Bundesliga

05.08.2016 - 09:00 Uhr


Vorschau auf die neue Saison: SC Freiburg im Check

Nils Petersen war in der letzten Saison Freiburgs erfolgreichster Torjäger

Köln - Am 26. August rollt wieder der Ball in der Bundesliga (>>> 1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - heute ist der SC Freiburg dran.

Saisonziel

Das offizielle Saisonziel ist in Freiburg seit dem ersten Bundesliga-Aufstieg im Jahr 1992 das gleiche. Wie sollte es da in einem Aufstiegsjahr anders sein? Natürlich will der SC auch in der kommenden Saison nur die Klasse halten. In Freiburg hofft man also, dass sich mindestens drei Vereine finden, die am Ende hinter dem SC stehen. Und so schlecht stehen die Chancen dafür ja auch nicht. Insgesamt sieben der vergangenen zehn Jahre spielte man erstklassig, nur zwei Mal seit 1993 gelang nicht der sofortige Wiederaufstieg.

Trainer

Christian Streich, der seit 2011 Cheftrainer und seit 21 Jahren ununterbrochen im Verein ist, wird auch in diesem Jahr an der Seitenlinie stehen. Mehr SC geht nicht. Wenn alte Haudegen wie Mittelfeldspieler Mike Frantz ungefragt in Lobeshymnen über das Training in Freiburg verfallen, darf man das genauso ernstnehmen wie wenn Streich auf die Wichtigkeit seines Trainerteams verweist. Die Co-Trainer Patrick Baier, Lars Voßler und Torwarttrainer Andreas Kronenberg tragen im Alltag viel Verantwortung. Im Trainingslager in Schruns wirkten alle vier gut erholt – und voller Tatendrang.

Taktik

Für diese Saison scheint die taktische Ausrichtung der Freiburger schwerer zu prognostizieren als in der Vergangenheit. Ein 4-2-3-1 oder 4-4-2 wird man in der kommenden Saison sicher häufig sehen, in der Vorbereitung ließ Streich aber auch eine Dreierkette einstudieren, die nach Ballverlust zur Fünferkette wird. Generell hat man die Lehren aus der vergangenen Saison gezogen, als man in der Rückrunde auch mit SC-untypischem Hauruck-Fußball Sieg an Sieg reihte. Gut möglich, dass man in der Endphase von engen Spielen auch in der Bundesliga mal lange Bälle auf frisch eingewechselte große Spieler sehen wird. Eine prinzipielle Abkehr von Kurzpassspiel und langen Ballbesitzphasen ist aber nicht zu befürchten.

Neuzugänge/Kader

Von den Neuen haben einige Spieler gute Chancen auf einen Stammplatz. Manuel Gulde könnte den Platz neben Marc-Oliver Kempf in der Innenverteidigung bekommen. Jonas Meffert, der sich selbst als "defensiver Mittelfeldspieler, der die einfachen Sachen macht", beschreibt, soll in der Zentrale Druck auf Nicolas Höfler machen. Auch von Janik Haberer, der aus Hoffenheim kam und von Aleksandar Ignjovski, Caglar Söyuncü und Onur Bulut verspricht sich Streich einiges. Die offensive Qualität des Kaders ist unbestritten, und für die Defensive hat man im Sommer einiges getan. Mit Rafal Gikiewicz (Braunschweig) wurde das Torwart-Trio komplettiert.

Video: Der Media Day in Freiburg

Schlüsselspieler

Vincenzo Grifo (14) und Nils Petersen (21) haben in der vergangenen Saison zusammen 35 Treffer erzielt. Sollten sich die beiden eine Etage weiter oben ähnlich treffsicher präsentieren, wäre das die halbe Miete. Auch vom jungen, enorm talentierten Maximilian Philipp erhofft man sich viel. Torwart Alexander Schwolow, der noch vorletzte Saison in der Dritten Liga spielte, steht wie einigen anderen jungen Spielern eine Bewährungsprobe bevor.

Top-Fakten

  • Nach nur einem Jahr Pause ist der SC Freiburg wieder Bundesligist, feierte den vierten Aufstieg in die Bundesliga.

  • Freiburg hielt sich immer mindestens zwei Jahre in Folge in der Bundesliga, nie gab es einen direkten Wiederabstieg noch im Aufstiegsjahr.

  • Die Bundesliga darf sich auf die gefährlichste Offensive der letzten Zweitligasaison freuen (75 Treffer).

Formcheck

Im Training herrscht eine hohe Intensität, bei den Spielformen merkt man den Konkurrenzkampf. Immerhin sind weit mehr Positionen in der Stammelf umkämpft als in der abgelaufenen Zweitligasaison. "Die nächsten Wochen werden noch spannend", prognostiziert Sportvorstand Jochen Saier, der meint, dass man den Kader vor allem in der Breite verstärkt habe. "Auf vielen Positionen herrscht ein enger Konkurrenzkampf."

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