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26. Spieltag

18.03.2012 | 13:30 Uhr

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  • FC Erzgebirge Aue
  • 2 : 1
    0 : 1
  • FC St. Pauli

19.03.2012 - 10:50 Uhr


"Alles super!"

Ronny König erzielte im Heimspiel gegen St. Pauli seinen achten Saisontreffer für Aue

Den 2:1-Siegtreffer erzielte Enrico Kern in der Nachspielzeit

Aue-Trainer Karsten Baumann feiert mit dem hart erkämpften Sieg gegen die Hamburger drei wichtige Punkte im Abstiegskampf

Aue - Für den FC Erzgebirge Aue war der Last-Minute-Sieg gegen Aufstiegskandidat FC St. Pauli ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Mit seinem Ausgleichstreffer ganz entscheidend am 2:1-Erfolg beteiligt: Ronny König, der Mittelstürmer der "Veilchen".
Der 28-Jährige ist das, was man gemeinhin eine "echte Kante" nennt: 96 Kilogramm, verteilt auf 1,90 Meter Körpergröße. In 147 Zweitligapartien für Wehen Wiesbaden, Rot-Weiß Oberhausen und Erzgebirge Aue erzielte der gebürtige Sachse 37 Tore.

Im Interview beschreibt König, der erst zur laufenden Saison von RWO ins Erzgebirge gewechselt war, wie er bei seinem Tor robust aber fair seinen Körper einsetzte und wie wichtig der "Dreier" für den FCE ist.

Frage: Herr König, wie ist aus Ihrer Sicht ihr wichtiger Treffer zum 1:1-Ausgleich entstanden?

Ronny König: Es kommt ein langer Einwurf, ich verlängere ihn, Hali Savran will den Ball sichern, dreht sich, ich nehm' den Ball mit und komme dann im Fallen noch vor dem Torhüter dran und mach' ihn rein. Das ist mein Spiel im Strafraum. Ich haue da meinen ganzen Körper rein. Natürlich war auch ein bisschen Glück dabei, dass ich da durchkomme. Aber ich wollte das Tor unbedingt.

Frage: War das auch so ein bisschen der Knackpunkt des Spiels, dass Aue energischer um den Ball gefightet hat?

König: Ja, man hat heute gesehen, dass wir unbedingt etwas holen wollten, mindestens einen Punkt. Dass es am Ende dann sogar drei geworden sind - darüber sind wir umso glücklicher.

Frage: Hat sich Ihr Team in der Halbzeitpause noch einmal richtig eingeschworen - Sie wussten ja, dass St. Pauli zu schlagen ist, schließlich hat Aue schon in der Hinrunde gegen die Hamburger gewonnen?

König: Richtig, wir haben auf St. Pauli schon einen Rückstand umgebogen. In der Halbzeit haben wir dann gesagt: Das haben wir schon mal geschafft, warum sollten wir das nicht wieder schaffen. Und gerade hier zuhause war es ganz wichtig, drei Punkte mitzunehmen.

Frage: Im zweiten Durchgang hätte es in beide Richtungen kippen können - war Aue auch ein bisschen die glücklichere Mannschaft?

König: Vielleicht ist heute das Glück zurückgekommen, dass wir im letzten Jahr oft hatten, um zum Beispiel kurz vor Schluss noch den entscheidenden Treffer zu setzen. Ich freue mich da auch unheimlich für Enrico Kern, dass er mit dem 2:1-Siegtreffer das erste Mal seit September endlich wieder getroffen hat. Kurzum: Es war alles super!

Frage: Hatte Ihre Mannschaft kräftemäßig keine Problem durch das Nachholspiel gegen 1860 München am Mittwoch?

König: Nein, das war zwar ein schweres Spiel, weil am Mittwoch der Platz noch tiefer war. Aber wir haben die letzten drei Tage gut regeneriert und sind belohnt worden.

Frage: Sie sehen richtig entspannt aus nach dieser Partie, täuscht der Eindruck?

König: So entspannt bin ich nicht. Aber mit dem Sieg ist erst mal eine große Last von uns abgefallen. Jetzt heißt es, Kräfteschonen für nächsten Sonntag.

Frage: Was bedeutet der Sieg jetzt für Erzgebirge Aue?

König: Das sind drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Rostock hat 2:2 gespielt, wir müssen nächsten Sonntag da hin. Das wird wieder genauso hart werden und wir müssen da weiter Punkte sammeln. Hansa spielt seit Wochen guten Fußball und wird nicht belohnt. Das wird auf jeden Fall ein schweres Spiel.

Frage: Aber drei Punkte an der Ostsee sind schon Pflicht, oder? Danach erwartet Sie schließlich das Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer Greuther Fürth, da kann man nicht unbedingt damit rechnen zu punkten.

König: Aber kann man damit rechnen, dass wir gegen St. Pauli punkten? Jeder Gegner muss bespielt werden. Wenn wir dagegenhalten wie diesmal gegen St. Pauli, haben wir gegen jeden Gegner eine Chance, egal wer kommt.

Aufgezeichnet von André Anchuelo

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