. Das ist ein Geben und Nehmen.

bundesliga.de: Wie froh sind Sie nach den teilweise kuriosen Schlagzeilen rund um die Löwen in den letzten Wochen, dass der Punktspielbetrieb wieder losgeht?

Bierofka: Uns erwartet ein ganz wichtiges Spiel gegen Kaiserslautern, deshalb ist die Anspannung auf jeden Fall da.

bundesliga.de: Wie heiß sind Sie auf die kommenden 15 Spiele?

Bierofka: Wir wollen möglichst erfolgreich sein, ganz klar. Aber ich schaue nicht auf Platz 3, sondern nur auf Montag gegen Kaiserslautern. Wir müssen Spiel für Spiel hart arbeiten und uns ausschließlich auf uns konzentrieren.

bundesliga.de: Nur fünf Vereine haben in der 2. Bundesliga weniger Tore geschossen als die "Sechziger". Deshalb wurden in der Winterpause mit Rob Friend und Ola Kamara zwei Stürmer geholt. Welchen Eindruck haben Sie von den Neuzugängen? Können Sie dem Verein auf Anhieb weiterhelfen?

Bierofka: Ola kannte ich noch nicht. Aber obwohl er erst zwei Wochen hier ist, hat man das Gefühl, dass er schon länger bei uns ist. Er ist total positiv, aufgeschlossen und vor dem Tor eiskalt. Gegen Rob habe ich selbst schon gespielt, als er bei Gladbach war. Er ist ein ganz unangenehmer Gegner. Insofern bin ich überzeugt davon, dass uns beide verstärken.

bundesliga.de: Sie haben jahrelang in der Bundesliga gespielt, waren Nationalspieler. Machen Sie sich noch Hoffnungen, noch einmal die große Bühne Bundesliga zu betreten?

Bierofka: Ich bin voll und mit Herz bei der Sache, brenne auf jede Trainingseinheit und jedes Spiel. Für mich ist aber am wichtigsten, dass ich verletzungsfrei bin. Dafür habe ich in den letzten beiden Jahren sehr vieles in die Waagschale geworfen. Ich möchte so lange es geht spielen.

bundesliga.de: Am Montag geht es gleich im Topspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Wie richtungsweisend ist dieses Spiel? Wie stark ist der FCK?

Bierofka: Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Das wichtigste ist, dass wir das auch unseren Fans zeigen. Trotzdem dürfen wir nicht verkrampfen. Wir müssen locker bleiben, mit Herz und mit Kopf spielen. Wir haben in der Vorbereitung intensiv gearbeitet und müssen uns nicht verstecken. Und der FCK steht auch unter Druck.

bundesliga.de: Welche Ziele haben Sie und der Verein in dieser Saison noch? Ist der Aufstieg noch ein Thema?

Bierofka: Es wird natürlich sehr schwer, nicht bloß wegen der fünf Punkte Abstand zu Platz 3. Man muss ja nur einmal sehen, wie viele Mannschaften im Rennen sind, die noch Chancen haben. Es wird ein hartes Stück Arbeit, da muss dann wirklich alles passen.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski
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