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16. Spieltag

28.11.2011 | 20:15 Uhr

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  • Fortuna Düsseldorf
  • 2 : 1
    2 : 0
  • Greuther Fürth

29.11.2011 - 15:03 Uhr


Fortuna bleibt bescheiden

Die Fortunen feiern ausgelassen den achten Heimsieg in dieser Saison und die Rückkehr an die Tabellenspitze

Jens Langeneke (r.) war einer der beiden Torschützen gegen die Franken - der Innenverteidiger traf wieder einmal per Elfmeter

Norbert Meier und sein Team reisen als nächstes zum MSV Duisburg, gegen den sie im März dieses Jahres die letzte Pflichspielniederlage kassierten

Kapitän Andreas Lambertz hat seinen Vertrag verlängert und träumt vom Aufstieg mit seiner Fortuna

Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf hat sich dank eines hart erkämpften 2:1-Heimerfolgs gegen Verfolger SpVgg Greuther Fürth die Tabellenführung der 2. Bundesliga zurück erkämpft. Die Rheinländer blieben damit auch im saisonübergreifend 23. Meisterschaftsspiel in Serie ungeschlagen. Doch vom möglichen Aufstieg will keiner etwas wissen.
Borussia Dortmund hat es in der letzten Saion vorgemacht. Mit Understatement zum Titel, das Unwort des vergangenen Jahres rund um den Borsigplatz hieß "Meisterschaft".

So ähnlich gehen sie in Düsseldorf bei der Fortuna mit der Situation um. Schon vor dem Spitzenspiel gegen Fürth hatte Fortuna-Trainer Norbert Meier gesagt: "Die Fürther haben sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt, wir nicht."

Unglaubliche Heimstärke

Doch so langsam werden sich die Düsseldorfer damit abfinden müssen, dass diese Nummer nicht mehr lange ziehen wird. Denn die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache: 38 Punkte hat die Fortuna auf dem Konto und nun fünf Zähler Vorsprung auf Platz 4. Die Mannschaft hat alle acht Heimspiele gewonnen und sogar sensationelle 21 der letzten 22 (bei einem Unentschieden). Drei der vier härtesten Verfolger (Frankfurt, St. Pauli und Paderborn) gastieren in der Rückrunde in der ESPRIT arena.

Die Konstanz der Fortuna ist imponierend. Mit unerschütterlichem Selbstvertrauen meistert die Elf von Norbert Meier ihre Aufgaben, auch wichtige Spieler, wie der gegen Fürth gesperrte beste Torschütze Sascha Rösler (9 Tore), können ersetzt werden.

"Es läuft überragend"

"Wir sind eine Mannschaft auf dem Platz. Jeder ist bereit, sich reinzuhauen und dem anderen zu helfen, die Räume eng zu machen. Dann wird es für jeden Gegner brutal schwer, uns zu schlagen", sagt Fortuna Außenverteidiger Tobias Levels.

"Wir haben eine Riesenserie hingelegt und 38 Punkte geholt. Es läuft überragend, aber wir denken wie immer nur von Spiel zu Spiel", bremst Levels die Euphorie: "Das nächste Spiel ist in Duisburg, da werden wir wieder alles abrufen. Es ist nicht normal, wie eng es oben zugeht. Wir werden vielleicht auch einmal eine Phase haben, in der es nicht so läuft. Aber dann müssen wir bereit."

Nächste Reise geht zum letzten Bezwinger

Am kommenden Montag reist die Fortuna zum Nachbarschaftsderby nach Duisburg. Gegen den MSV verlor Düsseldorf letztmals am 18. März ein Punktspiel, damals mit 0:1. Seitdem fuhr der zweimalige Pokalsieger in 23 Meisterschaftsspielen 16 Siege und sieben Remis ein. Hinzu kommen zwei Erfolge im DFB-Pokal.

"Ich beschäftige mich nicht damit, dass wir in Duisburg unsere letzte Niederlage kassiert haben", wischt Fortuna-Keeper Michael Ratajczak negative Gedanken beiseite. "Es ist ein Straßenbahn-Derby. Die Hütte wird voll sein, wir werden wieder gefordert. Wir müssen in jedem Spiel fighten und die Leidenschaft auf den Platz bringen. Die Vorfreude ist sehr groß."

Lambertz und sein Traum vom Aufstieg

Mit einem Punktgewinn in Duisburg kann die Fortuna die Herbstmeisterschaft perfekt machen. "Das Thema interessiert mich aber nicht", behauptet Düsseldorfs Mannschaftskapitän Andreas Lambertz. Dafür interessiert die Fans umso mehr, dass der 27-Jährige, der seit neun Jahren für die Fortuna kickt, seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2014 verlängert hat.

"Mein Traum ist, mit Fortuna irgendwann einmal in der Bundesliga zu spielen", sagt Lambertz weiter. Und im Nachsatz immerhin noch: "Je früher, desto besser."

Vielleicht klappt es schon in der kommenden Saison. Er wäre dann vermutlich der erste Profi, der mit "seinem" Verein von der 4. Liga bis in die Bundesliga aufgestiegen wäre.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski

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