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Spieltag & Spielplan

22. Spieltag

19.02.2012 | 13:30 Uhr

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  • TSV 1860 München
  • 2 : 1
    1 : 1
  • Fortuna Düsseldorf

21.02.2012 - 14:30 Uhr


"Wir können noch Punkte gutmachen!"

Auf dem Vormarsch: Benjamin Lauth (l., gegen Düsseldorfs Adam Bodzek) und seine "Löwen" eilen in der 2. Bundesliga von Sieg zu Sieg

Der Ex-Nationalspieler (l., mit Djordje Rakic) hat bereits 14 Scorerpunkte auf dem Konto - acht Tore und sechs Vorlagen

Gegen die Düsseldorfer (hier gegen Jens Langeneke) brauchten die "Löwen" eine Energieleistung. Nun ist 1860 aber an der Spitzengruppe dran

Necat Aygün (2.v.r.) hatte per Kopf für die Entscheidung gesorgt

Danach kannte der Jubel bei Lauth (u.r.) und seinen Kollegen keine Grenzen mehr

München - 1860 München mischt die 2. Bundesliga auf. Mit dem bisherigen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf hat die Mannschaft um Kapitän Benjamin Lauth erneut ein Spitzenteam geschlagen und ist nun schon seit sieben Spielen unbesiegt - sechs davon haben die "Löwen" für sich entschieden und im Jahr 2012 noch gar keinen Punkt abgegeben. Geht da noch was nach oben für die Münchner?
"Wir dürfen die Sechzger ab heute in den Reihen der Kandidaten um die vorderen Plätze begrüßen" stellte Fortuna-Coach Norbert Meier nach der Partie klar. Auch Lauth weiß: "Wir haben aufgeschlossen". Nach dem 2:1 über Düsseldorf beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsplätze noch sechs Punkte - und die extrem formstarken Münchner haben ja auch noch ein Nachholspiel in Aue in der Hinterhand. Bei einem Sieg im Erzgebirge wären es also nur noch drei Zähler.

Nach dem Kraftakt über die Fortuna sprach der "Löwen"-Kapitän über die offene Rechnung von 1860 mit den Düsseldorfern und die schwierige Schuhwahl für das Spiel. Und er blickt auf die Tabelle.

Frage: 1860 hat in den letzten Spielen 19 von 21 möglichen Punkten geholt. Wie fühlt es sich an, die heißeste Mannschaft der Liga zu sein?

Lauth: Man merkt, dass wir Sicherheit haben. Wir sind eingespielt und haben zum Glück nicht viele Verletzte, so können wir fast immer in derselben Formation spielen. Das, und das Quäntchen Glück, das wir gegen Düsseldorf hatten, macht dann oft mal den Unterschied.

Frage: Trotz des Sieges - was hätte besser laufen können?

Lauth: Wir haben in der ersten Halbzeit dann das Spiel etwas aus der Hand gegeben und das 1:1 kassiert. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Antonio Rukavina hat uns ein bisschen durcheinandergebracht. Obwohl Gui Vallori gleich super gespielt hat. Trotzdem haben wir es nicht gleich geschafft, das hinzubekommen.

Frage: Die Fortuna galt als Favorit. Auch im Hinspiel und im DFB-Pokal war es eine klare Angelegenheit für die Düsseldorfer. Warum nicht auch dieses Mal?

Lauth: Jeder hat gesehen, dass wir gegen einen sehr guten Gegner spielen. Aber es war nicht so wie im Hinspiel, als wir klar unterlegen waren. Wir haben immer Chancen gehabt, auch vor dem Ausgleich hätten wir das 2:0 machen können. So haben wir immer gemerkt, wir sind im Spiel und gewinnen können. In der zweiten Halbzeit war das Spiel offen, die Fortuna hatte auch Chancen. Aber heute war das Glück endlich mal auf unserer Seite. Aber das haben wir uns auch erarbeitet.

Frage: Die Fortuna hatte die größeren Torchancen, aber der entscheidende Treffer fiel dann auf der anderen Seite.

Lauth: Die Düsseldorfer hatten während der Saison auch schon viel Glück, das musste irgendwann auch mal aufhören. Diesmal war es Gott sei Dank so. Wir hatten vorher zwei Mal gegen die Fortuna verloren. Man hat in der Mannschaft gemerkt, dass alle richtig heiß darauf waren, sie zu schlagen.

Frage: Wie kamen Sie mit den Bedingungen zu Recht? Einige Spieler sind ausgerutscht und Sie haben während des Spiels ja auch die Schuhe gewechselt.

Lauth: Der Platz war unten hart und oben schmierig. Das hat man beim Aufwärmen schon gemerkt, die Düsseldorfer sind auch ein paar Mal ausgerutscht. Das gleicht sich ja zum Glück aus. Nach dem Schuhe wechseln war es besser. Aber die richtige Schuhwahl zu finden, war nicht so einfach.

Frage: Hat es viel Kraft gekostet, den Spitzenreiter niederzuringen?

Lauth: Klar. Düsseldorf ist nicht umsonst Tabellenführer gewesen. Sie haben jetzt vielleicht nicht mehr die Form der Hinrunde. Trotzdem hat man gesehen, dass sie immer gefährlich sind und wir mussten alles für den Sieg aufwenden.

Frage: Kann die Mannschaft das Tempo und die Intensität bis zum Saisonende der hoch halten?

Lauth: Wir sind Profis, da sollte man schon eine Saison durchhalten können. Auch wenn Spiele wie heute natürlich viel Kraft kosten.

Frage: Wie schätzen Sie die Tabellensituation jetzt ein?

Lauth: Wenn die Düsseldorfer gewonnen hätten, wären sie erst mal weg gewesen. Die hätten wir in dieser Saison in der Tabelle nicht mehr gesehen. So sind wir näher hingerückt, haben aufgeschlossen. Wir haben noch ein Spiel weniger und können dadurch nochmal Punkte gutmachen.

Aus der Allianz Arena berichtet Christoph Gschoßmann

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