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9. Spieltag

29.09.2013 | 13:30 Uhr

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  • 1. FC Kaiserslautern
  • 3 : 0
    0 : 0
  • TSV 1860 München

29.09.2013 - 17:05 Uhr


FCK hat Spaß - 1860 "seltsam passiv"

Perfekter Tag für alle FCK-Fans auf dem Betzenberg: Nach vier Ligaspielen ohne Sieg jubelte Lautern gegen den Mitkonkurrenten TSV 1860 München (© Imago)

Die Münchner hatten sich gleich drei Stück einschenken lassen. Wie hier Mo Idrissou (l.) gegen Christopher Schindler waren die Gastgeber immer einen Schritt voraus (© Imago)

TSV-Trainer Friedhelm Funkel kassierte seine erste Liga-Pleite mit den Löwen. "Ich habe selten eine so schlechte Leistung meiner Mannschaft gesehen", sagte er

Kaiserslautern - Karim Matmour wirkte richtig glücklich, obwohl er zwischendurch richtig Pech gehabt hatte. Zwei Mal schoss der Algerier für den 1. FC Kaiserslautern auf das Tor von 1860 München - beide Male traf der Ball nur den linken Pfosten.
Aber Matmour war in einer sehr starken FCK-Mannschaft einer der besten Spieler; und weil die Pfälzer am Ende ein Spiel, das sie auch hätten 8:0 gewinnen können, souverän mit 3:0 (0:0) gewannen, wollte sich nach Abpfiff ein breites Grinsen aus Matmours Gesicht partout nicht verabschieden.

"Runjaic hat Frische in die Mannschaft gebracht"



"Wir haben wieder Spaß, Fußball zu spielen", erklärte der Außenstürmer. Auf die Frage, ob das seit zwei Wochen wieder so ist, seitdem Kosta Runjaic das Traineramt beim FCK für Franco Foda übernommen hat, wollte Matmour lieber nicht antworten. Er grinste nur und meinte: "Der neue Trainer hat Frische in die Mannschaft gebracht und ein paar taktische Sachen geändert, die ihr guttun."

Die Elf ist nun offensiver ausgerichtet, die Außenverteidiger stehen weiter vorne, der FCK unter Runjaic spielt mit mehr Risiko - und wird bislang belohnt. Nach dem 0:0 in Köln und dem Pokalsieg gegen Hertha BSC vergangenen Mittwoch (3:1) war dieses 3:0 ein weiterer Schritt nach vorne. "Wenn man drei Tore schießt, hinten keines bekommt und die Zuschauer so mitnehmen kann, ist das natürlich fast optimal", freute sich Runjaic.

Der Sieg gegen die Sechziger sei wichtiger als der gegen Berlin, meinte Matmour. Das stimmte, denn Lautern hatte zuletzt aus vier Ligaspielen nur zwei Zähler geholt und stand deshalb unter Zugzwang. Es war aus FCK-Sicht ein schlechter Witz, dass es nach einer starken ersten Halbzeit noch 0:0. Doch kurz nach der Pause war es Marcel Gaus, der nach einem Pass von Markus Karl dann die Weichen auf Sieg stellte (51.). Der für Olivier Occean eingewechselte Torjäger Simon Zoller machte mit dem 2:0 alles klar (72.), bevor Mo Idrissou den Endstand herstellte (82.). Runjaic vertraute der gleichen Anfangself wie im Pokal. "Hochmotiviert und konzentriert" (Runjaic) hatte der FCK den Münchnern keine Chance gelassen.

Funkels erste Pleite: "Seltsame Passivität"



Nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund vergangenen Mittwoch war die Pleite auf dem Betzenberg für den neuen Sechziger-Trainer Friedhelm Funkel die erste Niederlage in der Liga. "Ich war selten mit einer Mannschaft so unterlegen wie heute", gab der Trainer-Routinier zu: "Das war eine ganz schwache Leistung." Das Auffälligste bei den Löwen auf dem Platz war noch die graue Hose von Torwart Gabor Kiraly.

Münchens Kapitän Benjamin Lauth gelang in der 47. Minute der einzige Schuss auf das Lauterer Tor. Funkel versprach schon mal, dass seine Mannschaft im nächsten Heimspiel gegen Energie Cottbus ganz anders auftreten werde. Entscheidend für den schwachen Auftritt sei eine so nicht vorgesehene, "seltsame Passivität" gewesen, meinte Funkel.

Wahrscheinlich hatte Lauterns Mittelfeldrecke Karl recht, als er selbstbewusst meinte: "Dieses Spiel ist auf unserem Mist gewachsen, nicht auf deren Mist." Und außerdem fand Karl: "Drei Tore reichen auch erst einmal." Schön auf dem Boden bleiben, lautet die Devise in der Aufbruchsstimmung mit Kosta Runjaic in der Pfalz.

Aus Kaiserslautern berichtet Tobias Schächter

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