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Bundesliga

31.01.2016 - 16:20 Uhr


VfB Stuttgart: Voller Euphorie dank Kramny

Jürgen Kramny (3.v.l.) hat den VfB Stuttgart wieder in die Erfolgsspur zurückgebracht

Auch er steht für den Stuttgarter Aufschwung: Neuzugang Kevin Großkreutz

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat einen Lauf. Fünf Spiele in Folge ohne Niederlage, der Weg scheint nach oben zu führen. Was aber sind die Gründe für den schwäbischen Aufschwung?

Auf der Suche nach dem Glück – wer ist das nicht? Was sich wie ein philosophischer Bestseller-Schmöker anhört, ist in diesen Tagen beim VfB Stuttgart handfest in der Realität zu finden. Nach dem verdienten 2:1 gegen den Hamburger SV sind die Schwaben seit sage und schreibe fünf Spielen ungeschlagen und schwimmen auf der Euphoriewelle.

So war es dann auch kein Wunder, dass man am Samstagabend in den Katakomben der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena nur auf glückliche und gutgelaunte Menschen traf. Angesprochen auf den sonntäglichen Medizincheck eines potenziellen neuen Innenverteidigers, sagte da Sportvorstand Robin Dutt: "Der einzige, der einen Medizincheck braucht bin ich. Mein armes Herz."

Kramny wird Opfer einer Jubelattacke

Um überhaupt nicht in derartige Probleme zu kommen, lies VfB-Trainer Jürgen Kramny seinen Emotionen lieber freien Lauf. Nach dem erlösenden 2:1 durch Neuzugang Artem Kravets, der sich spät eingewechselt hervorragend einführte, wurde Kramny vor seiner Trainerbank Opfer einer Jubel-Attacke des ausgewechselten Daniel Didavi. Fast ein Salto, unbändiger Jubel, Hose kaputt. Na und?

Alles egal im Schwabenland, endlich läuft es wieder. Und dann gibt es da ja noch Kevin Großkreutz. Zwei Spiele in der Anfangsformation, zwei Siege, zwei  Mal Kevin unter Vollstrom. "Ich bin der glücklichste Mensch“, sagte Großkreutz am Samstagabend zu bundesliga.de. Noch Fragen?

Geschickte Einwechslungen

Irgendwie scheint es so, als würde sich bei den Kickern aus Cannstatt nun alles zum Guten wenden. Herrschte in der Vorrunde unter Trainer Alexander Zorniger vorwiegend Tristesse, hat sein Nachfolger Kramny bislang alles richtig gemacht. Alle sind voll des Lobes über ihn: Ansprache, Taktik, Bodenständigkeit – das passt und zeitigt zuletzt  Erfolg, der im Abstiegskampf so dringend nötig sind.

Kramny ist es gelungen, Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Das zeigte sich am Samstag vor allem, als der prinzipiell überlegene VfB völlig überraschend den Ausgleichtreffer hinnehmen musste. Anstatt ins Chaos zu verfallen, blieb die Mannschaft konzentriert und schaffte den Siegtreffer, dafür verantwortlich: Trainer Kramny mit den geschickten Einwechslungen von Flankengeber Alexandru Maxim und Kopfball-Ungeheuer Kravets. "Wir haben die Sicherheit, mit solchen Situationen umzugehen und uns bis zum Schluss Chancen zu erarbeiten“, so der nimmermüde Kapitän Christian  Gentner.

Kader wird immer besser

Der VfB ist wieder stabil. Kramny ist es in seiner kurzen Amtszeit gelungen, sein Team zu festigen. Vor allem die Defensive mit dem immer sichereren Torwart Przemyslaw Tyton, aber auch dem unter Zorniger ausgemusterten Georg Niedermeier überzeugt zumeist. Auf den Außen bilden Großkreutz und Lukas Rupp sowie Emiliano Insua und Filip Kostic funktionierende Tandems. Gentner und der gegen den HSV ganz starke Serey Die bilden die sichere Mitte. Und vorne wirbelt Timo Werner, der einzig an seiner Chancenverwertung arbeiten muss.

Hinzu kommt, dass es Dutt gelungen ist, den Kader entscheidend zu optimieren. Gegen den HSV saßen mit Toni Sunjic und Timo Baumgartl zwei erprobte Innenverteidiger auf der Bank. Und mit Alexandru Maxim und Kravets wurden die beiden Matchwinner eingewechselt. Zudem arbeiten die verletzten Martin Harnik und Daniel Ginczek an ihren Comebacks, das alles erhöht den Leistungsdruck, der im Moment allen Stuttgartern weiterhilft. Aber auch den Trainer vor Entscheidungen stellt. "Im Moment möchte ich bei dem Kader nicht der Trainer sein. Der muss damit jetzt ganz alleine klarkommen." Da lachte Dutt noch einmal. Wie gesagt: Pures Glück derzeit am Neckar.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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