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25. Spieltag

09.03.2013 | 13:00 Uhr

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  • FC Energie Cottbus
  • 2 : 1
    1 : 1
  • 1. FC Union Berlin

11.03.2013 - 16:16 Uhr


"Wir waren zu blöd"

Union-Kapitän Torsten Mattuschka lief von 2002 bis 2005 für Energie Cottbus auf. Im Interview spricht er über die 1:2-Derbyniederlage in der Lausitz

Der gebürtige Cottbuser (r., im Zweikampf mit Hertha-Spielmacher Ronny) ist Antreiber und Chef im Mittelfeld der Berliner. In dieser Saison war er bereits an 120 Torschüssen beteiligt

Torgefährlich ist der 32-Jährige noch dazu: In der laufenden Spielzeit gelangen ihm schon sieben Treffer. Fünf weitere bereitete er vor

Cottbus - Es hätte sein Spiel werden können: Torsten Mattuschka, Kapitän des 1. FC Union Berlin und gebürtiger Cottbuser. In der 38. Minute erzielte der Mittelfeldregisseur bei seinen alten Club FC Energie per Elfmeter das 1:1, eine gute halbe Stunde später hatte er ein weiteres Tor auf dem Fuß.
Stattdessen erzielte Boubacar Sanogo für die Lausitzer, bei denen Mattuschka acht Jahre in der Jugend gespielt und es später sogar zu vier Bundesliga-Einsätzen gebracht hatte, in der 68. Minute das 2:1. Obwohl die Hausherren gegen Union fast eine Stunde in Unterzahl spielten, gelang es den Köpenickern nicht, die Partie für sich zu entscheiden.

Im Interview spricht der 32-Jährige über die Schwierigkeit, gegen einen dezimierten Gegner zu spielen, hadert mit seinem Alutreffer und denen seines Teamkollegen Björn Jopek (48. und 70. Minute) und hakt den Kampf um den Relegationsrang 3 vorläufig ab.

Frage: Herr Mattuschka, war es gegen Cottbus schwieriger, in Überzahl zu spielen als vorher?

Torsten Mattuschka: Ja, manchmal ist das wirklich so. Aber ich denke, Cottbus war nicht besser. Wir schenken halt die Tore zu leicht her. In Überzahl darf man nicht solche Gegentore kriegen. Wir haben das nicht geschafft. Und dann kann man so ein Spiel auch mal verlieren. Es ist klar, dass Cottbus nach dem 2:1 nochmal Luft kriegt. Ich hätte aber auch zwei Minuten nach dem 2:1 unbedingt das 2:2 machen müssen. Aber das ist mir leider nicht gelungen. Von daher müssen wir jetzt leider damit leben, dass Cottbus das Spiel gewonnen hat und wir zu blöd waren, zu gewinnen.

Frage: Hat Union kein Rezept gefunden gegen die gut verteidigenden Cottbuser?

Mattuschka: Ja, wir haben es fast besser gemacht, als es noch Elf gegen Elf ging. Warum das manchmal so ist, ist schwierig zu erklären. Wenn bei Björn Jopeks Schuss kurz nach der Halbzeitpause mit ein bisschen Glück der Ball reingeht, steht es 2:1 für uns. Dann hätte sich das Ding erledigt gehabt.

Frage: Trauern Sie Ihrer vergebenen Chance hinterher?

Mattuschka: Ich hätte in der 70. Minute unbedingt das 2:2 machen müssen. Vielleicht fehlt uns da im Moment auch ein bisschen das nötige Quäntchen Glück. Glückwunsch an Cottbus, letztlich waren wir einfach nicht effektiv genug. Jetzt stehen wir wieder mit hängenden Köpfen da und wissen nicht, warum, wieso und weshalb. Trotzdem werden wir wieder aufstehen.

Frage: Wie sehr tut Ihnen die Niederlage ausgerechnet in Ihrer Heimatstadt Cottbus weh?

Mattuschka: Ach, die tut nicht nur mir weh, sondern allen. Das ist doch logisch, wenn man hier nach einer guten halben Stunde in Überzahl ist und es 1:1 steht. Es ist wirklich bitter, weil wir unbedingt gewinnen wollten. Mit einem Sieg hätten wir nochmal eine richtige Serie starten können. Aber wenn man es eine Stunde in Überzahl nicht schafft, das Spiel zu gewinnen, braucht man nicht mehr darüber zu reden, oben nochmal anzugreifen. Ich denke, das hat sich damit erledigt. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht. Jetzt werden wir intern darüber reden und dann am Freitag gegen St. Pauli wieder angreifen.

Frage: Ist der Zug nach oben wirklich abgefahren?

Mattuschka: Das ändert sich von Woche zu Woche. Man muss halt mal eine Serie starten und dann gucken, wie die anderen spielen. Jetzt haben wir noch neun Spiele. Wir konzentrieren uns auf uns und dann werden wir ja sehen. Erstmal geht es jetzt gegen St. Pauli. Da müssen wir wieder alles raushauen und versuchen, eine Reaktion zu zeigen und das, was wir in Cottbus verbockt haben, wieder ein bisschen gutzumachen.

Aus Cottbus berichtet Andre Anchuelo

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