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Bundesliga

13.03.2016 - 23:00 Uhr


Bayern voller Vorfreude und mit vielen Optionen

Die Bayern spielten im Hinspiel bei Juventus Turin 2:2 und wollen am Mittwoch ins Viertelfinale der Champions League

München - Breit grinsend schlenderte Thomas Müller an den Journalisten vorbei. "Wir haben gut gespielt und freuen uns auf Mittwoch", rief er ihnen im Vorbeigehen zu. Mit seinem Doppelpack war Müller einer der Matchwinner beim 5:0 gegen Werder Bremen. Doch das Spiel hatte viele Gewinner in den Reihen des FC Bayern München - gerade auch im Hinblick auf das Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin.

Zunächst sorgte der ungefährdete Erfolg gegen Bremen im Kampf um den Titel für entspannte Reaktionen. "Man muss in der Bundesliga immer wieder die Punkte sammeln, weil wir mit Dortmund einen guten Konkurrenten haben, der uns das Leben bis jetzt sehr schwer macht", wusste Philipp Lahm. Nach der bravourös gelösten Pflichtaufgabe konnten die Bayern in Ruhe verfolgen, wie sich Verfolger Borussia Dortmund am Sonntagnachmittag gegen den 1. FSV Mainz 05 schlug (Spielbericht).

Fan Guardiola denkt ans Finale gegen Juve

Die Gedanken der Münchner dürften dann allerdings schon immer stärker um das Rückspiel im Achtelfinale der Königsklasse kreisen. "Jetzt denken wir nur noch an unser 'Finale', an Juventus Turin", unterstrich Pep Guardiola bereits unmittelbar nach dem Abpfiff gegen Bremen. Das Spiel gegen Werder verlief dabei ganz nach dem Geschmack des Bayern-Trainers. "Ich bin Trainer, aber auch Fan - und da freue ich mich über so ein gutes Spiel."

Freude bereitete vor allem die Offensivabteilung. Müller schoss sich mit seinen Saisontoren 18 und 19 und seinem insgesamt fünften Doppelpack in dieser Saison schon einmal für den Tabellenführer der Serie A warm. Der zunächst geschonte und für Müller eingewechselte Toptorjäger Robert Lewandowski stockte sein Konto schließlich noch auf 24 Saisontreffer auf.

Coman und Ribery betreiben Eigenwerbung

Vor allem aber machte die im Vergleich zum Hinspiel gegen Juventus Turin neue Besetzung auf den Flügeln auf sich aufmerksam. Kingsley Coman erntete für seine drei Torvorlagen ein Sonderlob von Karl-Heinz Rummenigge. "Speziell Coman hat es mit seinen Läufen über die rechte Seite sehr gut gemacht", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern. Und auf der anderen Seite verhinderte nur eine Glanzparade von Felix Wiedwald unmittelbar vor dem 3:0 ein Traumtor von Franck Ribery.

Überhaupt kommt der Franzose nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Fahrt. "Ich fühle mich gut", sagte der 32-Jährige. "Für mich war es mit Blick auf Mittwoch auch ein sehr wichtiges Spiel." Mit seiner steil ansteigenden Formkurve macht er Guardiola die Entscheidung bezüglich der Aufstellung gegen Turin nicht einfacher. Mit Rückkehrer Mario Götze (zum Interview) meldete sich zudem ein weiterer Kandidat vielversprechend zurück. Weil aber auch der gegen Bremen geschonte Arjen Robben ins Team zurückdrängt, wird gerade in der Offensive ein harter Kampf um die begehrten Plätze in der Startelf.

"Offensiv sind wir sehr gut drauf", analysierte Kapitän Lahm. Zwar würde den Bayern nach dem 2:2 im Hinspiel ein 0:0 zum Einzug ins Viertelfinale reichen, doch darauf wollen sich die Münchner nicht verlassen. "Das können wir nicht und das wollen wir nicht. Wir sind eine Mannschaft, die Tore schießen will", sagte Lahm.

Thiago glänzt in ungewohnter Rolle

Gegen Bremen tat sich dabei auch Thiago mit seinem ersten Doppelpack im Bayern-Trikot in der für ihn ungewohnten Rolle als Torjäger hervor. "Das ist nicht neu, aber für gewöhnlich bin ich nicht so oft dort. Aber diesmal stand ich bei den großartigen Zuspielen von Kingsley zweimal richtig", sagte der Mittelfeldstratege über seine erfolgreichen Ausflüge in den gegnerischen Strafraum.

Die Reise in der Champions League soll jedenfalls gegen den Vorjahresfinalisten noch nicht zu Ende sein. "Das wird ein hartes Spiel", warnt Thiago. Das 2:2 aus dem Hinspiel ist freilich kein Ruhekissen, aber eine gute Ausgangssituation. Schon 20 Mal spielten die Bayern im Europapokal im Hinspiel unentschieden, in 18 Fällen kamen sie weiter. Ribery hat jedenfalls ein einfaches Erfolgsrezept für Mittwoch: "Wir müssen frei und intelligent spielen - und so schnell wie möglich ein Tor machen." An Kandidaten, die dafür infrage kommen, mangelt es den Bayern definitiv nicht.

Aus München berichtet Maximilian Lotz

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