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18. Spieltag

11.12.2011 | 13:30 Uhr

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  • SG Dynamo Dresden
  • 2 : 1
    0 : 0
  • FC Energie Cottbus

12.12.2011 - 18:13 Uhr


"Gegen Rostock noch was gutzumachen"

David Solga (l., im Zweikampf mit Leonardo Bittencourt) bereitete den Siegtreffer von Mickael Pote vor

Pote erzielte gegen Cottbus einen "Dopelpack"

Dynamo-Coach Ralf Loose führte die Sachsen in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga

Dresden - Mit seiner ersten Torvorlage in der 2. Liga hatte er gehörigen Anteil am 2:1-Sieg Dynamo Dresdens im Ostderby gegen den FC Energie Cottbus: David Solga. Dabei ist der 29-Jährige als defensiver Mittelfeldspieler sonst eher fürs Toreverhindern zuständig.
Im Interview sprach der Dresdner "Sechser" über seinen Assist, mit dem er den Siegtreffer durch Mickael Pote vorbereitete, und seine Erfahrung mit "Geisterspielen". Ein solches erwartet die SGD zum Jahresabschluss am kommenden Sonntag im Stadion des FC Hansa Rostock.

Frage: Herr Solga, Glückwunsch zum Sieg! So einen Abschluss der Heim-Saison lässt man sich gerne gefallen, oder?

David Solga: Ja, das ist wunderbar - ein super Jahresabschluss. Wenn man überlegt, wo wir vor einem Jahr waren und wo wir heute stehen, dann können wir das alles genießen, egal wie das Spiel konkret war.

Frage: Dresden war diesmal vielleicht nicht so dominierend wie in anderen Spielen. Was war der ausschlaggebende Punkt, dass Sie das Ding hier gewonnen haben?

Solga: Wir standen defensiv sehr gut und haben Cottbus ganz wenig Chancen ermöglicht. Wir wussten, dass die ihre Qualitäten vor allem in der Offensive haben. Deshalb ging es darum, erstmal kein Tor zu bekommen. Nach vorne fehlten uns auch ein wenig Mut und Präzision. Da war unser Spiel nicht so gut. Als wir dann in der 50. Minuten in Führung gegangen sind, war eigentlich alles optimal. Dann kriegen nach einem langen Ball das Gegentor. Solche Lücken sind uns in der ersten Halbzeit nicht passiert. Aber am Ende haben wir dann ja doch noch gewonnen.

Frage: Wie schon in den letzten drei Partien ist Dynamo auch diesmal mit 1:0 in Führung gegangen, um danach den Ausgleich zu kassieren. Läuft da bei einem in dem Moment ein Film im Kopf ab?

Solga: So ist Fußball, Fehler passieren halt. Es war so, dass wir den Ball rausschlagen und Adlung die Kugel dann lang auf Rangelov in die Schnittstelle unserer Abwehr spielt. Der Mann hat eine große Qualität und macht das dann hervorragend. Natürlich denkt man sich in der Situation: Wir haben doch geführt und wollten kein Tor kassieren.

Frage: Warum hat Sie das nicht umgeworfen? Nach vier sieglosen Spielen, davon drei Niederlagen, könnte man ja vermuten, dass die Moral der Mannschaft ein bisschen angeknackst ist.

Solga: Die Moral war auch angeknackst. Man hat das auch gemerkt, dass wir nach dem Ausgleich einen Tick verunsichert waren, dass uns bei der einen oder anderen Aktion nach vorn das Selbstbewusstsein gefehlt hat. Aber mit dem 2:1 ist es uns diesmal besser gelungen, das wegzustecken.

Frage: Ein Wort zu ihrer Aktion in der 86. Spielminute, als Sie mit einer Zuckervorlage den 2:1-Siegtreffer eingeleitet haben?

Solga: Ich weiß auch nicht. Es gab fünf Minuten vorher schon eine Situation, wo ich vielleicht hätte schießen müssen. In dieser Szene hatte ich den Ball und es war kein Gegenspieler da. Dann lief ich und die Cottbuser machten Platz. Und dann konnte ich den Ball eigentlich nur noch zu Pote spielen (lacht).

Frage: Mit welchen Gefühlen denken Sie jetzt an das kommende "Geisterspiel" in Rostock? So etwas haben Sie sicherlich auch noch nicht erlebt. Können Sie sich das überhaupt vorstellen?

Solga: Nein, erlebt habe ich so etwas noch nicht. Aber vorstellen kann ich es mir schon: Mit der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund in der Anfangsphase meiner Karriere spielten wir des öfteren vor nichtmal 2.000 Zuschauern im riesigen Westfalen-Stadion. Das war sicherlich ähnlich. Da hört man auf dem Platz jeden Ruf. Darauf müssen wir uns einstellen, um das Spiel positiv für uns zu gestalten. Denn gegen Rostock konnten wir dieses Jahr noch nicht gewinnen (1:1 und 0:1) - da haben wir etwas gutzumachen.

Aufgezeichnet von Andre Anchuelo

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