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7. Spieltag

09.09.2011 | 18:00 Uhr

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  • FC Hansa Rostock
  • 0 : 0
    0 : 0
  • Eintracht Braunschweig

13.09.2011 - 09:26 Uhr


"Darauf können wir aufbauen"

Während seiner 16-monatigen Leidenszeit hatte sich Matthias Holst einen mächtigen Rauschebart wachsen lassen, mit dem der Abwehrspieler auch auf dem offiziellen Mannschaftsfoto von Hansa Rostock auftauchte

Die ersten Saisonspiele des Aufsteigers verfolgte der verletzungsgeplagte 29-Jährige von Bank und Tribüne

Vorher-Nachher-Effekt: Zu seinem Pflichtspiel-Debüt im Trikot der Hanseaten war der Bart dann endgültig fällig

Rostock - Es war eine Premiere mit 16-monatigem Anlauf: Matthias Holst war im Sommer 2010 vom SC Paderborn nach Rostock gewechselt, konnte sein Pflichtspieldebüt für den FC Hansa wegen einer Meniskus-OP mit anschließendem Knorpelschaden aber erst am vergangenen Wochenende beim torlosen Remis gegen Mitaufsteiger Eintracht Braunschweig geben.
Im Gespräch mit bundesliga.de verriet der Innenverteidiger, wann er sich seinen fast schon legendären Rauschebart abnahm, der ihm inzwischen den Spitznamen "Rübezahl" eingebracht hatte - denn der 29-Jährige wollte sich eigentlich erst nach seinem Einstand wieder rasieren.

bundesliga.de: Herr Holst, wie glücklich sind Sie über Ihr erstes Pflichtspiel nach der langen Verletzungspause?

Matthias Holst: Ich bin froh, dass es heute gut gelaufen ist. Noch lieber hätte ich natürlich gewonnen. Aber das Knie hat gehalten, das ist wichtig und darauf kann ich aufbauen. Im Moment fühle ich mich gut. Mal gucken wie ich mich fühle, wenn ich mich hingesetzt habe (lacht). Jetzt ist Pflegeprogramm angesagt, jetzt müssen die Knochen geschont werden, damit sie am nächsten Wochenende wieder zur Verfügung stehen. Dass mein Knie getapet war, war nur für den Kopf nach der langen Pause.

bundesliga.de: Sie haben in der Rostocker Viererkette schon kräftig Kommandos gegeben, wie haben Sie selbst Ihre eigene Leistung gesehen?

Holst: Meine eigene Leistung möchte ich ungern selbst kommentieren. Ich habe das gemacht, wofür ich geholt worden bin und meine Aufgabe erfüllt, von daher lasse ich lieber andere darüber urteilen. Mit den 90 Minuten hatte ich jedenfalls keine Probleme. Ich hatte ja auch schon die gesamte Vorbereitung mitgemacht. Außerdem haben meine Kollegen es mir auch sehr einfach gemacht. Wir haben viel kommuniziert und viele einfache Bälle gespielt. Von daher bin ich schonmal gut ins Spiel reingekommen.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie das Spiel insgesamt ein?

Holst: Wir haben eine solide Partie gespielt, haben ordentlich gestanden. Zwar konnten wir uns wenig eigenen Torchancen herausarbeiten. Aber solche Partien muss man auch erstmal zu Null spielen. Wir wissen, dass Braunschweig ein starkes Team hat, die stehen nicht zu Unrecht da oben. Die Eintracht stand hinten ähnlich gut wie wir, von daher war das Unentschieden gerecht. Da müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein.

bundesliga.de: Hatten Sie das Gefühl, dass Sie die starken Braunschweiger Stürmer im Griff hatten?

Holst: Ja, auf jeden Fall. Die hatten vielleicht eine halbe Torchance, mehr nicht. Dass wir gegen die Eintracht zu Null spielen, ist ein Fundament. Darauf können wir aufbauen.

bundesliga.de: Aber Hansa schießt keine Tore. Jetzt gab es schon das vierte torlose Remis, insgesamt stehen erst drei Treffer für Rostock zu Buche. Woran liegt das?

Holst: Man ist immer nur so gut, wie der Gegner das zulässt. Wir wissen, was für Qualitäten wir in unseren Reihen haben und wir werden auch noch Tore schießen. Wir lassen uns da nicht beirren und ziehen weiter alle an einem Strang. Irgendwann geht die Kirsche vorne rein und dann gewinnen wir auch die Spiele.

bundesliga.de: Ihre Barthaare sind ja jetzt schon vor Ihrem ersten Einsatz gefallen.

Holst: Ja, der Trainer hatte mir am Donnerstagnachmittag gesagt, dass ich spielen werde, so dass ich mich rechtzeitig darauf einstellen konnte. Daraufhin habe ich natürlich gleich gehandelt und noch am Donnerstagabend für ein gepflegtes Äußeres gesorgt, weil ich meine Jungs nicht länger damit belasten wollte. Die mussten letzte Woche oft genug beim Blick in die Zeitung mein Gesicht ertragen, und dann noch zusätzlich in der Kabine (lacht). Von daher war das in Ordnung so. Jetzt habe ich das Spiel bestritten und damit hat sich alles erfüllt.

bundesliga.de: Die Familie ist wohl auch glücklich darüber?

Holst: Ja, die Kinder waren zuerst ein bisschen erschrocken, aber das hat sich dann Gott sei Dank schnell gegeben.

bundesliga.de: Hat Hansa nächste Woche im Gastspiel bei der Frankfurter Eintracht Chancen? Und werden Sie dann auch wieder dabei sein? Michael Wiemann kehrt ja nach seiner Gelbsperre wieder zurück in den Kader...

Holst: Schauen wir mal, ob wir Chancen haben. Ob ich wieder spiele werde, müssen Sie den Trainer fragen. Wichtig war für mich, dass ich wieder helfen konnte. Was in den nächsten Wochen passiert, werden wir dann sehen.

Das Gespräch führte Andre Anchuelo

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