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Spieltag & Spielplan

4. Spieltag

03.09.2012 | 20:15 Uhr

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  • 1. FC Union Berlin
  • 1 : 2
    0 : 1
  • Hertha BSC

04.09.2012 - 14:32 Uhr


"Das Manko ist, dass nach vorne nicht viel geht"

Union-Kapitän Torsten Mattuschka (l.) präsentierte sich im Derby gegen Hertha BSC gewohnt kämpferisch. Doch am Ende standen die "Eisernen" wieder mal ohne Punkte da

Herthas Neuzugang Sandro Wagner brachte den Absteiger in Front. Der Ex-Bremer traf im zweiten Spiel in Folge für seinen neuen Arbeitgeber

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christopher Quiring ließ Herthas Ronny (l.) mal wieder seine Schussstärke aufblitzen und verwandelte einen direkten Freistoß zum 2:1-Siegtreffer

Berlin - "Torsten Mattuschka, Du bist der beste Mann. Torsten Mattuschka, Du kannst was keiner kann" - obwohl die Fans im Stadion an der Alten Försterei ihrem Liebling schon während des Spiels huldigten, konnte auch der Kapitän von Union Berlin die 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC nicht verhindern.
Kämpferisch war allen 14 eingesetzten Unionern kein Vorwurf zu machen, doch weil die Hertha robust dagegenhielt und sich in den entscheidenden Situationen cleverer anstellte, gewannen die Charlottenburger gegen die Köpenicker im dritten Anlauf zum ersten Mal ein Pflichtspiel.

Mit nur einem Punkt aus vier Spielen stehen Mattuschka und Co. nun weit unten in der Tabelle. Der Spielmacher der "Eisernen" stellte sich nach der Partie den Fragen der Journalisten.

Frage: Herr Mattuschka, das Stadtderby gegen Hertha BSC ging mit 1:2 verloren. Woran lag es?

Torsten Mattuschka: Ich denke, Hertha hat ein bisschen mehr Glück gehabt. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben viele Zweikämpfe gewonnen und sind sehr aggressiv gewesen. Dann macht Hertha praktisch mit der ersten Aktion das Tor. Wir sind dann richtig gut aus der Halbzeitpause gekommen. Wir hatten das Spiel absolut im Griff und haben verdient das 1:1 erzielt. Dann kriegen wir den Konter, machen das Foulspiel, bekommen den Freistoß gegen uns und Ronny haut das Ding rein. Das darf einfach nicht passieren. Es waren noch 20 Minuten zu spielen und wir hatten das Spiel im Griff. Am Ende hat uns dann vielleicht auch ein bisschen die Kraft gefehlt, um das Spiel noch zu drehen. Das ist natürlich bitter, aber wir müssen jetzt nach vorne schauen und den Kopf hochnehmen. Aber wenn wir so in die nächsten Spiele reingehen wie diesmal, bin ich zuversichtlich, dass wir den Bock umstoßen und unten auch wieder rauskommen.

Frage: Hertha hatte vielleicht mehr Glück, aber Union hatte in der gesamten ersten Halbzeit auch keine einzige echte Torchance - war das nicht zu wenig?

Mattuschka: Ja, sicherlich hat Hertha das auch gut gemacht, die haben uns gut zugestellt. Sie haben gut gepresst, wenn wir versucht haben, von hinten aufzubauen. Da konnten wir nur mit langen Bällen operieren. Dann ist es natürlich schwierig für unsere Stürmer Simon Terodde und Adam Nemec, vorne die Bälle zu sichern. Und das Nachrücken ist auch schwierig, wenn man den zweiten Ball nicht gewinnt. Dadurch sind wir nicht so richtig ins Spiel gekommen. Aber ich denke trotzdem, dass unsere Leistung in Ordnung war. Es war richtig Feuer drin und wir waren auf jeden Fall ebenbürtig. Aber das ist bei uns wohl im Moment das Manko, dass nach vorne nicht viel geht und wenn wir eine Torchance haben, dann machen wir sie nicht rein. Umgekehrt erzielen unsere Gegner gleich mit der ersten Chance das Tor. Dann rennt man hinterher. Wir müssen jetzt die Fehler abstellen, nach vorne gucken und positiv bleiben.

Frage: Aber von Krise kann man noch nicht sprechen?

Mattuschka: Was heißt Krise? Wir haben jetzt nach vier Spielen einen Punkt. Das ist natürlich alles andere als schön. Wir haben uns schon mehr ausgerechnet. Wenn man da unten drin steht, fehlt natürlich auch ein bisschen das Selbstvertrauen und das Quäntchen Glück. Aber wir werden jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und aufhören, Fußball zu spielen. Wenn wir so wie heute in das Spiel gehen, sind wir in Ingolstadt nach der Länderspielpause endlich mal dran. Die Truppe hätte es verdient und ich bin mir sicher, dass wir dann endlich den Bock umstoßen.

Frage: Wurde die Mannschaft durch das Derby nicht vielleicht mehr als bei anderen Spielen gepusht?

Mattuschka: Ach, es ist doch letztlich egal, gegen wen man spielt. Wir müssen jedes Spiel so angehen, müssen immer alles geben. Wir sind jetzt mit nur einem Punkt da unten drin. Deswegen müssen wir endlich mal Punkte holen. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit und können Kräfte sammeln. Und dann muss es in Ingolstadt heißen: Feuer frei und 100 Prozent Vollgas!

Aufgezeichnet von Andre Anchuelo

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