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18. Spieltag

10.12.2012 | 20:15 Uhr

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  • 1. FC Köln
  • 2 : 2
    0 : 1
  • Eintracht Braunschweig

11.12.2012 - 14:51 Uhr


"Wie ein roter Faden": FC belohnt sich wieder nicht

Unfassbar: Anthony Ujah schießt Köln in der 88. Minute in Front - und dennoch reicht es am Ende nicht

Denn: Das letzte Wort hatte Herbstmeister Braunschweig. Ermin Bicakcic (l.) traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich

Doch Köln hat erneut bewiesen, dass es mit den Top-Teams mithalten kann. Christian Clemens (r.) hatte die Gästeführung ausgeglichen

Köln - Die Geschichte wiederholt sich. Immer wieder. Der 1. FC Köln kann gegen die Top 4 der 2. Bundesliga einfach nicht gewinnen, auch wenn er beim 2:2-Unentschieden gegen Herbstmeister Eintracht Braunschweig ganz kurz davor war. Doch in der Nachspielzeit patzten die Domstädter bei einem Eckball.
Nach dem späten Führungstreffer in der 88. Minute durch das siebte Saisontor von Mittelstürmer Anthony Ujah war der FC ganz nah dran am Dreier. Doch wie schon in den Heinspielen gegen Sandhausen und Kaiserslautern gaben die "Geißböcke" den Sieg noch aus der Hand - Ermin Bicakcic traf in letzter Sekunde. Zuvor hatte Christian Clemens für Köln die Führung von Domi Kumbela ausgeglichen.

"Bitter und sehr schade"



"Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison", lamentierte FC-Stürmer Thomas Bröker. "Wenn man oben steht, macht man den Ausgleich, wir bekommen ihn. Das ist sehr bitter und schade." Keine Frage, die Kölner sind auf einem guten Weg. Sie verloren nur eines der letzten zwölf Spiele und holten dabei 23 Punkte.

Doch auch im fünften Anlauf reichte es für den FC nicht zu einem Dreier gegen eines der Topteams. Die Rheinländer verpassten damit die große Chance, bis auf fünf Punkte an den Relegationsplatz heranzurücken. So beträgt der Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern sieben Zähler. Immerhin schob sich Köln durch den Punktgewinn auf Platz 9 vor - und steht damit erstmals in der oberen Tabellenhälfte.

Nur drei von zehn Heimspielen gewonnen



Doch den großen Schritt nach vorne schaffen sie nicht. Vor allem zuhause lässt die Elf von Holger Stanislawski viel zu viele Punkte liegen. Nur drei der zehn Heimspiele wurden gewonnen, Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Denn mal um mal zeigt der Absteiger famose Auftritte.

"Das Ergebnis nach diesem turbulenten Spiel tut weh", meinte FC-Innenverteidiger Dominic Maroh, der bei Kumbelas Führungstreffer keine sehr glückliche Figur abgab. "Wir haben den Sprung nach vorne verpasst, aber wir haben auch einen Punkt geholt. Das müssen wir als Positives aus diesem Spiel ziehen."

Stanislawski machte seiner Mannschaft keine Vorwürfe. "Wir wissen, was wir besser machen müssen. Aber wir wissen auch, was wir schon richtig gut machen", meinte der Coach nach dem großen Kampf. "Wir genießen dieses Spiel. Es war mit das beste Zweitliga-Spiel in diesem Halbjahr. Das zweite gegen Kaiserslautern haben wir auch mitgemacht. Das ging sogar 3:3 aus. Wir hoffen, dass wir beim dritten auch wieder dabei sind und dann endlich einmal mit drei Punkten nach Hause gehen."

Nach Sandhausen und zum VfB



Vor der Winterpause stehen noch zwei ganz unterschiedliche Aufgaben für die Kölner auf dem Programm. Zunächst geht es am kommenden Freitag zum Abstiegskandidaten nach Sandhausen, anschließend tritt der FC im Pokal-Achtelfinale beim VfB Stuttgart an.

"In Sandhausen wollen wir noch mal punkten. Das wird ein ganz anderes Spiel", sagt Stanislawski. "Wir müssen alle Kräfte bündeln und uns konzentrieren. Und danach haben wir noch ein wichtiges Pokalspiel. Da fahren wir nicht nur hin, um uns die Zeit zu vertreiben. In Stuttgart wollen wir die kleine Chance, die sich vielleicht für den unterklassigen Verein bietet, nutzen."

Wollen die Kölner zumindest mit einem Auge noch nach oben schielen, müssen sie in Sandhausen gewinnen. Dann geht vielleicht noch etwas in Richtung Platz 3. Der Braunschweiger Trainer hat den FC noch auf der Rechnung. "In Köln entsteht unter der Führung von Holger etwas extrem Gutes", glaubt Torsten Lieberknecht. "Wenn in Köln weiterhin die Ruhe bewahrt wird, dann wird der FC noch ein Wörtchen mitreden."

Aus Köln berichtet Tobias Gonscherowski

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