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31. Spieltag

26.04.2013 | 18:00 Uhr

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  • FC Ingolstadt 04
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    0 : 0
  • Eintracht Braunschweig

26.04.2013 - 20:12 Uhr


"Es wird keine Wellness-Tour"

Hoch soll er leben! Torsten Lieberknecht (o.) und sein Team feiern die Rückkehr nach 28 Jahren Braunschweiger Bundesliga-Abstinenz

Lieberknecht (l., mit Orhan Ademi) schaffte mit der Eintracht bereits 2011 den Aufstieg in die 2. Bundesliga

Braunschweig - Eintracht Braunschweig hat nach Hertha BSC als zweites Team der 2. Bundesliga den vorzeitigen Aufstieg geschafft. Nach dem 1:0-Sieg in Ingolstadt sind die Niedersachsen nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze zu verdrängen. (Die besten Aufstiegsbilder in XL!)
Der Aufstieg "ist ein großer historischer Moment", so Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, der sich noch nicht vorstellen kann, "was in Braunschweig los sein wird". Der Coach erinnert sich dabei an den Ausnahmezustand in der Stadt vor zwei Jahren. Und damals waren die Braunschweiger in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

bundesliga.de: Was erwarten Sie von der Bundesliga?

Lieberknecht: Zunächst einmal ist sie ein mehr als großes Geschenk für den Verein, auch finanziell. Aber wir wissen auch, dass es keine Wellness-Tour wird. Aber wir wollen uns auch in der Bundesliga so darstellen wie wir es immer getan haben. Wir sind sehr kritisch beäugt worden, als wir in die Zweite Liga aufstiegen sind. Es hieß, wir hätten den schlechtsten Kader und würden wieder absteigen. Das wollen wir erneut widerlegen. Wir wollen eine Mannschaft sein, gegen die es sehr unbequem ist, zu spielen. Wobei wir natürlich wissen, dass wir das eine oder andere Spiel mehr verlieren werden als in der 2. Bundesliga. Aber wir wollen uns wehren.

bundesliga.de: Es fiel auf, dass die Eintracht verletzungsbedingte Ausfälle von Spielern wie Damir Dogan, Orhan Ademi und, und, und gut weggesteckt hat. Ist der Kader auf allen Positinen doppelt gut besetzt?

Lieberknecht: Wir haben in der Tat sehr, sehr viele schwer verletzte Spieler gehabt. Die Saison hat gezeigt, dass wir sehr willige Spieler haben, und es ist uns gelungen wie keiner anderen Mannschaft in der Liga, diese Ausfälle zu kompensieren. Das liegt daran, dass die Jungs charakterlich so gepolt und so wissbegierig im Training dabei sind, dass man sie ins Rennen schicken kann und sie ihren Job machen. Das Kollektiv ist bei uns entscheidend.

bundesliga.de: Gibt es dennoch eine Position, wo sie sagen würden, da müssen wir unbedingt was machen?

Lieberknecht: Nein. Ich finde, wir sind gut besetzt. Deshalb haben wir ja vom Torhüter über rechts hinten in der Viererkette bis vorn jeden Spieler, der zum Stamm gehört, gehalten. Das ist zum Beispiel etwas was Greuther Fürth leider nicht geschafft hat, Leistungsträger wie Olivier Occean oder Stephan Schröck zu halten. Das haben wir geschafft. Es geht also nicht um verbessern, sondern eher darum, auf der einen oder anderen Position Konkurrenz zu schaffen.

bundesliga.de: Ähnlich wie der FC St. Pauli und Hoffenheim vor einigen Jahren ist Braunschweig in kurzer Zeit den Weg aus der 3. Liga in die Bundesliga gegangen? In Braunschweig ist man wie bei St. Pauli bisher den Weg gegangen, den Aufstiegskader zu halten und nur punktuell zu verstärken. Bleibt es im Falle des Aufstiegs dabei?

Lieberknecht: Wir wissen natürlich, dass wir uns qualitätsmäßig auf der einen oder anderen Position anheben müssen, besonders was die Erfahrung angeht. Aber grundsätzlich wollen wir unseren Weg beibehalten. Wir wollen uns so darstellen, wie wir es bisher immer gemacht haben.

bundesliga.de: Wie ist die Stimmung in der Stadt?

Lieberknecht: Es ist alles sehr euphorisch hier. Als Gründungsmitglied der Bundesliga nach 28 Jahren Abstinenz wieder dabei zu sein, gleicht schon einem großen Wunder. Allerdings einem solide aufgebauten Wunder. Ich glaube, der Aufstieg wird die Menschen hier in eine Wallung versetzen, wie wir sie noch nie erlebt haben. Ich hoffe, dass wir den Leuten das schenken können.

bundesliga.de: Und wäre der Klassenerhalt auch ein Wunder?

Lieberknecht: Das wäre ein noch größeres Wunder.

Das Gespräch führte Jürgen Blöhs

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