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Spieltag & Spielplan

31. Spieltag

16.04.2012 | 20:15 Uhr

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  • SG Dynamo Dresden
  • 2 : 1
    1 : 1
  • Fortuna Düsseldorf

18.04.2012 - 11:22 Uhr


Dresdener "Feierbiester"

Zlatko Dedic (l.) erzielte gegen Fortuna Düsseldorf bereits seinen zwölften Saisontreffer

Der Slowene war auch am 2:1-Siegtreffer von Mickael Pote (r.) beteiligt

Nach dem Spiel gegen die Fortuna feierten die Spieler von Dynamo Dresden zusammen mit den Fans den Klassenerhalt

Dresden - Am Ende feierten Spieler und Anhänger von Dynamo Dresden gemeinsam eine große Party: Mit dem 2:1-Sieg gegen Aufstiegsaspirant Fortuna Düsseldorf hat der Liga-Neuling schon drei Spieltage vor Schluss endgültig alle Saisonziele erreicht.
Das Team von Ralf Loose machte mit dem "Dreier" gegen die Rheinländer die magische 40-Punkte-Marke klar. "Wir haben ein packendes Spiel gesehen, beide Mannschaften haben die Offensive gesucht", beschrieb der frühere Fortuna-Spieler Loose seine Eindrücke. Dabei war der Sieg für den Klassenerhalt schon gar nicht mehr nötig gewesen. Schon am Vortag war der Ligaverbleib durch die Niederlage des Karlsruher SC auch rechnerisch perfekt. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung in der sehr gut gefüllten Dresdner Arena bereits vor Anpfiff der Partie.

"La Ola" auf den Rängen



Als die SGD sich im Spielverlauf auch noch als die bessere Mannschaft entpuppte, die am Ende verdient gewinnen sollte und sich damit zugleich für die 1:2-Niederlage im Hinspiel revanchierte, gab es kein Halten mehr. Während auf dem Platz die verkrampft wirkenden Düsseldorfer vergeblich versuchten, den zum Aufstieg berechtigenden Relegationsplatz zu verteidigen, schwappte über die Ränge des Stadions "La Ola".

"Es war eine phantastische Atmosphäre, wie immer bei uns", lobte Stürmer Zlatko Dedic, der an beiden Toren direkt beteiligt war. "Mit dem Sieg konnten wir uns bei unseren Fans bedanken, die bei den Heimspielen wie ein extra Mann auf dem Platz waren", sagte der vom VfL Bochum ausgeliehene Angreifer. "Das war einfach nur noch Freude", ergänzte Torhüter Benjamin Kirsten. "In so einem Stadion vor diesen tollen Fans zu spielen, ist ein Privileg, das nicht jeder hat - wir freuen uns darauf, nächste Saison wieder 17 Zweitliga-Heimspiele zu haben", sagte der Sohn von Stürmerlegende Ulf Kirsten.

Tolle Dynamo-Rückrunde



Zu Saisonbeginn konnte man in der Elbstadt mit diesem Happy-End keineswegs rechnen. Nur vier Zähler aus den ersten sechs Partien schienen alle Befürchtungen zu bestätigen, dass es für den Aufsteiger, der es erst über die Relegation gegen den VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga geschafft hatte, bis zum Schluss ums nackte Überleben gehen würde. Bis zum Ende der Hinrunde waren es dann immerhin schon 18 Punkte und ein Polster von sechs Zählern auf Rang 16.

In der zweiten Saisonhälfte sind es drei Partien vor Schluss sogar 22 Punkte und damit ein hervorragender Platz 6 in der Rückrundentabelle. "Wir haben sehr viel investiert, um da hin zu kommen", erinnerte Loose daran, dass der Klassenerhalt trotz aller Freude am Ende vor allem ein hartes Stück Arbeit gewesen war.

Jetzt wäre sogar noch der prestigeträchtige Status als Nummer 1 im Osten möglich: Union Berlin hat nur fünf Zähler mehr auf dem Konto als die SGD. Gleichzeitig bieten die restlichen drei Partien für Trainer Ralf Loose und Sportdirektor Steffen Menze die Möglichkeit, unter Wettbewerbsbedingungen den eigenen Kader für die nächste Spielzeit zu testen. Denn die Verträge von elf der 29 Dresdner Lizenzspieler enden im Sommer. Eigengewächs Maik Kegel hat sich bereits für eine neue Herausforderung entschieden: Er wechselt zum Chemnitzer FC.

Heißes Herz, kühler Kopf



Als nächstes wartet am kommenden Samstag aber erst mal das Sachsenderby beim FC Erzgebirge Aue auf die Dynamos. Benjamin Kirsten betonte: "Es ist wichtig, dass wir mit heißem Herz und kühlem Kopf in das Derby gehen."

Motivationsprobleme verbieten sich für die Dresdner dabei von selbst. "Wir werden uns ganz besonders gut auf das Derby vorbereiten", versprach Zlatko Dedic den Fans. Was auch insofern gut ist, als es für die Erzgebirgler noch immer gegen den Abstieg geht und sich an der Elbe niemand Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen will.

Aus Dresden berichtet André Anchuelo

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