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25. Spieltag

09.03.2013 | 13:00 Uhr

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  • FC Energie Cottbus
  • 2 : 1
    1 : 1
  • 1. FC Union Berlin

12.03.2013 - 12:26 Uhr


In Unterzahl: Cottbus kämpft sich zurück ins Aufstiegsrennen

Boubacar Sanogo (r.) erzielt im Derby gegen Union den 2:1-Siegtreffer - sein zwölftes Saisontor

Nach dem Platzverweis gegen Alexander Bittroff und dem darauf folgenden Strafstoß standen die Zeichen schlecht für Energie, doch trotz Unterzahl entschied der FCE das Derby für sich

Für die Mannschaft von Trainer Rudi Bommer war es bereits der zweite Sieg in Folge. Damit sind die Lausitzer noch voll im Kampf um den Aufstieg dabei

Cottbus - Der FC Energie ist zurück im Kampf um Platz 3. Im Berlin-Brandenburg-Derby gegen den 1. FC Union Berlin behielt der FC Energie Cottbus mit 2:1 die Oberhand und ist dem 1. FC Kaiserslautern nun wieder dicht auf den Fersen - obwohl die Lausitzer fast eine Stunde in Unterzahl spielten.
Dabei waren die Voraussetzungen nicht die besten gewesen: Seit dem denkwürdigen 3:1 gegen den damaligen Tabellenführer Eintracht Braunschweig im November hatte der FCE kein Heimspiel gewonnen und nie mehr als ein Tor erzielt. Zwar ging das Team von Trainer Rudi Bommer bereits in der 10. Minute durch eine feine Einzelleistung von Daniel Adlung in Führung. Doch in der 38. Minute folgte der Schock. Elfmeter für Union, den ausgerechnet der Ex-Cottbuser Torsten Mattuschka verwandelte. Noch schlimmer jedoch: Die Rote Karte für Alexander Bittroff.

"Sensationelle Mannschaftsleistung" zu zehnt



"Wenn man gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Union fast eine Stunde in Unterzahl ist und trotzdem gewinnt", sagte Adlung, "dann war es auch verdient." Der Offensivspieler, mit einem Treffer, drei Torschüssen und drei Vorlagen der Matchwinner, hatte "eine sensationelle Mannschaftsleistung" gesehen: "Auf dieses geschlossene Auftreten können wir aufbauen." Sinnbildlich für die gesamte Partie war der Cottbuser Siegtreffer: In der 68. Minute hämmerte erst Marc-Andre Kruska das Spielgerät an die Latte, den abprallenden Ball erreichte dann Goalgetter Boubacar Sanogo vor den erstarrten Unionern und wuchtete ihn dynamisch per Kopf ins Netz. Die gesamte Aktion zeigte, dass Energie die bissigere Mannschaft war.

Vorbereiter Kruska empfand den Sieg als "verdient, weil wir mit einem Mann weniger sehr gut gearbeitet haben". Der frühere Kapitän der Hausherren wusste: "Manchmal ist es schwieriger, gegen zehn Mann zu spielen."

Bommers Ansage zeigt Wirkung



Auch Coach Bommer hatte ein "richtig geiles Derby" mit "sehr vielen guten Zweikämpfen" gesehen und verriet über Adlungs Tor: "Wir haben vor dem Spiel darüber gesprochen, dass er öfter mal so abziehen muss, weil er einen sehr guten Schuss hat." Doch ganz besonders einer war richtig glücklich über das Happy-End für seine Mannschaft: Unglücksrabe Bittroff, der sein Team durch den frühen Platzverweis geschwächt hatte. "Ich bin sehr erleichtert", konstatierte der 24-Jährige. Die Rote Karte empfand der Außenverteidiger wegen der Mehrfachbestrafung in Form von Platzverweis und Strafstoß zwar als zu hart, räumte aber ein: "Den Elfmeter kann man geben". Bittroff, vor dem Spiel neben Kapitän Uwe Möhrle der einzige Energie-Profi, der in dieser Saison noch keine Minute verpasst hat, wird eine Partie fehlen.

Im Rennen um Platz 3, der zur Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga berechtigt, hat der FCE nun trotzdem wieder gute Karten. Erstmals seit September gewannen die Cottbuser wieder zwei Partien in Folge, und das gegen starke Gegner. Das Team spielt noch gegen die Mitkonkurrenten 1860 München und vor allem den 1. FC Kaiserslautern, den es aktuell vom 3. Rang zu verdrängen gilt. Doch nur, wenn das Team aus der Lausitz dabei die nötige Konstanz beweist, wird es ernsthafte Chancen gegen die zahlenmäßig große Konkurrenz haben.

Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz" bleibt



Wie schnell es nach unten und wieder nach oben geht, hat die Bommer-Elf in den vergangenen Wochen selbst erlebt: Nach einem dunklen Winter mit acht sieglosen Spielen in Folge rutschte man auf Rang 9 ab - das war vor gerade einmal zwei Wochen. Nun sind es nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.

Kruska wollte deshalb auch nicht vom offiziellen Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz" abrücken. "Man sieht, wie schnell es nach oben oder unten geht", analysierte der Mittelfeldmotor, "warum sollten wir uns jetzt selber unnötig unter Druck setzen?" Sollte "einstellig" allerdings 1 bis 3 bedeuten, wäre alles andere als ein Dreier am kommenden Wochenende beim Abstiegskandidaten MSV Duisburg schon wieder ein Rückschlag.

Aus Cottbus berichtet Andre Anchuelo

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