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7. Spieltag

09.09.2011 | 18:00 Uhr

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  • Greuther Fürth
  • 2 : 1
    0 : 0
  • MSV Duisburg

12.09.2011 - 11:30 Uhr


"Fangen jetzt nicht an zu spinnen"

Stephan Fürstner brachte die SpVgg Greuther Fürth gegen Duisburg mit seinem dritten Tor im 55. Zweitliga-Spiel in Führung

Christopher Nöthe erhöhte später mit seinem sechsten Saisontor auf 2:0

Am Ende siegte das "Kleeblatt" mit 2:1 - für Trainer Mike Büskens dennoch kein Grund für Träumereien

Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth hatte nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg allen Grund zum Feiern. Mit 18 Punkten aus sieben Spielen ist man souveräner Tabellenführer. Trotzdem sehen Spieler und Trainer noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Eine halbe Stunde nach Abpfiff wurde es laut in den Katakomben der Trolli ARENA. Eine Kiste Bier war kurz zuvor von einem freundlichen Ordner in die Fürther Mannschaftskabine verfrachtet worden. Es dürfte nicht lange gedauert haben, bis sie geleert war. Gründe, von den strengen Ernährungsvorschriften abzuweichen, gab es ja schließlich zuhauf.

Zum einen galt es den 24. Geburtstag von Stephan Fürstner zu feiern, der - was nicht eben oft vorkommt - auch noch den wichtigen Führungstreffer erzielt hatte. Es war sein drittes Tor im 55. Zweitliga-Spiel. Und zum zweiten hatte das Team nach dem 2:1-Sieg (Christopher Nöthe erhöhte in der 64. Minute auf 2:0, Duisburgs Jürgen Gjasula verkürzte kurz darauf) die Tabellenführung auf souveräne Art und Weise verteidigt. Sechs der letzten sieben Spiele hat das "Kleeblatt" gewonnen, der Abstand auf den MSV beträgt jetzt schon 13 Zähler.

Sieg im Stile einer Spitzenmannschaft

Für Mike Büskens, den Trainer der Franken ist das aber noch kein Grund, das Große und Ganze aus dem Blick zu verlieren. "Ich habe der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass ich nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise wie wir spielen, bewerten werde." Allerdings, das sah dann auch Büskens nicht anders, war auch die Manier, wie der Sieg zustande kam, eines Tabellenführers würdig. Nicht nur, dass sich die Hausherren mit vielen schön herausgespielten Kombinationen ein erdrückendes Chancenplus erspielte.

Es gelang zudem, bei allem Offensivdrang die Defensive stabil zu halten und so die Vorgabe des Trainers ("Balance halten") zu erfüllen. Nur eine gelbe Karte kassierte Fürth dabei (der MSV deren sechs), dennoch gestaltete man die Bilanz der gewonnen Zweikämpfe (55:45 Prozent) positiv.

Defensive als Erfolgsgarant

Und wenn doch mal ein langer Ball in den Fürther Strafraum segelte, klärten die Innenverteidiger Thomas Kleine und Mergim Mavraj, die so gut wie jeden Kopfball für sich entscheiden konnten. Auch die stabile Defensive ist keine Momentaufnahme. In vier der bisher sieben Spiele ließ die "Kleeblatt"-Defensive keinen einzigen Gegentreffer zu.

Eines hatte der Trainer dann aber doch zu kritisieren. Nach der zwischenzeitlichen 2:0-Führung sei man ein paar Minuten zu "euphorisiert" gewesen, hat Büskens erkannt. Der Anschlusstreffer sei die logische Folge gewesen. "In solchen Phasen kann ein Spiel auch entscheidend kippen. Wenn wir dauerhaft oben bleiben wollen - und das ist unser Ziel - müssen wir auf solche Dinge verzichten."

Das "Kleeblatt" will mehr - und bleibt dennoch bescheiden

Auch Stephan Schröck ärgerte sich über den Anschlusstreffer, hatte aber große Mühe, seine Freude nicht allzu sichtbar zu zeigen: "Die Duisburger haben sehr tief gestanden, also mussten wir uns die 2:0-Führung erkämpfen. Nach dem Anschlusstreffer ist es noch mal spannend geworden. Aber wir haben völlig verdient gewonnen - auch, weil wir kaum etwas zugelassen haben."

Und Innenverteidiger Kleine, der mit Töchterchen auf dem Arm in der Interviewzone erschien, bilanzierte: "Wenn man nach sieben Spielen mit 18 Punkten dasteht ist das kein Zufall. Schön wäre es jetzt nur, wenn man so ein 2:0 gar nicht mehr aus der Hand gibt und stattdessen das 3:0 macht." Weiteren Optimierungsbedarf sieht also nicht nur der Trainer, der am Schluss der Pressekonferenz ein Versprechen abgab: "Wir fangen jetzt trotz der 18 Punkte nicht zu spinnen an, sondern werden geerdet bleiben - wie es diesem Verein entspricht."

Christoph Ruf

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