Bundesliga

04.10.2016 - 15:00 Uhr


Warum Kölns Kung-Fu-Kicker Anthony Modeste so stark ist

Schaut her, so wird's gemacht: Kölns Torjäger Anthony Modeste

Köln - Fünf Stürmer mit je fünf Toren teilen sich aktuell den ersten Platz in der Torjägerliste. Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Chicharito, Anthony Modeste und Vedad Ibisevic sind bisher die treffsichersten Spieler der Saison. bundesliga.de verrät, was sie so stark macht.

>>> Zum Artikel: Fünf Mal fünf - Der Strafraumstürmer lebt

Teil 1: Anthony Modeste

München-Fröttmaning am vergangenen Samstag. Es war kurz vor 17 Uhr, als plötzlich ein Kung-Fu-Kämpfer durch den Strafraum Manuel Neuers segelte und mit einem artistischen Sprung das 1:1 für den 1. FC Köln bei den Bayern erzielte. Mit seiner akrobatischen Flugeinlage hat Anthony Modeste nicht nur den Nationaltorhüter überrascht. Kölns Franzose führt nun gemeinsam mit fünf Bundesliga-Größen die Torjägerliste an.

Nun handelt es sich dabei um zunächst nicht mehr als eine statistische Momentaufnahme, doch es ist die logische Konsequenz einer Entwicklung. Der genauere Blick verrät, dass hinter den Zahlen mehr steckt. Und dass seine Entwicklung und der Aufstieg in die erlesene Auswahl der ganz Bundesliga-Großen keinesfalls überraschend kommt. Modeste war bereits in der vergangenen Saison mit Abstand der Top-Torschütze des FC, erzielte 15 der 38 Bundesliga-Tore.

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Hocheffektiv und kopfballstark

In dieser Bundesliga-Spielzeit jublte er bereits fünf Mal, zudem einmal in der ersten Pokalrunde. Mehr noch: Beim Auswärtsspiel in Freiburg legte der FC-Stürmer einen Treffer vor, war demnach an sechs von zehn Kölner Saisontoren beteiligt. Zudem gab er die meisten Torschüsse ab (19). Ligaweit kamen nur vier Spieler öfter zum Abschluss).

Modeste verwertet die Bälle aber nicht nur hocheffektiv, sondern ist auch die Anspielstation schlechthin und um keinen Zweikampf verlegen: Nur Herthas Vedad Ibisevic bestritt mehr Kopfball-Duelle. Der Einsatz zahlt sich aus. Bereits zweimal traf Kölns Juwel per Kopf - so oft wie kein anderer zu diesem Zeitpunkt.

Video: Der starke Saisonstart des 1. FC Köln

Schreck aller Verteidiger

Für die Verteidiger der Liga ist er alles andere als ein angenehmer Gegenspieler. Kein Kölner wird häufiger attackiert und gefoult. Modeste behauptet dabei allerdings oft auch unter härtester Bedrängnis den Ball und bringt seine Mitspieler in Position. Aus dem reinen Torjäger der vergangenen Saison ist längst ein Teamplayer geworden.

Modeste trifft derzeit nach Belieben. Aus allen Lagen. Mit allen denkbaren Verrenkungen. Mit seinen nunmehr 39 Toren ist er hinter Franck Ribery (71 Tore) der zweiterfolgreichste Franzose der Bundesliga-Historie. Dennoch bleibt der 28-Jährige bescheiden und stellt persönliche Interessen hinten an: "Ich muss meinen Kollegen Danke sagen." Ein Dank, das er gerne noch häufiger aussprechen würde.

>>> Zum Artikel: Bescheidener Modeste - Symbol des Kölner Erfolgs

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