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7. Spieltag

12.09.2011 | 20:15 Uhr

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  • SG Dynamo Dresden
  • 2 : 1
    1 : 0
  • VfL Bochum

13.09.2011 - 18:32 Uhr


Subasic: Er kam, sah und traf

Muhamed Subasic (M.) feiert für Dresden gegen Bochum einen äußerst gelungenen Einstand

In seinem ersten Spiel in der 2. Bundesliga gelingt dem Abwehrspieler gleich ein "Doppelpack"

Dresden ist die erste Station für Subasic in der 2. Bundesliga

Dresden - Er kam erst kurz vor Transferschluss von Olimpic Sarajevo aus Bosnien zur SG Dynamo Dresden, ist nominell linker Verteidiger, doch bei seiner Premiere im Spiel gegen den VfL Bochum avancierte er als Doppeltorschütze zum Matchwinner: Muhamed Subasic.
Dynamo-Coach Ralf Loose hatte sich für den Partie gegen die Ruhrpottler für den bosnischen Nationalspieler und damit gegen den bislang hinten links gesetzten Sebastian Schuppan entschieden und damit alles richtig gemacht. "Er hat seine Sache in der Defensive ordentlich gemacht", freute sich der Dresdener Trainer und stellte fest: "Dass ein Außenverteidiger in seinem ersten Spiel zwei Tore schießt, gibt es wohl nicht oft."

Verteidiger mit Offensivdrang

Im Gespräch nach dem 2:1-Sieg zeigte der 23-Jährige, der in seiner Kindheit Mitte der Neunziger mit seinen Eltern mehrere Jahre als Bürgerkriegsflüchtling in Baden-Württemberg gelebt hat, nicht nur seine guten Deutschkenntnisse. Der Linksfüßer verriet auch, warum als Verteidiger seine Spezialitäten Kopfballtore und Freistöße sind.

Frage: Herr Subasic, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem grandiosen Einstand. Haben Sie das überhaupt schon realisiert?

Muhamed Subasic: Nein, eigentlich nicht. Ich bin glücklich, dass ich die Tore gemacht habe. Es gelingt einem nicht so oft im Leben, im ersten Spiel gleich zwei Treffer zu erzielen. Aber das Wichtigste waren die drei Punkte für Dynamo. Darüber sind wir überglücklich.

Frage: Was haben Sie beim Schlusspfiff gedacht?

Subasic: Wir haben ja kurz vor Schluss noch den Anschlusstreffer kassiert, da wurde es noch mal brenzlig. Aber am Ende war alles gut.

Frage: Die Messlatte nach einem Doppelpack im ersten Spiel hängt ja jetzt ziemlich hoch. Wie wollen Sie denn die nächsten Spiele angehen?

Subasic: Mal sehen (lacht). Wenn ich die Tore nicht schieße, dann macht sie eben jemand anders. Wichtig ist nur, dass Dynamo gewinnt.

Frage: War es Ihr erster "Doppelpack"?

Subasic: Ja, sonst habe ich bis jetzt nur einzelne Tore erzielt. Ich bin ja auch linker Verteidiger und kein Stürmer. Heute hatte ich eben das Glück, doppelt zu treffen.

Frage: Sind Freistöße Ihre Spezialität?

Subasic: Das habe ich auch schon in Sarajevo gemacht. Heute hat er genau gepasst.

Frage: Haben Sie mit dem Team überhaupt schon Standards trainieren können?

Subasic: Ja, wir haben in den letzten Tagen insgesamt viel trainiert. Aber da war natürlich auch ein bisschen Glück dabei.

Frage: Sie hatten ja schon im Vorfeld Ihre Offensivqualitäten betont.

Subasic: Ich liebe es, nach vorne zu gehen, offensiv zu spielen. Aber zuerst muss ich natürlich nach hinten dicht machen und wenn es dann Gelegenheiten gibt, kann ich auch mit nach vorn marschieren.

Frage: Haben Sie sich gewundert, dass sie beim 1:0 so frei zum Kopfball gekommen sind?

Subasic: Schon. Bei mir stand kein Abwehrspieler, der von Filip Trojan hereingeschlagene Eckball kommt zu mir - da hatte ich keine große Mühe mehr, ihn einzuköpfen.

Frage: Sind Kopfballtore auch eine Spezialität von Ihnen?

Subasic: Na ja, in Sarajevo habe ich auch schon welche erzielt. Ich habe also von allem etwas.

Frage: Kann denn Ihre Familie zu Hause in Bosnien Ihre Spiele sehen?

Subasic: Ja, die haben Sky und SPORT1. Die sind jetzt bestimmt auch glücklich.

Aufgezeichnet von Andre Anchuelo

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