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2. Bundesliga

16.12.2012 - 18:56 Uhr


"Es tut weh, dass wir jetzt pausieren müssen"

Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke spielt seit fünf Jahren für die Eintracht

Kruppke (l., gegen Kölns Kevin McKenna) steht bei acht Treffern in der aktuellen Spielzeit

Kruppkes bisher einzige Bundesligastation war der SC Freiburg. In fünf Saison absolvierte er 54 Bundesliga-Spiele und traf zwei Mal

Braunschweig - Eintracht Braunschweig kann im letzten Spiel des Jahres 2012 wieder die Tabellenführung übernehmen. Im Topspiel treffen die Niedersachsen auf den Verfolger Union Berlin. Vor der Partie gegen die "Eisernen" sprach bundesliga.de mit dem Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke.
bundesliga.de: Herr Kruppke, Eintracht Braunschweig geht auch zum Rückrundenstart unbeirrt seinen Erfolgsweg weiter. In Köln hat die Mannschaft zuletzt 2:2 gespielt. Danach verspürten Sie eine gewisse Genugtuung, warum?

Dennis Kruppke: Im Vorfeld haben wir in Artikeln mitbekommen, dass man uns nicht so ganz ernst nimmt. Vor dem Spiel hieß es in einem Bericht, man wolle mit uns Schlitten fahren. Wir haben dann gute Argumente gebracht, dass wir auf Augenhöhe sind. Alles in allem haben wir dann in Köln einen verdienten Punkt mitgenommen. Wir sind ernstzunehmen.

bundesliga.de: Vor der Winterpause steht jetzt noch ein Meisterschaftsspiel an. Wie leer ist der Akku nun? Oder bedauern Sie die Pause im Spielbetrieb, weil die Eintracht seit Monaten so einen sensationellen Lauf hat?

Kruppke: Sowohl, als auch. Nach so vielen kräftezehrenden Spielen brauchen wir auch einmal eine Pause. Aber aufgrund unseres Laufes tut es auch einen kleinen Tick weh, dass wir pausieren müssen. Jetzt wollen wir erst einmal das letzte Spiel gut über die Bühne bringen, drei Punkte holen. Dann haben wir alle ein tolles Weihnachtsfest vor der Tür.

bundesliga.de: Wie geht man dann anschließend ins Neue Jahr, wenn man das Saisonziel Klassenerhalt bereits nach der Hinrunde erreicht hat?

Kruppke: Wir wollen einfach genau so weiter auftreten, wie wir das bisher gemacht haben. Wir gucken noch nicht in die weite Ferne.

bundesliga.de: Sie haben schon in der Bundesliga gespielt. Das muss Sie doch noch einmal mit Ihren 32 Jahren reizen? Oder ist der Aufstieg weiter ein Tabuthema in Braunschweig?

Kruppke: Generell ist es für jeden Fußballer ein Traum, in der Bundesliga zu spielen. Aber wir wissen, dass wir noch viele Spiele bestreiten müssen. Bei der Drei-Punkte-Regel ist vieles möglich. Das haben wir im vergangenen Jahr erfahren müssen, als wir viele Punkte haben liegen lassen. Das wollen wir natürlich in dieser Saison besser machen.

bundesliga.de: Zum Jahresabschluss gastiert Union Berlin in Braunschweig, ein Verein, der ähnlich wie Köln nach schwachem Saisonstart das Feld von hinten aufrollt und bereits auf Platz 5 steht. Wie groß ist Ihr Respekt vor Union?

Kruppke: Wir haben schon in der Hinrunde vor der Truppe Respekt gehabt. Wir werden natürlich keine Angst haben. Union wurde vor der Saison auch als Aufstiegskandidat gehandelt. Sie haben sich jetzt wieder nach oben gekämpft und einen guten Lauf. Wir sind heiß auf das letzte Spiel - und dann kommt der wohlverdiente Urlaub.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski
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