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2. Bundesliga

04.04.2013 - 16:41 Uhr


"Ein wichtiges, aber kein entscheidendes Spiel"

Albert Bunjaku schoss in 23 Zweitliga-Spielen für den FCK in dieser Saison zehn Tore

Torreiches Hinspiel: Am 11. Spieltag trennten sich Köln (mit Dominic Maroh, r.) und Lautern (mit Mohamadou Idrissou) 3:3

Franco Foda hat mit den "Roten Teufeln" in der Rückrunde nur eine ausgeglichene Bilanz und verlor so neun Punkte gegenüber Köln

Kaiserslautern - Albert Bunjaku sagt, er freue sich auf diesen Freitag. Ein Flutlichtspiel im Fritz-Walter-Stadion, erstmals in dieser Saison ausverkauftes Haus auf dem Betzenberg, ein Spitzenspiel zwischen dem Dritten und dem Vierten der 2. Bundesliga. Bunjaku, der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern, sagt: "Wir müssen so spielen, dass der Funke überspringt auf die Fans."
49.780 Zuschauer werden da sein gegen Köln (Vorschaufakten). Nur blöd für die Lauterer, dass sie vergangenen Sonntag beim 1:1 in Sandhausen den 3. Platz aus der Hand gegeben haben - und nun der FC Dritter ist, mit einem Punkt Vorsprung auf die Pfälzer. Mit einem Sieg könnte die Mannschaft von Trainer Franco Foda aber wieder an den Gästen aus dem Rheinland vorbeiziehen. Foda sagt vor dem Duell der beiden ehemaligen Meister: "Das ist ein wichtiges Spiel, aber noch kein entscheidendes. Auch danach gibt es noch sechs Spiele."

Foda muss Karl ersetzen



Die Kölner kommen mit dem Rückenwind von 15 Spielen ohne Niederlagen in die Pfalz. Foda sagt schmunzelnd: "Jede Serie geht einmal zu Ende." Doch der FCK ist nicht in allerbester Form. Die Spieler müssen die Enttäuschung nach dem 1:1 in Sandhausen verkraften und außerdem den Ausfall von Markus Karl. Der defensive Mittelfeldspieler, der in der Winterpause vom 1. FC Union Berlin gekommen war, zog sich in Sandhausen einen Innenbandteilabriss im Knie zu. Der 27-Jährige wird voraussichtlich in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten können. Wie Foda Karl ersetzen wird, ist noch offen.

Vielleicht ist sogar eine Systemänderung denkbar und der FCK agiert statt mit zwei Sechsern im defensiven Mittelfeld nur mit einem, nämlich Ariel Borysiuk. Denkbar ist das, weil die Alternativen auf dieser Position rar sind, nachdem neben Karl auch Enis Alushi, Steven Zellner und Denis Linsmayer ausfallen und Pierre De Wit nach langer Verletzung noch nicht wieder in allerbester Form ist.

"In Karl haben wir einen wichtigen Spieler auch im Luftkampf verloren", hadert Foda, der besonders vor Stefan Maierhofer warnt, dem groß gewachsenen Stürmer der Kölner. Foda nennt den Österreicher einen "Mentalitätsspieler".

Bloß kein Unentschieden



Vielleicht fehle seiner Mannschaft nur ein "bisschen das Glück" im Verwerten der Torchancen, meint Foda. Zwölf Mal spielte der FCK in dieser Saison schon remis, sechs Mal ging man dabei mit 1:0 in Führung und dennoch gelang am Ende kein Sieg. "Die Torchancenverwertung muss besser werden, wir waren oft vorne und haben dann den Sack nicht zugemacht", sagt Foda: "Deshalb haben wir so oft unentschieden gespielt.

Gegen Köln fordern die FCK-Fans einen Sieg und Foda ist sich sicher: "Wir haben oft bewiesen, dass wir gut spielen und jede Mannschaft schlagen können." Ein Remis in diesem Spiel wäre für beide Konkurrenten um Platz 3, der am Ende Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga bedeuten würde, nicht gut, glaubt Foda. "Weil dann Mannschaften wie 1860 München oder Cottbus noch einmal ihre Chance wittern, heranzukommen." Der Abstand der Verfolger zum Spitzenduo Hertha BSC und Eintracht Braunschweig (Tabelle) ist ohnehin zu groß, um noch einmal aufgeholt zu werden.

Im Saisonendspurt will der FCK noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Der Club startet an diesem Donnerstag die Kampagne: "Vereint bis zur letzten Minute". Die Resttickets für die verbleibenden drei Heimspiele gegen den SC Paderborn, FSV Frankfurt und FC St. Pauli werden je nach Kategorie zum Preis von acht, zehn oder zwölf Euro verkauft. Gegen Köln ist der Betzenberg an diesem Freitag aber sowieso ausverkauft.

Tobias Schächter
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