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13. Spieltag

28.10.2011 | 18:00 Uhr

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  • VfL Bochum
  • 1 : 0
    1 : 0
  • Alemannia Aachen

01.11.2011 - 18:06 Uhr


"Da geht noch viel mehr"

Andreas Luthe spielte schon in der Jugend für den VfL Bochum

Sein Profi-Debüt feierte der 24-Jährige im September 2009

In der laufenden Saison stand der Schlussmann in allen 13 Partien über 90 Minuten auf dem Platz

Bochum - Andreas Luthe war der Mann des Tages beim 1:0-Sieg des VfL Bochum über Alemannia Aachen. Erst verschuldete der Keeper in der Nachspielzeit einen Elfmeter - dann hielt er ihn.
Irgendwie scheint der Schlussmann eine Vorliebe für Strafstöße der Aachener Alemannia zu haben. In der vergangenen Saison parierte der 24-Jährige zwei Elfmeter am Tivoli, nun rettete er mit seiner Parade die drei Punkte für den VfL. Im Anschluss sprach Luthe über einen glücklichen Sieg, seine Rolle als Rüpel und Elferkiller und die Perspektiven der Bochumer.

Frage: Andreas Luthe, das war ein wichtiger, aber auch ein glücklicher Sieg für den VfL Bochum.

Andreas Luthe: Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Man muss zugeben, dass Aachen das Spiel in der zweiten Halbzeit diktiert hat. Darum war der Sieg am Ende tatsächlich auch ein wenig glücklich für uns. Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht so ganz, warum wir aus der Pause kommen und nicht mehr so spielen wie noch in der ersten Hälfte. Das hatten wir uns vorgenommen.

Frage: Hatte der VfL vielleicht ein Kraftproblem? Immerhin steckte der Mannschaft mit dem Pokalspiel in Unterhaching eine englische Woche in den Knochen.

Luthe: Ich denke nicht, dass dies für uns eine Ausrede sein darf. Wir haben uns alle fit gefühlt vor dem Spiel. Aachen hat das Heft zu Beginn der zweiten Halbzeit einfach gut in die Hand genommen und uns damit ein bisschen in die eigene Hälfte gedrückt. Wir hatten trotzdem weiter unsere Chancen nach vorne. Inui kann sich auf der rechten Seite gut durchsetzen, spielt einen sehr guten Ball in die Mitte - da muss einfach einer sein, dann steht es 2:0 für uns und dann ist das Spiel entschieden.

Frage: Am Ende wurde es noch einmal ein echter Krimi, weil Sie in der Nachspielzeit den Elfmeter erst verschuldet und ihn dann pariert haben.

Luthe: (lacht) Oh ja, ich bin ein absoluter Rüpel! Ich verschulde immer so viele Elfmeter, damit ich sie dann anschließend halten kann. Nein, ganz im Ernst: Der Elfmeterpfiff ging absolut in Ordnung. Ich habe den Aachener Spieler schon erwischt. Aber irgendwie liegen mir Elfmeter, ich habe keinen Bammel davor. Und vielleicht habe ich dabei auch ein bisschen Glück. Meine Schwester sagt immer, ich sei mal in einen Glückstopf gefallen.

Frage: Auch in Unterhaching im Pokalspiel haben sie vor wenigen Tagen einen Elfmeter gehalten. Aber Ihre Geschichte als Elferkiller hat schon früher angefangen. Gab es nicht mal ein Spiel in der Jugend...?

Luthe: Das war noch in der A-Jugend im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft in Berlin gegen Hertha BSC. Da ging's los. Zwei Elfmeter habe ich gehalten, einer ging noch an den Pfosten. Das ist einfach eine Sache, die mir liegt. Aber ich möchte trotzdem nicht in jedem Spiel darauf zurückgreifen müssen. Es wäre mir auch gegen Aachen lieber gewesen, wenn wir das Spiel so mit 1:0 oder 2:0 nach Hause gebracht hätten.

Frage: Hatten Sie übrigens Sorge, dass Sie gegen Aachen nach dem Foul im Strafraum noch die Rote Karte kassieren könnten?

Luthe: Es muss eine Regel her, die eindeutig ist. Aber ich bin der Meinung, dass eine Rote Karte absolut sinnlos ist. Der Torwart ist immer der letzte Mann und der Torwart verhindert auch immer eine klare Torchance. Aber mit dem Elfmeter ist man genug bestraft. So bekommt die Mannschaft die Torchance wieder, die durch das Foul verhindert wurde. Zusätzlich den Torwart vom Platz zu stellen, weil er letzter Mann ist, was aber sein Job ist - das macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

Frage: Nach dem Spiel wurden Sie von den Fans lautstark gefeiert - ein schönes Gefühl?

Luthe: Ich mag das eigentlich nicht gerne, so im Mittelpunkt zu stehen. Deswegen habe ich mich auch schnell aus dem Staub gemacht. Wir haben als Mannschaft insgesamt eine ganz gute Leistung gebracht. Letztlich haben wir glücklich gewonnen - aber die drei Punkte sind in Bochum geblieben, wir haben wieder zu Null gespielt. Das macht Hoffnung!

Frage: Was trauen Sie dem VfL noch zu? Der Anschluss ans Mittelfeld ist hergestellt, aber auf Top-Niveau scheint Bochum noch nicht zu sein.

Luthe: Absolut nicht! Ich denke, dass noch viel mehr in uns steckt. Wir haben jetzt den Anschluss an das Mittelfeld ordentlich hergestellt. Aber da geht noch viel mehr für uns! Wir haben eine Mannschaft, die locker oben mitspielen kann, wenn sie alles abruft. Das werden noch viele weitere kleine Schritte in den nächsten Wochen.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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